Zeitumstellung - Jäger weisen auf erhöhtes Wildunfall-Risiko hin / KJV Mergentheim gibt Tipps für den Straßenverkehr Geschwindigkeit unbedingt drosseln

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kjv
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Kommt es zu einem Wildunfall: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern und Polizei kontaktieren – diese informiert den zuständigen Jagdpächter, der dann zu Hilfe eilt. © KJV/Börner

Bad Mergentheim. Im Frühjahr herrscht Hochbetrieb in Wald und Flur: Das erste Grün lockt Pflanzenfresser wie das Reh. Die Folge: mehr Wildunfälle. Aktuelle Zahlen zeigen: Im April und Mai kracht es am meisten. Die Kreisjägervereinigung Mergentheim (KJV) gibt zehn Tipps für den Ernstfall.

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Besonders unfallträchtig sind laut Jägervereinigung die Straßen entlang der Wald-Feld-Kante oder durch den Wald.

Nachdem am Sonntag die Uhren eine Stunde vorgestellt wurden, fällt der Berufsverkehr quasi über Nacht in die Dämmerung. Insbesondere Vegetarier wie das Reh sind dann vermehrt auf Futter- und Reviersuche.

Nach einer langen Fastenzeit müssen sie Energievorräte auffüllen. Besonders unfallträchtig: die Zeit von 6 bis 9 Uhr im April und Mai. In den frühen Morgenstunden passieren jeweils mehr als doppelt so viele Wildunfälle wie im März. Das hat eine aktuelle Auswertung von knapp 12 500 Datensätzen aus den Jahren 2017 bis 2019 des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ergeben. Grundlage ist das bundesweite Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de).

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Besonders unfallträchtig sind laut Kreisjägermeister Hariolf Scherer Straßen entlang der Wald-Feld-Kante oder durch den Wald. Hier gilt: Geschwindigkeit drosseln. Wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 Meter. Ist ein Tier in Sicht, kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar: Bremspedal durchtreten, Lenkrad festhalten. Unkontrollierte Ausweichmanöver erhöhen das Unfallrisiko. Danach Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern und Polizei kontaktieren – diese informiert den zuständigen Jagdpächter, der dann zu Hilfe eilt.

Wie lässt sich ein Wildunfall verhindern? Die KJV fasst ihre Tipps wie folgt zusammen: Geschwindigkeit reduzieren entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder; besonders gefährlich: neue Straßen durch Waldgebiete, da Tiere gewohnte Wege nutzen; Tier am Straßenrand: Abblenden, Hupen, Bremsen; ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollten stets mit Nachzüglern rechnen.

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Was ist nach einem Wildunfall zu tun? Hierzu die KJV: Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und Polizei rufen; Achtung Infektionsgefahr: tote Tiere mit Handschuhen anfassen; Abstand halten zu lebenden Tieren; Wild nicht mitnehmen, Wilderei ist strafbar; Einem geflüchteten Tier nicht folgen. In der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden; für die Versicherung Wildunfallbescheinigung vom Jagdpächter ausstellen lassen. kjv