Jahreshauptversammlung - Obst- und Gartenbauverein blickte auf 2018 zurück Die Biene: Das drittwichtigste Nutztier

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Wachbach. Im voll besetzten Saal des Gasthauses Linde ging Schriftführer Otto Schäfer bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Wachbach auf das Jahr 2018 ein.

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Er blickte zurück auf den Vortrag von Andreas Sprügel zum Thema Vorgartengestaltung und auf die Blütenwanderung auf dem Hachteler Berg. Das Weißwurstessen sowie der Vereinsgrillabend, die jeweils erstmalig am Ritterplatz stattfanden, waren beide sehr gut besucht. Der Jahresausflug ins Salzbergwerk Friedrichshall war verbunden mit einer Schifffahrt. Die alljährliche Weihnachtsfeier mit einer Bildernachlese und humorvollen Videoclips – gestaltet von Alois Herberger und Karl Wolfarth – rundete 2018 ab.

Der Vereinskassier Erich Letter berichtete über ein stabiles Vereinsvermögen. Kassenprüfer Anton Scheidel bestätigte eine akkurate Führung. Ortsvorsteher Hermann Dehner nahm die Entlastung des Vorstandes vor. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ verkündigte der Vorstand Herbert Frey, dass bedingt durch zwei Sterbefälle und sechs Neuzugänge der Verein eine Mitgliederzahl von 113 aufweist. Weiter berichtete er, dass die Terminankündigungen auch im Mitteilungsblatt Markelsheim/Apfelbach erscheinen. Am Schluss der Versammlung bedankte er sich nochmals bei seinen Ausschussmitgliedern sowie allen die den Verein mitgestalteten.

Klaus Müller, Hobbyimker und Schulungsreferent des „Landesverbandes der Badischen Imker“ aus Ravenstein-Merchingen, betonte gleich zu Beginn seines Vortrages, dass, wenn er von Bienen spreche, auch immer sämtliche bestäubende Insekten mit eingeschlossen sind. Dies sind vor allem Wildbienen, Hummeln, Hornissen, Schmetterlinge und Wespen. Danach stellte er die drei Bienenwesen, die Arbeiterinnen, die Drohnen und die Königin vor. Umfassend erklärte er die Arbeiten, die von den einzelnen Arten während des gesamten Jahres erledigt werden. Thematisiert wurde auch die Stärke eines Bienenvolkes. Zurzeit befinden sich circa 8000 bis 12 000 Bienen im Stock. Bis zum Frühsommer wächst die Zahl dann auf 40 000 bis 60 000 an.

Bestäubung durch Insekten

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Auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Bienen ging er ebenfalls ein und berichtete, dass nur das Rind und das Schwein größeren Nutzen für die Natur und den Menschen erbringen. Volkswirtschaftlich spricht man von über zwei Milliarden Euro, die in Deutschland zu Buche schlagen. Acht bis zehn Prozent dieser Summe landen bei den Imkern für die Erzeugung von Honig, Blütenpollen, Propolis und Wachs. Noch wichtiger: 85 Prozent aller Kultur-, Nutz- und Wiesenpflanzen sind auf Bestäubung durch Insekten angewiesen. Durch den Prozess gibt es einen höheren Ertrag, größeres Gewicht, besseren Geschmack, bessere Lagerfähigkeit und ein besseres Säure-Zucker-Verhältnis. Weiterhin keimen die Saaten besser und besitzen höhere Fruchtbarkeit. Enorm wichtig ist auch, zu erwähnen, dass durch die Bestäubung die Artenvielfalt erhalten bleibt. Der Redner, welcher 20 Bienenvölker betreut, ging darauf ein, wie ein insektenfreundlicher Garten aussehen sollte. Viele früh-, mittel-, und spätblühende Pflanzen mit einfachen Blüten sind wichtig. Blumenwiese anstatt Rasen, naturbelassene Ecken mit Bruchsteinen, Sand, Totholz, Hügeln und Senken ebenso. Kleine Biotope, Nistplätze und Tränken mit Landemöglichkeiten runden das Ganze ab. Weniger erfreut zeigen sich die Insekten, wenn sie großflächige Steingärten, torfhaltige Blumenerden und gefüllte Blüten vorfinden. Auf den Einsatz von Pestiziden sollte weitgehend verzichtet werden. Wie bereits aus Presse und Rundfunk bekannt, hat sich die Zahl der Insekten bereits dramatisch verringert. Jedoch stellt man auch fest, dass sich die Anzahl der heimischen Singvögel von Jahr zu Jahr verringert.

Für 2019 hat der Verein wieder einige Veranstaltungen geplant. Am Samstag, 23 März, findet um 13 Uhr ein Schnittkurs mit Arbeitseinsatz am Baumlehrpfad statt. Ein Weißwurstessen am Ritterplatz gibt es am Sonntag, 2. Juni. Der Ausflug zur „Buga“ nach Heilbronn findet am Sonntag, 7. Juli, statt. Zurück auf den Ritterplatz geht es am Samstag, 3. August, zum Grillen. Die Weihnachtsfeier im Gasthaus Linde am Samstag, 14. Dezember, rundet 2019 ab.