Kirchen - „Ökumenische Initiative Corona-Impfung“ startet in Bad Mergentheim Hilfestellung für alte Menschen auf dem Weg zur Impfung

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peka
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Hilfe bei der Suche nach Corona-Impfterminen und Begleitung zum Impfzentrum bietet für ganz Bad Mergentheim die „Ökumenische Initiative Corona-Impfung“. Das Bild zeigt (von links) Kirchengemeinderat Ulrich Horch-Enzian und die Ansprechpartnerinnen Schwester Maria Regina Ernst und Kristina Biere. © Kessler

Bad Mergentheim. Kirche kümmert sich: Die „Ökumenische Initiative Corona-Impfung“ steht Senioren „80 plus“ zur Seite bei der oft mühsamen Anfrage nach einem Impftermin. Auch Begleitung zum Impfzentrum ist möglich.

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„Es ist die Not der Zeit“, stellte Schwester Maria Regina Ernst bei der Vorstellung der von beiden Kirchengemeinden getragenen Aktion fest. Große Worte für ein „aktuelles Problem“ – doch wer sich als alter Mensch schon einmal am Telefon darum bemüht hat, einen der raren Corona-Impftermine zu bekommen, wird dieser Aussage in der Regel zustimmen. Da musste man immer wieder wählen, oft viele Stunden lang, bis ein menschlicher Ansprechpartner am Apparat war - und der konnte einem häufig nur sagen, es gelte zu warten, bis wieder Impfstoff geliefert werde. Inzwischen gebe es ja eine Warteliste – doch man kann ja nicht dauernd am Telefon sitzen, bis man zurückgerufen wird.

Die jüngere Generation, zu Hilfe gerufen, hat es dann am Computer versucht. Aber auch da bekommt man oft nur die Nachricht, derzeit gebe es in der Region keine freien Termine. Für ein Ehepaar einen gemeinsamen Termin zu buchen, ist ohnehin systembedingt nicht möglich. Vielleicht soll man sogar ins Impfzentrum nach Rot am See, weil das in Bad Mergentheim nichts frei hat – schwierig für nicht mehr so mobile Menschen. Dass irgendwann im Frühjahr auch Impfungen in der Hausarztpraxis möglich sein sollen, ist nur ein schwacher Trost.

Da kann jetzt die „Ökumenische Initiative Corona-Impfung“ allen Betroffenen helfen. Zurzeit sind das ja außer medizinischem Personal nur Menschen ab 80 Jahren – die sind eingeladen, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Sofort bereit

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Angesprochen sind Menschen, die in der Stadt Bad Mergentheim oder einem ihrer Teilorte wohnen. Ihren Ursprung hat die Initiative im katholischen Kirchengemeinderat der Kurstadt, doch das Leitungsgremium der evangelischen Kirchengemeinde Bad Mergentheim war sofort bereit, sich anzuschließen. Schnell fanden sich elf Ehrenamtliche, die die praktische Arbeit übernehmen wollen. Ansprechpartnerinnen sind Sr. M. Regina Ernst für die Katholiken und Kristina Biere für die Evangelischen.

Telefonischer Kontakt

Wer von der Generation „80 plus“ mit der Suche nach einem Corona-Impftermin nicht allein zurechtkommt, kann sich an eine der Beiden wenden. Nach dem telefonischen Kontakt werden die nötigen Unterlagen ins Haus gebracht und das nötige Schriftliche erledigt. Dann macht sich einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter daran, für die betreffende Person die Anmeldung beim Kreisimpfzentrum durchzuführen und den gefundenen Termin weiterzugeben. Menschen, die Unterstützung brauchen, werden gerne auch mit dem privaten Auto zum Impfzentrum gebracht und während der Impfung begleitet.

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Die „Ökumenische Initiative Corona-Impfung“ ist werktags von 10 bis 17 Uhr zu erreichen unter Telefon 0160 / 8434 330 (Kristina Biere) oder 0170 / 2967 045 (Sr. M. Regina Ernst). peka