Psychologische Beratungsstelle - Verstärkung für Erziehungs- und Jugendberatung / Knut Wöber aus Nordrhein-Westfalen seit September Teil des Teams "Hier finde ich Zeit für eigene Ideen"

Von 
Peter Keßler
Lesedauer: 

Knut Wöber, Psychologeund Systemischer Berater, ist neuer Mitarbeiter bei der Psychologischen Beratungsstelle des evangelischen Kirchenbezirks. Unser Bild zeigt ihn mit Stellenleiterin Eva Maria Reinmuth.

© Keßler

Das Beratungsteam der Psychologischen Beratungsstelle ist wieder komplett. Seit Anfang September arbeitet der Psychologe Knut Wöber (38) in der Einrichtung in der Härterichstraße.

AdUnit urban-intext1

Bad Mergentheim. Eine vielfältige Arbeit leistet die Beratungsstelle, die zum evangelischen Kirchenbezirk Weikersheim gehört. Erziehungs- und Jugendberatung gehört ebenso dazu, wie Ehe- und Lebensberatung. Die vier Berater unterstützen Familien, ermutigen belastete Menschen in Krisenzeiten und helfen, Paarkonflikte zu klären.

Zum Beraterteam gehören Stellenleiterin Eva Maria Reinmuth (Diplom-Psychologin, Gesprächspsychotherapeutin), Doris Quenzer (Diplom-Sozialpädagogin und Familientherapeutin) und Michael Hertrich (Diplom-Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut in Ausbildung). Dazu kommen die Teamassistenten Irina Mehlmann-Kober und Hans-Jürgen Kastka.

Der neue Berater Knut Wöber ist Psychologe M.Sc. (Master of Science), was der bisherigen Berufsbezeichnung "Diplom-Psychologe" entspricht. Er hat zudem eine Weiterbildung zum systemischen Berater erfolgreich absolviert. Knut Wöber stammt aus dem Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen und hat die Chance genützt, in der Heimatregion seiner Frau eine neue berufliche Perspektive zu ergreifen. Den Main-Tauber-Kreis empfindet er als "als einen Ort zum Wohlfühlen für Familien".

Handwerkliche Ausbildung

AdUnit urban-intext2

Nach einer handwerklichen Ausbildung machte er das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte dann Psychologie in Wuppertal und Köln.

Schon während seiner Masterstudiums begleitete Wöber Schüler in Potentialanalysen im Übergang von der Schule zum Beruf, um ihnen zu helfen, eigene Fähigkeiten und Talente im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt zu entdecken und weiterzuentwickeln.

AdUnit urban-intext3

Nach dem Studium arbeitete Knut Wöber in zwei kommunalen Erziehungsberatungsstellen in Hameln-Pyrmont und Hildesheim mit den Schwerpunkten Familienberatung, Präventionsangebote und Vernetzung in und mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Helfersystemen.

AdUnit urban-intext4

In der Bad Mergentheimer Beratungsstelle, so Stellenleiterin Eva Maria Reinmuth, "macht jeder alles". Damit könne die oft wichtige Beratung in unterschiedlichen Bereichen in einer Hand bleiben.

Schwerpunkte einzelner Berater

Trotzdem gebe es Schwerpunkte der einzelnen Berater. Knut Wöber solle "die Schnittstelle zu Schulen und Kindergärten stärken", wo die Themen Prävention und Pubertätskrisen aktuell seien. Gut sei es auch, wenn die oft nachgefragte Gruppenarbeit wieder verstärkt werden könne.

"Leben bedeutet Entwicklung"

Knut Wöber wird das gerne wahrnehmen, denn, so stellt er fest, "Leben bedeutet immer auch Entwicklung. Diese Entwicklung findet überwiegend in Beziehungen statt, familiären oder partnerschaftlichen, freundschaftlichen oder kollegialen". Beratung sei angebracht, wenn diese Beziehungen aus dem Gleichgewicht gerieten und eigene Lösungsversuche nicht ausreichten. Dann gestalte der Berater als neutrale Person "gemeinsam mit den ratsuchenden Menschen einen Erlebnis- und Handlungsraum".

Das eigene Erleben sortieren

Hier finde sich Zeit, die Situation und das eigene Erleben zu sortieren sowie eigene Ideen zu entwickeln und deren Folgen vorab zu überdenken".

Dass er das in seiner neuen Wirkungsstätte "gemeinsam mit einem "erfahrenen und multiprofessionellen Team, in guter örtlicher Zusammenarbeit mit anderen Stellen und Einrichtungen" tun könne, wisse er zu schätzen. peka

Freie Autorenschaft