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Bildung in Zeiten der Corona-Krise - Grundschule Stadtmitte versucht gewohnte Aktivitäten wieder aufzunehmen und Abwechslung zu bieten

Bildung: Den Schulalltag gilt es trotz Corona-Pandemie zu meistern

Von 
gs
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Schule in Corona-Zeiten: Die Klassen zwei bis vier erkundeten die Stadtbücherei – mit Maske. © Grundschule Stadtmitte

Bad Mergentheim. Corona belastet besonders auch das Bildungssystem. Schüler und Lehrer stellen sich dem schwierigen Alltag und versuchen das Beste daraus zu machen. Katja Serdaroglu von der Schulleitung der Grundschule Bad Mergentheim gibt Einblicke, wie man versucht, gewohnte Aktivitäten wieder aufzunehmen und etwas Abwechslung in Corona-Zeiten zu bieten.

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„Zu Beginn des Schuljahres 2021/22 war die Erinnerung an Schulschließung und Wechselunterricht noch sehr präsent. Zu prägend waren Erfahrungen und Folgen, die aus dieser Zeit resultierten. Umso freudiger starteten alle Beteiligten im September in den Präsenzunterricht. Natürlich war und ist nicht alles wie vor Corona. Die Maßnahmen, die in der Schule getroffen wurden, um die Bevölkerung bestmöglich vor einer Infektion zu schützen, sind hinlänglich bekannt.“

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Kreative Wege beschritten

Mit kreativen Wegen versucht auch die Grundschule, den Kindern trotz Corona ausgleichende Momente zu verschaffen. Serdaroglu: „Durch einen Anruf des ehemaligen Schulleiters Franz Adam wurde die Grundschule auf das EU-Förderprogramm Schulobst aufmerksam. Seit Beginn des Schuljahres beliefert uns nun die Gemüsehandlung Rupp alle zwei Wochen mit saisonalem Obst. Der Ansturm auf die kostenlose Extraportion Obst in der Pause ist riesig. Eine klare Empfehlung von unserer Seite an alle Schulen der Region, sich an diesem Förderprogramm zu beteiligen und den Kindern dadurch eine gesunde Abwechslung zu bieten.“

Ein weiterer Baustein des Schullebens sei durch die Reaktivierung externer Partner wieder aufgenommen worden. So fänden die Angebote der Kinder-Hector-Akademie wieder statt, auch die Lesepatinnen könnten an die Schule kommen.

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Die Zeit, die die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen mit den leseschwachen Kindern aus Klassenstufe zwei verbrächten, sei unbezahlbar und „wir sind dankbar dafür, dass die Lesepatinnen trotz der unruhigen Zeiten zu uns kommen“. Weitere externe Partner seien durch die Aktion des Landes „Lernen mit Rückenwind“ an die Schule geholt worden.

Lernlücken schließen

Ziel dieses Programms sei es, durch Corona entstandene Lernlücken zu schließen. „Nach den Herbstferien starteten verschiedene Kurse an unserer Schule, zum Beispiel zum Thema ,Lesen und Texte erschließen’, ,Förderung mathematischer Basiskompetenzen’ sowie zum Thema ,Vorlesen und dazu basteln’“, so Serdaroglu.

Zum Ende des Kalenderjahres habe es an den Schulhäusern noch einige besondere Highlights gegeben. In den Klassenstufe zwei bis vier habe der Besuch der Stadtbücherei auf der Tagesordnung gestanden. Die Viertklässler, die in Klasse drei auch mit vielen Entbehrungen zu kämpfen hatten, seien mit ihren Klassenlehrern zum Kinoabend in die Schule zusammengekommen.

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Ausgleich zum Unterricht

In den Klassenstufe eins und zwei hätten die Kinder am Winterbasteltag einen Ausgleich zum Unterricht erlebt. Die Freude der Kinder darüber, einfach nach Lust und Laune malen, kleben und basteln zu können, sei riesengroß gewesen. „Außerdem wurde noch ein Gemeinschaftsprojekt durchgeführt. Jedes der 160 Kinder aus dem Schulhaus in der Au durfte seinen Handabdruck an der weißen Wand im Zwischenraum hinterlassen.“ Mit einem Hauch vorweihnachtlicher Magie beglückte dann noch Schulsozialarbeiter Simon Münch die Erst- und Zweitklässler sowie deren Klassenlehrerinnen. Die Zaubershow bot mit ihrem Tiefgang Gelegenheit mit den Kindern zu reflektieren und soll auch Anlass für die Weiterarbeit sein.“

So oder so ähnlich lief es an vielen Schulen zuletzt. Die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen und macht vieles kompliziertes, schöne und abwechslungsreiche Erlebnisse soll es aber trotzdem geben. gs

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