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Arbeitskreis Asyl Bad Mergentheim - Jetzt wieder regelmäßig am ersten Samstag im Monat. In Sorge um die Angehörigen in der Ukraine

Café International stößt auf großen Zuspruch

Von 
HP
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Die Mienen machen es deutlich: Die Flüchtlinge aus der Ukraine sind dem Krieg entflohen, aber sie machen sich große Sorgen um ihre Angehörigen. Das wieder eröffnete Café International ist ein idealer Treffpunkt, um sich auszutauschen und miteinander in Kontakt zu bleiben. Die Veranstaltung findet jetzt wieder regelmäßig am ersten Samstag im Monat statt. © Kuhnhäuser

Bad Mergentheim. Lange hat es gedauert, denn die Pandemie verhinderte für knapp zweieinhalb Jahre diese Veranstaltung. Am vergangenen Samstag konnte das „Café International“ wieder seine Türen öffnen, und der Zuspruch war „großartig“, wie Horst Hoffmann vom Arbeitskreis Asyl sagte. „Der Saal war voll.“ Das „Café International“ findet jetzt wieder regelmäßig an jedem ersten Samstag im Monat ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Härterichstraße statt.

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Bei Limo, Kaffee und Kuchen verging die Zeit wie im Fluge. Insbesondere die Kinder „hatten ihren Spaß“, berichtete Hoffmann. Dass vorwiegend Frauen und Kinder aus der Ukraine kamen, „ist zeitbedingt. Aber die brauchen den Austausch mit anderen ja besonders, sie sind ja noch nicht lange da und müssen sich noch einleben“, erklärte Hoffmann.

Und auch der FN-Reporter konnte es feststellen: Die Sorge um die Männer und die Familienangehörigen, die noch in der Ukraine sind, bestimmt den Alltag der Flüchtlinge. „Die Kinder vermissen ihre Väter sehr“, sagte dann auch eine Ukrainerin, die schon lange in Deutschland lebt. Und: „Viele wissen ja nicht, wie es den Ehemännern und den anderen Angehörigen aktuell geht. Die ständigen Angriffe, die Ungewissheit, das zerrt an den Nerven.“

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Von
Sascha Bickel
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Immerhin: Für eine paar Stunden konnten die Sorgen hinten angestellt werden; es überwog die Freude, sich in ungezwungener Atmosphäre zu treffen und miteinander sprechen zu können. Eine Mutter machte es deutlich: „Es ist eine sehr schöne Veranstaltung, man ist hier nicht mehr so alleine und kann sich mit anderen austauschen“, sagte die Ukrainerin, die mit ihrer Tochter im März nach Bad Mergentheim kam. „Hier fallen keine Bomben, hier ist Frieden“.

„Anna“ und ihre Tochter genossen den Nachmittag, auch weil viele da waren, die wie sie zwar dem Krieg entfliehen konnten, den damit verbundenen Leiden und Sorgen aber nach wie vor verbunden sind und sich in ein neues Umfeld mit neuen Nachbarn einfinden müssen.

Außerdem gab es auch einen weiteren guten Grund zur Freude, denn das Jugendrotkreuz des DRK-Ortsvereins Bad Mergentheim war im Café International präsent.

Im Rahmen der Aktion „Kinder helfen Kindern“ verteilten sie 80 Trainingsanzüge für Schülerinnen und Schüler – eine „tolle Sache“, wie der neue DRK-Ortsvereinsvorsitzende René Föhr sagte, der mit seiner Familie die nötigen Daten notierte. Die Trainingsanzüge wurden über eine Spende einer Hollenbacher Sportartikelfirma an den DRK-Kreisverband Bad Mergentheim beschafft. HP

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