In der Schlosskirche - Bach-Kantaten vor Heiligabend „Cappella Nova“ mit Andacht und festlichem Glanz

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Bad Mergentheim. Unter der Leitung von Professor Karl Rathgeber, führen der Chor Cappella Nova, das Bachorchester Würzburg sowie die Solisten Franziska Bobe (Sopran), Anneka Ulmer (Alt), Andreas Weller (Tenor) und Martin Schicketanz (Bass), einen Tag vor dem Heiligen Abend um 16.30 Uhr, die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums sowie die Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“, BWV 62, auf.

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Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist nach Einschätzung der Evangelischen Kirche in Deutschland sogar 284 Jahre nach seiner Uraufführung das beliebteste kirchenmusikalische Werk.

Für viele Menschen beginnt die weihnachtliche Vorfreude dann, wenn die ersten fünf Töne der Pauken erklingen, die der Chor später mit den Worten „Jauchzet, frohlocket“ aufnimmt.

Streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein Oratorium, sondern um sechs Kantaten, in denen die biblische Weihnachtsgeschichte dargestellt wird. Bach schuf so eine unvergleichliche Komposition voll musikalischer Pracht, festlichem Glanz und innerer Andacht, deren Reiz man sich nicht entziehen kann. „Ohne Weihnachtsoratorium kein Weihnachten“, unzähligen Musikfreunden geht es so. Wenn „Jauchzet, frohlocket“, „Wie soll ich dich empfangen“ „Herrscher, des Himmels“ und weitere eingängige Chorsätze und Arien erklingen, rückt der Stress der vergangenen Tage in den Hintergrund. Obwohl Weihnachten bei Bachs zu Hause noch völlig anders gefeiert wurde, als wir es heute tun, traf er den richtigen, überzeitlichen Ton.

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Die Kantate Nr. 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“, ergänzt das Weihnachtskonzert. Bach schrieb sie in seinem zweiten Jahr in Leipzig für den ersten Advent und führte sie am 3. Dezember 1724 erstmals auf. Die Choralkantate basiert auf Martin Luthers Lied „Nun komm, der Heiden Heiland“, dem Wochenlied für den ersten Advent.