„New Jazzattack“ - Publikum war begeistert / Drei junge Nachwuchsmusiker beeindruckten Energiegeladener Sound im Markelsheimer Zehntkeller

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pm
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Einen gelungenen Abend erlebten die Gäste mit „New Jazzattack“. © Volker Sprenger

Markelsheim. Die „New Jazzattack“-Bigband veranstaltete ihr traditionelles Weihnachtskonzert am Samstag vor Heiligabend im sehr gut besuchten Zehntkeller.

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Gleich zu Beginn konnten sich die Freunde der Jazzmusik über den energiegeladenen Sound von „Love for Sale“ von Cole Porter und den Solis von Susanne Jahrmann, Christoph Lewandowski und Dirk Rumig freuen. Weiter ging es mit einer Ballade, „A time for love“ von Sammy Nestico, bei welcher Ulrich Dieter auf der Posaune zeigte, welch ein schöner warmer Sound erspielbar ist. Herausragend gespielt und wie aus einem Guss in den Soloparts konnten sich die Gäste etwa bei „Every Summer Night“ von Robert Curnow von der Virtuosität des Bandleaders Lewandowski überzeugen.

Bei der Funknummer „Caravan“ von Duke Ellington nahmen Susanne Jahrmann und Dirk Rumig im abwechselnden Solospiel die Gäste mit in eine faszinierende Welt orientalischer Klänge.

Vor der Pause sang sich Anja Ball mit „Santa Baby“ und „Winter Wonderland“ in die Herzen der Zuhörer; eine Version von Dave Wolpes und die andere von Jack Coopers Version. Die Herausforderung an diesem Stück war also, die beiden Arrangements stimmig zu vereinen.

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Eine besonders süße Überraschung gelang mit den drei Nachwuchsmusikerinnen – alles Kinder von Bandmitgliedern – Julia Lewandowski, Romina Müller (beide Trompete) und Lauren Frank (Klarinette): Als sie das Intro „Sandmann, lieber Sandmann“ zum Besten gaben verzückten sie alle Anwesenden bevor es mit „Mister Sandman“ von Pat Ballard weiterging.

Bei „Buckeye Blues“, einem Stück, das Jiggs Wigham bei seinem letztjährigen Auftritt mit der Band den Posaunen widmete, durfte Sebastian Frank zusammen mit Ulrich Dieter den Solopart übernehmen. Weitere Stücke von Bob Minzer, „A children Song“ mit komplexen Sounds aus dem Keybord von Kai Müller oder „The Raven Speaks“ von Keith Jarrett zeigten, welche Bandbreite „New Jazzattack“ erspielen kann.

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Bei „Crusin for a Bluesin“ von Andy Weiner war der Saxophonsatz gefordert. Die in diesem Stück enthaltenen 64 Takte unisono wurden mit Bravour gemeistert und als auch Daniel Tornier sein rhythmisches Talent an den Drums mit einem Solo unterstrich, bedankte sich das Publikum mit reichlich Applaus.

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Mit „Let it snow“ von Bob Lowden und „Rudolph the red-nosed reindeer“ von Bernd Frank kamen wieder weihnachtliche Klänge in den gemütlichen Zehntkeller. Vokalistisch unterstützte dabei Anja Ball. Die Zugabe „A Child is born“ von Thad Jones konnte nicht passender sein.

Der gelungene Abschluss eines abwechslungsreichen und kurzatmigen Abends wurde mit frenetischem Applaus des Publikums gewürdigt. pm