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Wichtige Hilfe für Diakonisches Werk und Psychologische Beratungsstelle - „Kirche hilft Menschen“ / Wahlen durchgeführt, aber nicht alle Posten besetzt

Förderverein „Kirche hilft Menschen – Main-Tauber-Kreis Süd e.V.” sucht neuen Vorstand

Von 
peka
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Bad Mergentheim. Mehr Mitglieder wären nötig beim Förderverein „Kirche hilft Menschen – Main-Tauber-Kreis Süd e.V.“. Coronabedingt verzögert fand die Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands statt.

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Die Aufgabe des Fördervereins bleibe die Unterstützung der evangelischen Diakonie mit ihrer Beratungsstelle in Bad Mergentheim und der ebenfalls hier angesiedelten Psychologischen Beratungsstelle des Kirchenbezirks. Das sei in den letzten Jahren schwierig gewesen, stellte der stellvertretende Vorsitzende Richard Wanner bei der Begrüßung der Mitglieder fest. Das Hauptproblem, die Neubesetzung der vakanten Vorstandsposten, sei weiterhin ungelöst. Die Corona-Pandemie habe dann nicht nur die Mitgliederversammlung 2019 unmöglich gemacht, sie habe auch alle Aktivitäten zur Aufbesserung der Kasse verhindert. Aktuell habe der Förderverein 88 Mitglieder.

Im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gleich neben dem Bahnübergang sind die Beratungsstellen zu finden. © Kessler

Noch „solides Polster“

Zwar gebe es noch ein „solides Polster“ in der Kasse, doch bei den Planungen müsse man in nächster Zeit vorsichtig sein. Die ordnungsgemäße Kassenführung bestätigte Kassenprüfer Rudolf Früh, auch im Namen von Peter Keßler. Auf Antrag von Dekanin Renate Meixner erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung für die Rechnungsjahre 2019 und 2020.

Über die Arbeit ihrer Stellen im Vorjahr informierten die Stellenleiterinnen Barbara Veeh (Diakonisches Werk) und Silke Hasselbach (Psychologische Beratungsstelle). Sie dankten dem Verein auch für die ständige finanzielle Förderung, die ihre Arbeit ganz wesentlich unterstütze.

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Die Corona-Pandemie, so stellte die Diplom-Sozialpädagogin (FH) Barbara Veeh fest, habe die Arbeit der Diakonie-Beratungsstelle wesentlich erschwert. Beratungen über Video und Telefon seien eingeführt worden. Tafelladen und Kleiderladen habe man zeitweise schließen müssen. 603 Klienten seien von der Diakonie im letzten Jahr beraten worden. Bei der „Sozial- und Lebensberatung“ gehe es dabei auch um fehlenden Wohnraum, falsch berechnete Sozialleistungen und zunehmenden Leistungsdruck. Reduziert weitergelaufen seien die Gesprächsgruppen für psychisch Kranke. Im Bereich Schwangerenberatung könne man Informationen über soziale Fragen bieten, aber auch Beratung in Konfliktfällen.

Beratungsstellen

Beide Beratungsstellen der evangelischen Kirche haben ihren Sitz in der Härterichstraße 18 (am Bahnübergang) in Bad Mergentheim.

Die Diakonie-Beratungsstelle ist geöffnet montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr. Kontakt unter Telefon 07931 / 4816980 oder per E-Mail unter mergentheim@diakonie-tbb.de.

Die Psychologische Beratungsstelle ist unter Telefon 07931 / 8069 erreichbar – montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 13 und 14 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr.

Nähere Informationen über den Förderverein „Kirche hilft Menschen“ sind zu bekommen unter der E-Mail-Adresse kirche-hilft-menschen@gmx.de. peka

Bei der Suchtberatung der Diakonie für den südlichen Main-Tauber-Kreis würden neben den Betroffenen auch viele Angehörige beraten, oft sei hier eine langfristige Begleitung erforderlich. Die Mitarbeiterinnen kümmerten sich auch um Therapievermittlung in stationäre Einrichtungen, die nötige Nachsorgebetreuung und die Selbsthilfegruppen. Groß sei weiterhin der Bedarf an Schuldnerberatung. Auch Kurberatung und -vermittlung habe man durchgeführt. Federführend sei das Diakonische Werk auch beim Bad Mergentheimer Tafelladen in der Krummen Gasse und beim Kleiderladen „Anziehend“ in der Münzgasse. Hier sei man dankbar für die zahlreichen Ehrenamtlichen, die die Arbeit ganz wesentlich trügen.

Insgesamt 716 Personen haben man in der Psychologischen Beratungsstelle beraten können, informierte Diplom-Sozialpädagogin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Silke Hasselbach. Deutlich gewachsen sei der Anteil der Erziehungsberatung, die jetzt 80 Prozent der Arbeit einnehme. Hier werde deutlich, welche Spuren Corona in den Familien hinterlassen habe.

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Face-to-face-Beratungen seien zeitweise gar nicht mehr möglich gewesen und so sei die Einführung der ohnehin geplanten digitale Beratung durch die Pandemie beschleunigt worden. „Das erforderte ein hohes Maß an Offenheit und Anpassungsleistung auf beiden Seiten“. Inzwischen habe sich gezeigt, dass man durch videogestützte Kontakte oder reine E-Mail-Beratung auch weiteren Ratsuchenden den Weg zu professioneller psychologischer Beratung ermöglichen könne.

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Schwerpunkte in der Arbeit der Beratungsstelle seien auch der „betreute Umgang“ und die „Umgangsberatung“ in Trennungs- und Scheidungssituationen gewesen. Selbst hier hätten sich digitale Beratungsformate bewährt, um „Nähe angemessen herzustellen“.

Bei den anstehenden Wahlen des Fördervereins kandidierten außer Kassenverwalter Wolfgang Schuch alle Vorstandsmitglieder wieder und wurden einstimmig bestätigt. Die Posten des Vorsitzenden und des Schriftführers konnten mangels Kandidaten nicht besetzt werden. Als neuer Kassenverwalter wurde Kirchenbezirksrechner i.R. Eberhard Daxhammer ebenfalls einstimmig gewählt. Dem neuen Vorstand gehören damit an als stellvertretender Vorsitzender (und zugleich kommissarischer Vorsitzender) Richard Wanner, als Kassenverwalter Eberhard Daxhammer, als Beisitzer Diakoniepfarrerin Simone Mielke, Susanne Schmitt und Mechthild Carlet.

Großer Dank

Dekanin Renate Meixner bedankte sich beim Vorstand für die geleistete Arbeit und würdigte die finanzielle Unterstützung der Beratungsstellen durch den Förderverein „Kirche hilft Menschen“. Die Kirche sei in Zeiten knapper Kassen auf diese Hilfe dringend angewiesen und sie hoffe, dass der Verein auch weiterhin Menschen finden werde, die ihn durch Mitgliedschaft oder Spenden unterstützen. peka

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