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Sitzung des Werbebeirats - Erlebnisraum und Markenbotschafter in der Zukunft / Die Erwartungen der Kunden im Blick

Ideen für die Bad Mergentheimer Tourist-Information vorgestellt

Von 
Peter D. Wagner
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Bad Mergentheim. Die Zukunft der touristischen Organisation und der Tourist-Informationen, eine „Digitalisierungsoffensive Fränkisches Weinland“ sowie der Tourismusbericht 2021 mit Präsentation touristischer Kennzahlen standen im Mittelpunkt einer Sitzung des Werbebeirats der Stadt Bad Mergentheim.

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Dem Werbebeirat gehören Oberbürgermeister Udo Glatthaar, Kurdirektor Sven Dell, Stadträte, Vertreter der Stadt- und der Kurverwaltung, des Residenzschlosses sowie weitere lokale Akteure aus den Bereichen Tourismus und Wirtschaft an. Noch sind sie gefragt, aber bleibt dies auch so? Wie sieht die optimale Tourist-Information der Zukunft aus? Oder welche Alternativen und Modelle gibt es? Auf diese und weitere Aspekte ging Stephanie Zorn, Beraterin von Kohl & Partner aus Villach (Österreich) in einem Impulsvortag mit dem Titel „Tourist-Information 2030 – Die Zukunft der touristischen Organisationen“ ein.

Die Tourist-Info im Alten Rathaus am Marktplatz. © Peter D. Wagner

Darin präsentierte sie Trends und Herausforderungen für die Destination, die Gästeerwartungen und das Aufgabenspektrum in der Tourist-Information 2030 sowie die Erfolgsfaktoren für deren Zukunftsfähigkeit. Im Speziellen stellte sie Best-Practice-Beispiele und Ideen für die Bad Mergentheimer Tourist-Information vor, zeigte verschiedene Beispiele alternativer Modelle auf und erläuterte die Themenfelder „Aktives Mitgestalten“ und „Konsequenzen für die Qualifikation der Mitarbeiter.

Digitale Vernetzung

Die Abdeckung aller Bedürfnisse an einem Ort („Service-Hub“), digitale Vernetzung mit anderen Kundendiensten, höchste, authentische Servicequalität sowie emotionale Beratung und Information durch digitale Elemente zählen zu den neuen Kundenerwartungen an eine Tourist-Information. Einerseits zeichne sich bei den „klassischen“ Dienstleistungen wie zum Beispiel der Zimmervermittlung eine starke Rückläufigkeit ab. Zum anderen müssten bestehende Leistungen nicht ersetzt, sondern vielmehr ergänzt werden.

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„Die Tourist-Information bleibt auch zukünftig ein wesentlicher Berührungspunkt im Tourismus. Sie wird zum Erlebnisraum und Markenbotschafter“, prognostizierte Stephanie Zorn. Als Schwerpunkte nannte sie Inspiration und Markenerlebnis, hochwertige und individuelle Betreuungen, gemeinsame Zusammenarbeit mit den touristischen Leistungsträgern sowie die Schnittstellenfunktion für die Akteure und Angebote der Region.

Onlinepräsenz wird gerade auch für Unternehmen und Anbieter im Tourismus immer essentieller. Laut Studien des Verbandes der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom aus dem Jahr 2020 informieren sich rund zwei Drittel aller Bundesbürger in der Regel online bei der Reiseplanung und sogar fast jeder Zweite bucht Urlaubsdienstleistungen im Netz. Um touristische Übernachtungsbetriebe im Fränkischen Weinland dabei zu unterstützen, ihre Internetpräsenz zu erweitern und zu verbessern sowie damit auch die Wirtschaftskraft der Region zu stärken, wurde eine „Digitalisierungsoffensive Fränkisches Weinland“ gestartet.

Die von Juni bis September 2021 durchgeführten Stichproben erfasste 1060 Betriebe. Unter 48 Kriterien abgefragt wurden insbesondere die allgemeine Online-Auffindbarkeiten, Elemente des „Google-My-Business“-Eintrages und die Inhalte der jeweiligen Website. 60 der erfassten Betriebe sind in Bad Mergentheim ansässig, davon 21 Hotels, 34 Ferienwohnungen und fünf Privatzimmer.

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Schwachstellen schulen

Zwar weisen etwa 75 Prozent der Betriebe eine eigene Website auf, allerdings hat davon lediglich ein Drittel eine Online-Buchungsoption integriert. Als Schlussfolgerung hat die Fränkische Weinland Tourismus GmbH bereits eine Seminarreihe aufgesetzt, welche die Schwachstellen der Auswertung gezielt schult. Schwerpunkte sind die „Rechtlichen Voraussetzungen“, „Inhalte und Gestaltungen der Website“ und „Strategische Überlegungen. „Die Vermietenden wurden bereits kontaktiert“, berichtete Bad Mergentheims Verkehrsdirektor Kersten Hahn.

„Wir sind mit der gesamten Organisation des Tourismus in Bad Mergentheim und im Lieblichen Taubertal sehr gut aufgestellt, haben jedoch Bereiche, in denen wir uns weiterentwickeln wollen und verbessern müssen“, meinte OB Udo Glatthaar in einer kurzen Stellungnahme. Für die Zukunft gehe es unter anderem darum, die Tourist-Info speziell unter den genannten Aspekten der Digitalisierung weiter zu etablieren. Zugleich werde man nach wie vor an dem „Top-Standort“ am Marktplatz im Alten Rathaus festhalten, der sich sehr gut bewährt habe, wie auch zahlreiche Rückmeldungen zeigten. „Wir überlegen uns allerdings, noch das eine oder andere moderne Instrument hinzuzufügen“, kündigte Glatthaar an. „Da viele Gäste bereits im Vorfeld online recherchieren, ist es daher genauso wichtig, die Vernetzung zwischen den Anbietern und städtischen Betreuern noch zu verbessern, so dass das Zusammenspiel aller Infos dann auch tatsächlich optimal gegeben sein wird“, bekräftigte der OB.

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