Das meint MdB Alois Gerig „Familienbetriebe weiter erhalten“

Lesedauer: 

Main-Tauber-Kreis. „Am Freitag entscheidet der Bundesrat aufgrund eines Gerichtsurteils möglicherweise über die Zukunft der Ferkelerzeugung in Deutschland. Wenn man bedenkt, dass schon jetzt nur noch 70 Prozent der in Deutschland gehaltenen Schweine auch hier geboren werden, versteht man meine Sorge, dass auch diese Zahl künftig weiter sinken könnte“, so Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag. Die Blockade von Bundesländern mit grüner Beteiligung habe zu erheblichen Verzögerungen bei der Entscheidung und zu Unsicherheiten geführt.

AdUnit urban-intext1

Kurzfristig erzwungene Umbaumaßnahmen in kleinen und mittleren Betrieben könnten zu einem Strukturbruch führen und zur Verlagerung der Produktion ins Ausland – und damit zu meist geringeren Tierschutzstandards führen.

Um dies zu verhindern, plane die Bundesregierung, unabhängig vom Ausgang am Freitag, umfangreiche finanzielle Hilfsmaßnahmen zur Stärkung der Betriebe. So sollen die 300 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm möglichst für Umbaumaßnahmen in der Sauenhaltung Verwendung finden und darüber hinaus sollen Lockerungen im Baurecht vorgenommen werden, um mehr Tierwohl zu ermöglichen.

„Mein Anliegen ist es, möglichst viele bäuerliche Familienbetriebe flächendeckend zu erhalten und damit die regionale Produktion hochwertiger Lebensmittel im eigenen Land zu stärken“, so Gerig.