Sparkasse Tauberfranken - Über aktuelle Programme informiert / Expertentipps für den Haus- und Wohnungsbau Im Förderdschungel den Durchblick behalten

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Sparkasse Tauberfranken und Gemeinde Igersheim informierten bei der Vortragsveranstaltung "Ran an die Fördertöpfe" Interessierte über Wissenswertes rund um den Hausbau.

© Sparkasse tauberfranken

Igersheim. Wer ein Haus kauft, baut oder umbaut, stürzt sich in große Investitionen. Gut zu wissen: Eine Fülle von Förderprogrammen kann den Bau oder Kauf von Hauses oder Wohnung erleichtern.

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Unter dem Titel "Ran an die Fördertöpfe" konnten sich angehende Bauherren und Immobilienbesitzer im über Energetisches Bauen und Sanieren sowie über Fördermittel informieren lassen. Bürgermeister Frank Menikheim und der Regionaldirektor der Niederlassung Bad Mergentheim, Manfred Bürckert, freuten sich über den voll besetzten Saal.

Zu Beginn präsentierte Bauamtsleiter Albrecht Schlehlein mit großformatigen Lageplänen und detaillierten Informationsmaterialien die aktuellen Bauplätze von Igersheim, Harthausen, Bernsfelden und Neuses. Für Familien mit Kindern gebe es im Rahmen der Aktion "Familienfreundliche Gemeinde" acht Euro Zuschuss pro Quadratmeter.

Als erster Experte des Abends erläuterte der Geschäftsführer der Energie-Agentur Main-Tauber-Kreis, Frank Künzig, anhand realisierter Musterprojekte die Grundlagen energetischer Bauweise und Sanierens. Er gab auch Tipps für nicht- bzw. geringinvestive Maßnahmen. So könne jeder mit angepasstem Lüftungsverhalten, der Dämmung von Rolladenkästen und Gurtauslässen oder der Anbringung von Dichtungen z. B. an der Hauszugangstüre seinen Geldbeutel schonen. Plane man eine umfassende energetischen Sanierung, solle man einen zugelassenen Energieberater hinzzuziehen, der die Gesamtsituation eines Gebäudes beurteilt. Der stellvertretenden Direktor für das Fördergeschäft bei der Landesbank Baden-Württemberg, Thomas Börsig, ist ein Experte für Förderkredite, der seit 1989 im Fördergeschäft tätig ist. Er erläuterte die Vorteile von Förderkrediten, die neben den niedrigen Zinsen, langen Laufzeiten und tilgungsfreien Anlaufjahren bei bestimmten Programmen auch die Gewährung eines Tilgungszuschusses beinhalten könnten. Diese Kredite könnten alle in Anspruch nehmen, "die ein altersgerechtes Umbauen forcieren, ihre Immobilie energieeffizient sanieren oder natürlich energieeffizient bauen möchten", so Börsig. Viele glaubten, dass man Fördermittel aus dem Programm "Altersgerecht Umbauen" der KfW erst ab einem bestimmten Alter beantragen könne. Die Mittelvergabe sei dagegen ausschließlich an bestimmte bauliche Voraussetzungen gebunden. Das könnten etwa Zufahrtswege oder Maßnahmen im Wohnumfeld sein, Mindestmaße für Eingänge und Türen, aber auch die Anpassung der Raumgeometrie oder Umbaumaßnahmen im Bad bzw. Sanitärbereich. Auch Kombinationen dieser Förderbereiche seien möglich. Das Programm fördere darüber hinaus vielfältige bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz an bestehenden Wohngebäuden. Auch das energieeffiziente Bauen und Sanieren war Thema. Börsig erläuterte die verschiedenen Effizienzhausstandards der KfW. Wolle man ein Haus energetisch sanieren, hänge der Tilgungszuschuss vom Endergebnis ab. Werde ein Wohngebäude etwa auf Effizienzhaus- Niveau 70 saniert, gewähre die KfW aktuell einen Tilgungszuschuss in Höhe von 22,5 Prozent des Zusagebetrages. Wer eine gezielte Wärmedämmung oder Fenstererneuerung als Einzelmaßnahme plane, könne auch von der Förderung profitieren. Unabhängig davonm ob eine Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus erfolge oder Einzelmaßnahmen vorgenommen würden, müsse ein gelisteter Sachverständiger die Maßnahme prüfe und bestätige (www.energie-effizienz-experten.de).

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Fragen beantworteten die Experten bei einem anschließenden Gespräch.