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„Liberales Forum“

Für erfolgreiche Integration

Thema Migration im Fokus

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Bad Mergentheim. Die Vorsitzende des Stadtverbandes der FDP, Anna Hansen, begrüßte zahlreichen Besucher und den Referenten Dr. Marvin Anas Hahn zum „Liberalen Forum“.

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Hahn berichtete zunächst von seinem eigenen Migrationshintergrund. Er sei in Deutschland geboren, seine Mutter komme aus Marokko. Auf Initiative von. Hahn wurde 2020 die Organisation „Liberale Vielfalt“ gegründet, zwischenzeitlich gebe es schon in fast allen alten Bundesländern Landesverbände wobei Hahn die differenzierte Haltung zum Thema Migration in den Neuen Bundesländern erwähnte. Die unterschiedliche Biografie der Bürger in Ostdeutschland habe Spuren hinterlassen.

Die Organisation verstehe sich als „Brückenbauer“ und wolle den zahlreichen Migrantenorganisationen eine Plattform bieten, um den modernen Liberalismus aktiv zu prägen. Der Verband sehe die FDP als natürlichen Ansprechpartner vieler Migranten.

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Während konservative Kräfte in Deutschland eher dazu neigten, Einwanderung einzudämmen und andere dies durch übermäßige Reglementierung täten, plädiert Hahn dazu, den Arbeitsmarkt für Einwanderer so schnell wie möglich zu öffnen.

Die Erschwernisse in der Vergangenheit, in den Arbeitsmarkt zu gehen, habe viele Einwanderer gezwungen, sich mit Tätigkeiten außerhalb ihrer Fachkompetenz oder gar des regulären Arbeitsmarktes zu betätigen.

Deutschland sei nach wie vor das Land mit dem höchsten Innovationspotenzial der Erde, es herrsche hohe Beschäftigungsquote und Fachkräftemangel. Bereits 27 Prozent der Bevölkerung in Deutschland habe einen Migrationshintergrund. In Baden-Württemberg liege dieser Anteil bei Personen unter zehn Jahren bereits bei über 40 Prozent.

Deutschland sei ein Einwanderungsland. Bundeskanzler Scholz stellte allerdings kürzlich die Frage, ob „wir auch ein erfolgreiches Integrationsland sind“. Die Aufgabe der nächsten Jahre sei es, diese Frage mit „ja“ beantworten zu können.

Als wichtigste Aufgabe sieht Hahn die Integration in den Arbeitsmarkt. Dazu gehörten unter anderem Sprachbildung, die Ergänzung und Anerkennung von beruflichen Abschlüssen. Der schnellstmögliche Eintritt in den Arbeitsmarkt sei die beste Garantie für eine nachhaltige und erfolgreiche Integration in die Gesellschaft.

Deutschland sei auf Einwanderung angewiesen – ob zur Sicherung des Rentenniveaus oder in der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Gleichzeitig bestehe die Gefahr eines „Braindrains“, der durch Fehler in der Integrationspolitik gefördert werde. Denn wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund von Diskriminierung oder Alltagsrassismus hier fremd fühlten, sei der Schritt zur Auswanderung in ein anderes fremdes Land emotional einfacher und schneller vollzogen.

Das Thema Migration betreffe fast alle politischen Themenbereiche. So wanderten viele Migranten, die in Deutschland ausgebildet wurden, nicht selten in andere EU-Staaten aus. Um Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu halten und gleichzeitig attraktives Einwanderungsland zu werden, müsse ein Angebot geschaffen werden, so dass eine Migrationsbiografie dem „heimisch werden“ nicht mehr im Weg stehe.

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