Feuchtbiotop „Saubrunnen“ in Löffelstelzen - Flächendeckender Bewuchs / Sanierung Beste Voraussetzungen für Amphibien

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ovl
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Ortsvorsteher Michael Müller (links) und Karl-Heinz Geier vom Umweltschutzamt bei einer Besprechung am Feuchtbiotop „Saubrunnen“. © Ortsverwaltung Löffelstelzen

Löffelstelzen. Das Feuchtbiotop „Saubrunnen“ ist in den letzten Jahren immer mehr zugewachsen und eine freie Wasserfläche war nicht mehr festzustellen. Jetzt wurde es saniert.

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Der flächendeckende Bewuchs im Feuchtbiotop „Saubrunnen“ verhinderte die direkte Sonneneinstrahlung und somit die Erwärmung des Gewässers in den Frühjahrsmonaten. Der Teich war somit als Laichgewässer für Amphibien völlig ungeeignet. Für Ortsvor-steher Michael Müller war es ein großes Anliegen, eine Sanierung und ökologische Aufwertung des Laichgewässers durchzuführen. In enger Abstimmung mit Karl-Heinz Geier vom Umweltschutzamt beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis wurde diese Maßnahme geplant.

Gezielte Entfernung

Begonnen wurde die Sanierung mit der gezielten Entfernung beschattender Gehölze wie Bäume, Hecken und Sträucher Anfang 2020 und es konnte eine bessere Besonnung des Stillgewässers erreicht werden. Des Weiteren wurde der in dem Gewässer abgelagerte Schlamm und Laubeintrag ausgebaggert und die Böschungskante befestigt.

Dabei wurde die Frosttiefe von 80 Zentimeter, in die sich die Kleinlebewesen zurückziehen, berücksichtigt. Ebenso wurde die alte Teichfolie entfernt und erneuert. Einige ehrenamtliche Helfer unterstützten den Ortsvorsteher bei der Umsetzung und leisteten zahlreiche Arbeitsstunden. Die immer heißeren Sommermonate und wenig Niederschläge das ganze Jahr über, machen es den Biotopen nicht leicht, in voller Pracht zu erstrahlen.

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Durch diese Pflegemaßnahmen erhofft man sich, dass steigende Bestandszahlen baldmöglichst erreicht werden und wieder selten gewordene Amphibienarten wie Erdkröte, Grasfrosch, Teich- und Bergmolch und weitere sich ansiedeln. Neben den verschiedenen Amphibienar-ten werden auch zahlreiche weitere Arten (zum Beispiel Libellen) von dieser Artenschutzmaßnahme profitieren. Die Optimierung und Neugestaltung von Feuchtbiotopen und den daran gebundenen Tier- und Pflanzenarten ist ganz im Sinne der Naturschutzstrategie des Landes. Das Feuchtbiotop dient auch als Tränke für Vögel, Insekten und Wildtiere. Karl-Heinz Geier und Michael Müller freuen sich über das gelungene Projekt und bedankten sich bei allen Helfern für ihre Unterstützung. Alle Beteiligten sind sich einig, dass dieser abgelegene Tümpel in neuem Glanz erstrahlen kann. ovl