Turmblasen - Die Stiftung der Fränkischen Nachrichten startete in die 65. Saison / Stadtkapelle und Bläserquartett unterhielten das Publikum bestens Bunte Mischung vom Feinsten geboten

Von 
Barbara Kurz
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Stimmungsvoll: Die Stadtkapelle bei der Serenade auf dem Deutschordenplatz anlässlich des Eröffnungs-Turmblasens. © Bettina Semrau

Kalt aber trocken war das Wetter, als das Turmblasen – eine Stiftung der Fränkischen Nachrichten – am Freitag in die 65. Saison startete.

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Bad Mergentheim. Zahlreiche Zuhörer lauschten beim Eröffnungsturmblasen auf dem Deutschordenplatz den getragenen und flotten Klängen der Stadtkapelle Bad Mergentheim und den von einem Bläserquartett hoch oben im Bläserturm des Deutschordenschlosses angestimmten Weisen.

Mit dem Marsch „Von der Tann“ marschierten die 35 Musiker und Musikerinnen der Stadtkapelle Bad Mergentheim, unter der Leitung von Stadtkapellmeister Hubert Holzner, vom Marktplatz zum Deutschordenplatz, wo pünktlich um 21 Uhr die Serenade zur Eröffnung der Saison des FN-Turmblasens startete. Zuvor hatte der Wachaufzug der Historischen Deutschorden-Compagnie zu Mergentheim für geschichtliches Flair gesorgt.

Im Wechsel spielten dann das Quartett der Stadtkapelle im Bläserturm hoch über der Stadt, mit den Damen und Herren des städtischen Orchesters – zur Freude des in großer Zahl erschienenen Publikums.

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Das abendliche Konzert begann mit der „Concert Fanfare“ von Kees Vlak, einer vom hohen Blech dominierten strahlenden, kraftvollen Hymne. Einen Gruß an den Mai sendeten im Anschluss die vier Musiker Maximilian Ortmeier, Uwe Kurz (beide Trompete), Markus Schelske (Waldhorn) und Rainer Stephan (Posaune) mit dem Volkslied „Der Mai ist gekommen“ – das Publikum auf dem Deutschordenplatz lauschte andächtig.

1954 war die liebgewonnene Tradition durch den damaligen FN-Chefredakteur Fritz Behr ins Leben gerufen worden. Während der Sommermonate spielte seitdem jeden Freitag zunächst der legendäre Stadtmusikdirektor Kurz Hinze ein Abendständchen vom Bläserturm, sein Nachfolger war ab 1968 Rudi Braun. Von 1988 bis 2013 stieg Solotrompeter Uwe Kurz wöchentlich die 202 Stufen hinauf ins Turmstübchen, um volkstümliche Weisen über der Stadt erklingen zu lassen. Vor fünf Jahren nun übernahm Maximilian Ortmeier die Aufgabe des Turmbläsers und lässt seither einmal freitags im Monat seine Melodien hoch über der Stadt erklingen.

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Zum Start in die Saison tritt zusätzlich seit nunmehr 65 Jahren die Stadtkapelle Bad Mergentheim mit eine abendlichen Konzert auf dem Schlossplatz an. Während des fast einstündigen Programms präsentierten die Musikerinnen und Musiker eine anspruchsvolle Mischung von Werken, die von getragenen Volksliedern über Walzer bis hin zum flotten Swing reichten: „Make Our Garden Grow“ von Leonard Bernstein, „Wiener Praterleben“ oder das Fusionjazz-Stück „Birdland“ von Joe Zawinul wechselten sich mit den Volksliedern „Der Mond ist aufgegangen“ und „Im Krug zum grünen Kranze“ ab – ein Crossover-Programm vom Feinsten.

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Den Zuhörern gefiel die bunte Mischung, die traditionell mit dem Deutschmeister-Regimentsmarsch von Wilhelm August Jurek endete. Das Quartett auf dem Turm verabschiedete sich mit dem Abendlied „Guten Abend, gut’ Nacht“ – die Zuhörer lauschten beseelt und viele sangen leise mit – die Saison des FN-Turmblasens wurde mit dieser Serenade stimmungsvoll eröffnet.