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Sparkasse Tauberfranken - Spende für ehrenamtliche Rehkitzrettung mit Drohne und Wärmebildkamera

Beitrag zur Rettung der heimischen Wildtiere

Von 
pm
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Das Bild zeigt von links Thorsten Zahn (Kreisjägervereinigung), Silke Benchert (Sparkasse), Walter Franke (Rehkitz- und Wildtierrettung), Hariolf Scherer (Kreisjägervereinigung) sowie Peter Vogel (Sparkasse). © Fabian Gebert

Bad Mergentheim. Wenn man hochrechnet, sterben jedes Jahr in Deutschland laut Wildtierstiftung rund 100 000 Rehkitze bei Mäharbeiten von Landwirten. In der Setzzeit von Ende April bis Juni müssen daher die Jungtiere vor der Mahd in Sicherheit gebracht werden. Dies ist nur per Drohne mit Wärmebildkamera sicher und zuverlässig möglich, da Jungtiere geruchslos und praktisch unsichtbar im hohen Gras liegen.

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Die Tierkinder werden von ihrer Mutter im hohen Gras abgelegt, um sie vor Angriffen von Feinden zu schützen. In den ersten Tagen nach ihrer Geburt verbleiben sie dort. Bis sich der Fluchtinstinkt ausprägt, drücken sich die kleinen Rehe bei Gefahr tief ins Gras, um nicht von Feinden entdeckt zu werden. Doch dieser Schutzinstinkt kostet viele Jungtiere während der Mäharbeiten der Wiesen ihr Leben.

Effektives Mittel

Dagegen gibt es seit einiger Zeit ein sehr effektives Mittel: eine Drohne mit Wärmebildkamera. Die Wildtierretter konnten mit Hilfe eines modernen Drohnensystems und enger Absprache mit den Landwirten in diesem Jahr in ihren Jagdgebieten bereits über 100 Rehkitzen das Leben retten.

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Während die Drohne über die Wiese fliegt, zeigt das Display der Fernsteuerung ein Live-Bild der Wärmebildkamera an.

Wenn ein heller Punkt auf dem Display zu sehen ist, wissen die Wildtierretter sofort, dass sich Tiere in der Wiese befinden. Für die Rettungsaktion ist es erforderlich, früh aufzustehen. „Die beste Zeit ist um vier Uhr morgens, da sich die Umgebung dann noch nicht von der Sonne aufgeheizt hat“ erklärt der Drohnen-Pilot der Kreisjägervereinigung, Dr. Thorsten Zahn, bei der Spendenübergabe.

Die Rehkitze seien dann am besten mit der Wärmebildkamera der Drohne zu erkennen, da sie sich besser von der Umgebung abheben würden.

Besser zu erkennen

Wenn die Rehkitze von den ehrenamtlichen Rettern gefunden wurden, werden sie mit Handschuhen und Gras vorsichtig in einen Karton gesetzt, bis der Landwirt seine Mäharbeiten abgeschlossen hat. Danach werden sie wieder in die Natur entlassen.

Durch das Fiepen der Rehkitze findet die Mutter wieder zu ihren Kindern.

Ehrenkreisjägermeister Hariolf Scherer erklärte, dass die Anschaffung der Drohne mit Wärmebildkamera und das nötige Equipment weit über 10 000 Euro kosten. Sehr groß war deshalb die Freude bei ihm und Walter Frank über die Unterstützung der Sparkasse Tauberfranken, die den beiden Vereinen Rehkitz- und Wildtierrettung Löhleshölzle mit Sitz in Mulfingen-Hollenbach mit einer Spende von 500 Euro und die Kreisjägervereinigung Bad Mergentheim mit 2000 Euro die Anschaffung neuer Technik erleichtert.

„Wir freuen uns, mit der Spende einen wichtigen Beitrag zur Rettung der heimischen Wildtiere leisten zu können und die ehrenamtlichen Rehretter bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen“ so Peter Vogel, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Tauberfranken.

Wer sich für die Technik und die Rettungsaktion begeistern kann, kann selbstverständlich ehrenamtlich die Wildtierretter bei der Suche in den Morgenstunden nach den Jungtieren unterstützen. pm

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