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Im Bereich der Kurstadt

Biotopflächen schützen und vernetzen

Geländebegehungen für Verbundplanung

Von 
stv
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Bad Mergentheim. In Bad Mergentheim gehen die Arbeiten an einer umfassenden „Biotopverbundplanung“ weiter. Jetzt sind erste Ergebnisse der Geländebegehungen vorgestellt worden.

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Viele wertvolle Biotopflächen gingen und gehen durch Nutzungsänderungen sowie Bebauung und Zerschneidung verloren. Hierbei ist auch die Isolation der einzelnen Biotopflächen. Für die dort vorkommenden Arten ist die Fläche meist zu klein, um zu überleben. Ebenfalls kann kein genetischer Austausch mehr stattfinden. Dies führt zum Verlust der biologischen Vielfalt.

Um die heimischen Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume nachhaltig zu sichern und funktionsfähige, ökologische Wechselbeziehungen zu bewahren, wieder herzustellen un zu entwickeln, macht die Stadt eine Biotopverbundplanung. Damit wurde im Herbst 2021 beauftragt.

Bereits seit Juni finden Geländebegehungen zur Erfassung des aktuellen Zustandes der Kern- und Suchlebensräume statt. Nun wurden erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei sind auch die Möglichkeiten, was konkret für die Biotope und deren Vernetzung getan werden kann, mit Vertretern von Naturschutz, Landwirtschaft und Jägervereinigung abgestimmt worden.

Die Bestandsaufnahme besagt, dass das Gemeindegebiet immer noch eine hohe Strukturvielfalt an Lebensräumen aufweist. Besonders die Lebensräume der trockenen Standorte stellen für Bad Mergentheim charakteristische Bereiche dar. Daher wird sich die Biotopverbundplanung stark auf diese Lebensräume konzentrieren, ohne die Lebensräume der mittleren und feuchten Standorte zu vernachlässigen.

„Trotz der vorhandenen Strukturvielfalt ist zu erkennen, dass gerade Magerrasenflächen zunehmend der Sukzession unterliegen. Das bedeutet, dass sie sich sozusagen wieder zurückentwickeln und damit als Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt verloren gehen. Gründe hierfür liegen in der Nutzungsaufgabe aufgrund der schweren und oft unrentablen Bewirtschaftung der Flächen“, so Landschaftsplanerin Eva Müller.

Allen wurde anhand verschiedener Beispielflächen aufgezeigt, wo die aktuellen Probleme liegen und wie diese gelöst werden könnten. Für das Planungsbüro besonders wichtig ist, dass die noch festzulegenden Projekte für eine Stärkung der Biotope auf den jeweiligen Flächen realistisch umzusetzen sind. Hierbei spielen zum einen die Kooperation zwischen Beteiligten sowie die mögliche Kombination notwendiger Maßnahmen mit geeigneten Förderinstrumenten, wie dem landwirtschaftlichen Förderprogramm Fakt, eine essenzielle Rolle.

Nach Abschluss der Analysen werden konkrete Handlungsflächen und Maßnahmenkennblätter definiert und vorgestellt. stv

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