Kurverwaltung - Nahe der Tauberbrücke gesichtet Fraßspuren von Bibern im Schlosspark

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kv/sabix
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Hier war der Biber aktiv. © Roland Haug

Bad Mergentheim. Die Tauber, die nahe des Äußeren Kurparks und Schlossparks durch Bad Mergentheim fließt, ist mittlerweile auch zu einem Refugium für einen oder mehrere Biber geworden. In den vergangenen sechs Jahren seien dem Gärtnerteam der Kurverwaltung immer wieder Biberspuren aufgefallen, erklärt die Kurverwaltung auf Nachfrage der Redaktion.

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Da der Biber ausschließlich Pflanzen frisst, kann man ihn gut an Fraßspuren erkennen, besonders an Gehölzen. Die Schneidezähne des Bibers hinterlassen dort eindeutige Spuren. Er ernährt sich von der Rinde und kann auch Bäume fällen, um an höher wachsende Äste und junge Triebe zu gelangen.

Im Gebiet zwischen Igersheim und Lauda sind aktuell schätzungsweise 200 Bäume davon betroffen. Für die Gebiete, die von der Kurverwaltung Bad Mergentheim intensiv gepflegt werden lässt sich laut Mitteilung der Kurverwaltung darlegen, dass im Äußeren Kurpark zwei Bäume nahe des Labyrinths mit Fraßspuren lokalisiert wurden. Im Inneren Kurpark sind keine Schäden zu verzeichnen. Zum Schutz wurde bereits ein Drahtnetz an die betroffenen Bäume angebracht.

Weitere zehn Bäume auf der Tauberwiese nahe der Fußgängerbrücke, welche die Innenstadt mit dem Kurpark verbindet, sind betroffen. Die Kurverwaltung hat diesen Sachverhalt bereits an das Wasserwirtschaftsamt Main-Tauber-Kreis gemeldet, das für diese Gemarkung und die darauf befindlichen Bäume zuständig ist, so dass von dortiger Seite aus ebenfalls Maßnahmen gegen den Biberfraß unternommen werden können.

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Die Kurverwaltung erhielt kürzlich von Spaziergängern den Hinweis, dass sich der Biber auch im Schlosspark an mindestens drei Bäumen zu schaffen gemacht hat. Der Schlosspark ist eine Liegenschaft des Landes Baden-Württemberg, die vom Amt „Vermögen und Bau Baden-Württemberg“ in Heilbronn betreut und von den Gärtnern der Kurverwaltung gepflegt wird. Die Kurverwaltung steht mit den Mitarbeitern von „Vermögen und Bau Baden-Württemberg“ in engem Kontakt und leitet die entsprechenden Schutzmaßnahmen ein. kv/sabix