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Feierlichkeiten zum Volkstrauertag - Eindrucksvolle Gedenkfeier mit Bundestagsabgeordneter Nina Warken in Löffelstelzen

Erinnern an Opfer von Krieg und Gewalt

Von 
Kurt Fohmann
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Eine eindrucksvolle Gedenkfeier richtete die Ortschaft Löffelstelzen zum Volkstrauertag aus. © Kurt Fohmann

Eine eindrucksvolle, der Würde des Tages angemessene Gedenkfeier richtete die Ortschaft Löffelstelzen zum Volkstrauertag am Sonntag aus.

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Löffelstelzen. Nach dem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche geleitete eine Prozession, bestehend aus der örtlichen Musikkapelle, den Ministranten mit Pfarrer Thomas Frey, den Kranzträgern der Reservistenkameradschaft und einer Fahnenabordnung der Freiwilligen Feuerwehr die Gedenkredner an das Ehrenmal, wo die Gedenkfeier traditionell stattfindet. Nach Worten von Ortsvorsteher Michael Müller und einem Musikstück mit Gebeten ergriff Bundestagsabgeordnete Nina Warken als Gedenkrednerin das Wort.

Tag zum Innehalten

Der Volkstrauertag sei ein Tag zum Innehalten, zum Gedenken, Mahnen, Sich-Erinnern und zum Vergewissern. Gerade in hektischer Zeit sei es wichtig, vom Alltagsstress los zu kommen und innezuhalten.

Der Volkstrauertag erinnere nicht nur an die militärischen Opfer von Krieg und Terrorherrschaft, sondern auch an die unsäglichen Qualen ziviler Opfer und politisch Verfolgter.

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Dass man in der Europäischen Union seit Jahrzehnten friedlich und in Freiheit zusammen lebt, sei das Ergebnis gelebter Völkerverständigung, basierend auf Städtepartnerschaften, Schüleraustausch und verbindenden Wertevorstellungen.

Insbesondere für die jüngere Generation sei es kaum mehr vorstellbar, dass sich noch vor 80 Jahren zahlreiche Länder in Europa als Kriegsgegner gegenüberstanden und zu millionenfachen Todesstätten und Gräberfelder wurden. Warken machte deutlich, dass aus Zweifel und Vorurteilen Ängste, Hass und Aggressionen erwachsen, die in radikales Gedankengut münden und oft in Gewalttaten ein grausames Ende finden. Der Volkstrauertag diene dazu, in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft zu blicken. Der Blick in die Vergangenheit soll mahnen, damit eine Eskalation des Negativen verhindern wird und sich völkerübergreifendes Leid nicht wiederholt. Der Blick in die Zukunft soll auffordern, dafür zu sorgen, dass Hetzer und Spalter keinen Einfluss auf unsere Bevölkerung haben.

Ortsvorsteher Michael Müller ging in seiner Ansprache auf die Entstehung und die Bedeutung des Volkstrauertages ein, der 1920 als Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen wurde. Die Hoffnung, den Schrecken zum Frieden zu wandeln, wurde mit dem nur 20 Jahre später aufflammenden Zweiten Weltkrieg grausam zunichte gemacht. Erst mit dem Projekt „ Europa“ so Müller weiter, sei diese Hoffnung Realität geworden. Bis heute prägend sei die Vorbildfunktion der Europäischen Union für ein freiheitliches und friedliches Miteinander. 51 Gefallene und Vermisste hatte Löffelstelzen in den Kriegen zu beklagen. Das Gedenken an diese Toten und Vermissten müsse, so Michael Müller, „für uns immer wieder zur Mahnung werden, aus der Vergangenheit Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen und danach zu handeln“. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass der Volkstrauertag stets aufs Neue zum Anlass genommen werden solle, einen eigenen Beitrag zum Frieden zu leisten: „Ein jeder von uns nach seinen Möglichkeiten“, so Müller.

Die gemeinsame Kranzniederlegung mit Nina Warken und Oberstleutnant Sascha Pink vom Luftwaffentruppenkommando Köln beendete die eine eindrucksvolle und bewegende Gedenkfeier.

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