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Bad Schilda schlägt wieder zu

Von 
Klaus Arnold
Lesedauer: 

Zu den Geschwindigkeitskontrollen in der Herrenwiesenstraße.

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Die Gelddruckmaschine der Stadt lief: Blitzen in der „Altenheim-Zone Herrenwiesen“ – sie ist zirka 400 Meter lang (!) – war wieder angesagt. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme erschließt sich mir nicht. Man hat wohl den Wegezoll wieder eingeführt.

Blitzen auf einer Strecke von zirka 400 Metern Länge, von Kreisel zu Kreisel, kann ja wohl nicht damit begründet sein, dass in 50 Meter seitlicher Entfernung, laut Schild „Altersheim“, ein solches Seniorenheim steht! Das Mergentheimer Verkehrskonzept „riecht“ zum Himmel.

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Sie fahren über den Bahnübergang, kommen genervt ob der langen Wartezeiten bis zum ersten Kreisel, zirka 600 Meter mit 50 Kilometer pro Stunde. Ab dem Kreisel, warum weiß kein Mensch, bis zum nächsten zirka 400 Meter, heißt es dann 30 Kilometer pro Stunde. Von diesem bis zur nächsten „Herrenwiesen-Ausfahrt“ dann 40 Kilometer pro Stunde.

Wenn sie auf diesen drei Teil-Strecken ein halbes Jahr Blitzer aufstellen, haben sie das Jahresgehalt unseres Oberbürgermeisters mit Weihnachts- und Taschengeld erwirtschaftet. Wow, vielleicht reicht es noch für eine Seilbahnfahrt auf den mit Reben bepflanzten Ketterberg.

Ist das die Philosophie, uns Bürger und Gäste auf 2034 und die Landesgartenschau vorzubereiten oder uns viel wichtiger bei der Stange zu halten? Sie brauchen als Autofahrer einen Bordcomputer, der sie durch die Kostenfalle Bad Mergentheim führt. Nur so nebenbei: Es gibt noch den Gegenverkehr, den Vordermann, Fußgänger, Spielstraße, Ampeln, Abbieger, Zebrastreifen, die Mühlwehrstraße, die Holzapfelgasse und nicht zu vergessen, den besser wissenden Beifahrer und wenn sie da durch sind, blitzt es.

Vom Kapuzinerstraßen-Chaos begrenzt bis Fußgängerzone, ohne vorher eine Wendeplatte zu schaffen, spreche ich gar nicht. Dort einfahrende Gäste und Besucher, weil noch unbedarft ob ihrer Verkehrseinführung ihrem Schicksal zu überlassen, ist: Werbung in den Sand gesetzt.

Leute, ich will Euch doch nichts Böses, ich bin von ganzem Herzen Bad Mergentheimer, aber wenn ich meinen Betrieb und vieles andere in meinem Leben so geführt hätte, dann danke für das Gespräch. Bringen Sie endlich Ordnung in dieses schwammige Konzept sowie Klarheit und beziehen Sie die Bürger ein. Ohne uns wird 2034 ein großer Reinfall. Sonst geht es ihnen vielleicht, wie am Gänsmarkt. Er lässt übrigens grüßen.

Bad Mergentheimer Entscheidungen größeren Ausmaßes gehen nun mal nicht ohne den Bürger, denn „Sie“ sagen, wir sind Bad Mergentheim.

Vorschlag: nach der Bahnschranke ein großes Schild. Ab hier in alle Richtungen bis zur Obergrenze 40 Kilometer pro Stunde (Vorsicht Blitzer), denn hier geht’s ja nicht um Bußgelder, sondern um Verkehrsberuhigung.

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