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Nach Förderzusage Aufträge erteilt - „Fokusberatung“ bündelt und strukturiert städtischen Klimaschutz

Erste Workshops noch vor der Sommerpause

Von 
stv
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Klimaschutz in Bad Mergentheim soll in einer Gesamtstrategie gebündelt werden. Hier begutachten OB Udo Glatthaar, Stadtbaudirektor Bernd Straub und Edelfingens Ortsvorsteher Detlef Heidloff (von links) die große Photovoltaik-Anlage auf dem neuen Taubergrund-Campus. © Stadt Bad Mergentheim

Bad Mergentheim. Der Antrag der Stadt Bad Mergentheim auf Förderung einer so genannten „Fokusberatung“ zum Klimaschutz ist jetzt genehmigt und der entsprechende Auftrag umgehend erteilt worden.

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„Wir haben ehrgeizige Ziele und für die braucht es stringente Konzepte“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Die bisherigen Initiativen, erfolgreich begonnene Umweltprojekte und vor allem die künftigen konkreten Handlungsschritte gelte es nun aufeinander abzustimmen und mit einem „Fahrplan Richtung schneller Klimaneutralität“ zu strukturieren.

Die Fokusberatung hatte der Gemeinderat bereits im September 2021 beschlossen. Die Verwaltung weist darauf hin, dass sich die Förderzusage durch die bundeseigene Gesellschaft ZUG (Zukunft Umwelt Gesellschaft) um Monate verzögert hatte und ohne Förderzusage keine Beauftragung zulässig war. Nun ist der entsprechende Auftrag an das Stadtwerk Tauberfranken erteilt worden.

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Zu den Hintergründen erläutert Stadt- und Landschaftsplanerin Eva Müller, die das Thema in der Stadtverwaltung koordiniert: „Derzeit möchten sehr viele Kommunen Klimaschutz- und Beratungsförderung in Anspruch nehmen, das zeigt sich auch in der großen Nachfrage bei den Beratungsanbietern. Mit dem Stadtwerk und dem dort tätigen Team um die Klimaschutzmanagerin haben wir für Bad Mergentheim die gewünschten starken Partner an unserer Seite und bekommen eine 75-prozentige Kostendeckung durch die zugesagten Fördermittel.“ Die Stadt selbst bringt noch rund 3.600 Euro für die Fokusberatung auf.

Schwerpunkte werden die Energieversorgung, die Siedlungsentwicklung, Gebäude-Sanierung, Verkehr und Mobilität sowie die Klimafolgeanpassung sein. Und es geht nun zügig vorwärts: Am 3. Juni startet die Fokusberatung mit ersten Workshops der Verwaltung mit weiteren Fachbehörden. Noch vor der Sommerpause ist der erste große Workshop mit Mitgliedern des Gemeinderates geplant und anschließend wird es – ebenfalls noch vor der Sommerpause – einen ersten Sachstandsbericht im Gemeinderat geben.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Stadtbaudirektor Bernd Straub weisen darauf hin, dass auch die bisher erarbeiteten Konzepte (etwa die Landesgartenschaubewerbung) sowie diverse Gemeinderats-Anträge zum Themenfeld Klimaschutz in die Fokusberatung mit einfließen werden. Damit reagieren sie noch einmal auf die jüngste Rats-Sitzung, in der im Gremium eine öffentliche Diskussion geführt worden ist, ob Klimaschutz-Themen von der Verwaltung nicht schnell und konkret genug umgesetzt worden seien.

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„Da ist bei uns nichts untergegangen, sondern wir werden alle Punkte aufgreifen, priorisieren und auf Fördermöglichkeiten prüfen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, Bad Mergentheim ergeht sich beim Klimaschutz bislang in reiner Theorie“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar. In den vergangenen Jahren sei bereits einiges bewegt worden: vom ersten CO2-Fußabdruck für die Stadtverwaltung über umfangreiche Baumpflanzungen bis zur Biodiversitäts-Strategie in der städtischen Grünpflege-Praxis; von der Biotop-Verbundplanung bis zur ökologischen Ausrichtung städtischer Neubau- und Sanierungsprojekte. „Gerade haben wir mit dem neuen Schul- und Kindergartencampus in Edelfingen ein Gebäude fertiggestellt, das in der Lage ist, mehr regenerative Energie zu produzieren als es selbst verbraucht“, gibt Stadtbaudirektor Bernd Straub ein Beispiel.

Für die Stadtverwaltung selbst besteht das definierte Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein. Über aktuelle Themen und Anregungen zum Mitmachen informiert die Stadt unter www.bad-mergentheim.de/klimaschutz. stv

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