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Jugendmusikschule Bad Mergentheim

Endlich wieder ein Schuljahr mit Konzerten

Großes Jahreskonzert mit vielen jungen Talenten

Von 
stv
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Die Jugendmusikschule verabschiedete die langjährige Klavierpädagogin Susanne Bunya-Schön (Mitte) in den Ruhestand. Links Hubert Holzner (Stellvertretender Musikschulleiter) und Bürgermeister-Stellvertreterin Manuela Zahn. © Stadt

Bad Mergentheim. Mit ihrem großen Jahreskonzert hat die Bad Mergentheimer Jugendmusikschule das Schuljahr beendet. „Endlich war es wieder möglich, Konzert-Akzente zu setzen“, freut sich Leiterin Bianca Dell im Rückblick.

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Schon im Oktober war es gelungen, im Rahmen der „Jüdischen Kulturtage“ ein Konzert im Residenzschloss zu veranstalten. Im Mai konnte die „Musizierkiste“ als Tag der offenen Tür wieder stattfinden. „Und wir konnten wieder Instrumentenvorstellungen in den Grundschulen umsetzen, was unsere Lehrkräfte sehr gefreut hat, da sie dabei im direkten Kontakt mit Kindern die Faszination der einzelnen Instrumente veranschaulichen können“, so Dell.

Mit Klassenvorspielen und dem großen Konzertnachmittag im Mai im Kurpark war dann das Frühjahr endgültig wieder mit Musik erfüllt. Zuletzt stand nun der große Schuljahresabschluss in der Wandelhalle an, bei dem sich Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn, Lehrkräfte und Nachwuchs-Talente über großes Interesse freuen durften. Mit einem Programm, das besonders der Sololiteratur und der Kammermusik gewidmet war, ließ die Städtische Jugendmusikschule das Schuljahr ausklingen. Der festliche Auftakt wurde vom Duo Sebastian Knauff, Klavier und Kairon Scott-Backes, Trompete präsentiert, die bereits im Frühjahr sehr erfolgreich am Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ teilnahmen.

Ihren ersten Auftritt auf großer Bühne meisterten die beiden jungen Trompeter Luka Steiner und Johann Wagener, ebenso aus der Trompetenklasse von Henry Martinez. Einen sommerlichen Mückentanz und ein barockes Rondo präsentierten Aurelia Siemann und Pia Blank jeweils begleitet von ihrem Violinlehrer Anton Lehle.

Die musikalisch anspruchsvolle Seite der Blockflöte, die häufig als „Anfängerinstrument“ belächelt wird, zeigte Luise-Esther Bill gemeinsam mit ihrem Lehrer Fabian Schnaidt, beide auf der Altblockflöte. Sehr selten gehört, aber immer wieder mit faszinierendem Klang spielte Sarah Schieser aus der Klasse von Annette Darringer auf ihrer Harfe. Nachdem der Förderverein die neu angeschaffte Bassklarinette an Teresa Nuber, eine Schülerin der Klarinettenklasse von Annette Hirt, übergeben konnte, ist Hubert Holzner, Lehrkraft für tiefe Blechblasinstrumente, immer noch auf der Suche nach mutigen Schülerinnen oder Schülern, die sich in die tiefen Gefilde der Blechbläsermusik wagen und sich für die Kindertuba interessieren. Diese kann man bereits ab einem Alter von acht Jahren spielen.

Theresa Nuber und Hubert Holzner boten mit „Dixie Day“ von Franz Kanefzky ein kurioses musikalisches Duett. Mit ihrer Klarinetten-Kollegin Sophie-Beatrix Bill und ihrer Lehrerin Annette Hirt hörte man die Bassklarinette in einer typischen Klarinetten-Ensemblebesetzung. In vorwiegend tiefe Register, aber klanglich eine andere Welt tauchten Maren Lempp und ihre Lehrerin Eva Brönner am Violoncello mit dem Allegro aus dem Duo IV des französischen Komponisten Jean-Baptiste Bréval ein. Dessen Landsmann Benjamin Godard war der Komponist der Suite op. 116, die Nikol Glukhova auf der Querflöte, am Klavier begleitet von ihrer Lehrerin Claudia Wallny, musizierte.

Hoher Stellenwert

Das Fagott bildet normalerweise das klangliche Fundament des Holzbläser-Registers. Dass es aber auch als Soloinstrument in Erscheinung treten kann, zeigte Benedikt Patzelt in der Sonate in B von Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam mit seinem Lehrer Fabian Schnaidt.

Das Pop-Spektrum genießt an der Jugendmusikschule ebenfalls einen hohen Stellenwert. Dies zeigte Marie Wolpert aus der Klasse von Gerda Traub mit einem Klavierarrangement des Songs „All Of Me“ von John Legend. Musikalische Vielseitigkeit bewiesen Luise-Esther und Sophie-Beatrix Bill, die neben ihren Instrumenten auch als Gesangsduo auftraten. Einstudiert von ihrer Lehrerin Yvonne Albes und begleitet am Klavier von Susanne Bunya-Schön interpretierten sie „Chim Chim Cher-ee“ aus dem Walt-Disney-Film „Mary Poppins“.

Dass die Zeit an der Jugendmusikschule auch für Nicht-Profis der Grundstein für lebenslanges Musizieren auf hohem Niveau sein kann, zeigten Svenja Ulshöfer und Philipp Freyburger an Oboe und Englisch-Horn. Sie waren weit angereist, um mit ihrer ehemaligen Oboen-Lehrerin Christiane Stribel-Berge das anspruchsvolle Trio für zwei Oboen und Englisch-Horn op. 87 von Ludwig van Beethoven zu musizieren.

Den beiden E-Gitarristen Yoan Rautenberg und Kenneth Buchanan, dem Keyboarder Vinzenz Brunner, dem Drummer Tilman Rüger und dem E-Bassisten und Leiter der Rockband Rehan Syed merkte man an, dass es ihnen nach langer Pandemiezeit eine große Freude bereitete, endlich wieder vor Publikum aufzutreten und das Konzert mit groovigen Stücken zu beenden.

Der Rahmen des Jahreskonzertes wurde auch genutzt, um für nicht so bekannte, aber für die Ensemble- und Orchesterarbeit dringend notwendige Instrumente zu werben. Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn verabschiedete zudem die langjährige Klavierpädagogin Susanne Bunya-Schön in den Ruhestand. Neben ihrer sehr erfolgreichen Tätigkeit als Klavierlehrerin ist Susanne Bunya-Schön auch als Kammermusikerin sehr geschätzt.

Das jüngst beim Landeswettbewerb erfolgreiche Duo wurde ebenso wie viele Solistinnen, Solisten und Ensembles in den vergangenen Jahrzehnten von Susanne Bunya-Schön betreut. stv

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