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Wildunfälle verhindern - Die Geschwindigkeit verringern

Im Herbst lauern mehr Risiken

Von 
kjv
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An unübersichtlichen Wald- und Feldrändern sollte man die Geschwindigkeit drosseln. © Kreisjägervereinigung

Bad Mergentheim. Reh, Wildschwein oder Hirsch sind jetzt vermehrt unterwegs. Die Folge: mehr Zusammenstöße als im Schnitt. Die Kreisjägermeister Hariolf Scherer von der KJV Mergentheim gibt Tipps, wie Verkehrsteilnehmer sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

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Plötzlicher Nebel, früh einsetzende Dunkelheit, Blätter auf regennassem Asphalt: Im Herbst lauern mehr Risiken im Straßenverkehr. Hinzu kommen Wildtiere, die auf ihrer Suche nach einem Winterquartier Autofahrern in die Quere kommen. In den Monaten Oktober und November passieren deshalb überdurchschnittlich viele Wildunfälle.

Statistiken aus dem Tierfund-Kataster zeigen: Rehe sind an jedem zweiten Wildunfall beteiligt, Kleintiere wie Feldhase und Marder bei jedem fünften. Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung sind Wildtiere unterwegs,um sich überlebenswichtigen Winterspeck anzufressen und eine Bleibe für den Winter zu finden. Deshalb gilt: An unübersichtlichen Wald- und Feldrändern Geschwindigkeit drosseln. Wer mit Tempo 80 statt 100 fährt, verringert den Bremsweg bereits um 25 Meter.

Fernlicht ausschalten

Taucht ein Tier am Fahrbandrand auf, unbedingt Fernlicht ausschalten. Das grelle Licht macht orientierungslos. Hupen nicht vergessen: Der laute Ton treibt Rehe, Hase oder Wildschweine weg von der Fahrbahn. Droht dennoch ein Zusammenstoß: kontrolliert bremsen und Lenkrad festhalten. Ein Ausweichmanöver ist deutlich riskanter. Taucht ein einzelnes Tier auf, können immer Nachzügler aus dem Familienverband folgen.

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Sollte es doch zum Zusammenstoß gekommen sein, muss man zunächst die Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck aufstellen. Erste Hilfe bei verletzten Personen leisten und Notruf (112) wählen. Verunfallte Tiere nicht anfassen: In Panik können sie schwere Verletzungen verursachen. Fluchtrichtung der Tiere merken und am Straßenrand markieren – zum Beispiel mit einem Taschentuch. Polizei (Notruf 110) kontaktieren und Standort melden. Die Polizei verständigt dann den Jagdausübungsberechtigen, der im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit, bei Tag und Nacht ausrückt, um das überfahrene Wild zu bergen. Der Unfallverursacher erhält vom Jäger dann gegen Kostenersatz die Wildunfallbescheinigung, die er für seine Versicherung benötigt. kjv

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