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Tafel in Bad Mergentheim - Team sagt allen Unterstützern Danke. Spenden sind aber weiterhin dringend nötig

Haltbare Lebensmittel besonders gefragt

Von 
Hans-Peter Kuhnhäuser
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Nach der Veröffentlichung des FN-Berichts über den Tafelladen Ende März konnte sich das Tafelladen-Team über viele zusätzliche Spenden freuen. „Wir bedanken uns bei allen Spendern“, sagen die Ehrenamtlichen beim Besuch des Reporters – gleich darauf öffnen sich die Türen für die Kunden. © Kuhnhäuser

Bad Mergentheim. Seit Jahren gibt es die Tafel, doch so wichtig wie heute war sie noch nie. Wer öfter vor und während der Öffnungszeiten des Tafelladens durch die Krumme Gasse geht, kann das bestätigen: Die Menschentrauben vor dem Eingang des Tafelladens machen deutlich, dass die Zahl der Einkaufsberechtigten groß und im Vergleich zum Jahresanfang sichtbar gestiegen ist.

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„Wir haben aktuell 85 Haushalte mit zusammen 135 Erwachsenen sowie 99 Kindern und Jugendlichen, die bei uns einkaufen dürfen“, erklärt Annemarie Scheckenbach vom achtköpfigen Tafelladen-Team, das seit Jahren ehrenamtlich tätig ist. „Die Zahl unserer Kunden ist seit dem Ukraine-Krieg sprunghaft angestiegen“, ergänzt Bärbel Marczinski mit Blick auf die zahlreichen Flüchtlinge aus diesem geplagten Land. Kurzum: „Der Bedarf ist groß, ja größer geworden, und die Nachfrage ebenso“, fasst Scheckenbach die aktuelle Situation des Bad Mergentheimer Tafelladens in einem Satz zusammen.

Da ist es natürlich gut, dass es eine hohe Spendenbereitschaft gibt: Der Tafel-Förderverein, Privatleute, Vereine sowie Supermärkte sorgen dafür, dass der Tafelladen stets gut gefüllte Regale hat. Abgeholt werden die meisten Lebensmittelspenden mit dem Tafelladen-Transporter. Und hier gibt es ebenfalls eine Nachfrage – nämlich die der Tafel nach ehrenamtlichen Fahrern und Beifahrern für die Touren am Dienstag und Freitag. Diese Fahrten finden von 8 bis 11 Uhr statt. „Wer Interesse hat, den bitten wir, sich zu melden“, sagt Marczinski.

Der jüngste Artikel in den Fränkischen Nachrichten von Ende März „war ein Segen für die Tafel“, berichtet Scheckenbach. Denn er hatte unerwartete, gleichwohl gute Folgen. „Wir haben viele zusätzliche Spenden bekommen“, ergänzt Marczinski. Vermehrt seien Leute „zu uns gekommen mit Tüten voller Lebensmittel“. Das habe das Tafel-Team sehr gefreut, ebenso wie überreichte Einkaufs-Gutscheine. „Jede Spende hilft und kommt an bei unseren Tafel-Kunden“, betont Scheckenbach. Und deshalb möchte sich das Tafel-Team auch bei allen Spendern bedanken. „Es ist uns wichtig, das deutlich zu machen: Wir sagen ganz laut ‚Danke!’ an alle Menschen, die unsere Tafel unterstützen – durch Geldspenden an den Förderverein sowie durch Gutscheine und Sachspenden an den Tafelladen“, betont Scheckenbach.

Allerdings gibt es ein Problem: „Was rein kommt, geht auch ganz schnell wieder raus“, verweist Marczinski auf die beständige und eben in den jüngsten Zeit kräftig gestiegene Kundenzahl und damit Nachfrage.

Während beispielsweise Brot, Obst und Gemüse dank der Supermarkt-Spenden ausreichend vorhanden sind, mangelt es ganz besonders an „haltbaren Lebensmittel wie Nudeln, Speiseöl, Mehl, Zucker und Konserven aller Art“, ebenso an Hygieneartikeln. Und das alles könne man auch während der Öffnungszeiten, also Dienstags und Freitags zwischen 13 und 15.30 Uhr, besser aber Donnerstags zwischen 10.30 und 12 Uhr im Tafelladen abgeben. Speiseöl beispielsweise ist – wen wundert’s? – zur Zeit besonders knapp und um so mehr gefragt. „Es muss kein superteures Öl sein, wir brauchen ganz normales Sonnenblumen- oder Rapsöl.“ Und ganz grundsätzlich: „Wir freuen uns über jede Spende“, betont Scheckenbach.

Informationen

Der Tafelladen ist in der Krummen Gasse 20 zu finden (Telefon 07931 / 483666). Die Öffnungszeiten sind: Dienstag und Freitag von 13 bis 15.30 Uhr. Spenden können zudem Donnerstags von 10.30 bis 12 Uhr im Tafelladen abgegeben werden. Wer Interesse hat, die Bad Mergentheimer Tafel und das Tafelladen-Team als Fahrer beziehungsweise Beifahrer zu unterstützen, kann sich unter Telefon 0178 / 93 55 561 sowie unter 0157 / 54 62 19 76 melden.

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