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Für kommunalpolitisches Engagement

Bad Mergentheimer Stadtrat Brunotte erhält höchste Auszeichnung des Städtetags

Von 
Peter D. Wagner
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Für sein über fünf Jahrzehnte langes kommunalpolitisches und ehrenamtliches Engagement als Gemeinderatsmitglied wurde Klaus-Dieter Brunotte (Mitte) von dem Präsidenten des Städtetags Baden-Württemberg und Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (rechts) sowie dem stellvertretenden Präsidenten und Ditzinger OB Michael Makurath mit dem Verdienstabzeichen in Gold mit Lorbeerkranz und Brillant des baden-württembergischen Städtetags ausgezeichnet. © Peter D. Wagner

Eine besondere Auszeichnung wurde jetzt Klaus-Dieter Brunotte zuteil: Der Städtetag Baden-Württemberg ehrte ihn in Heidelberg für 50-jähriges kommunalpolitisches Ehrenamt als Bad Mergentheimer Gemeinderatsmitglied.

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Heidelberg/Bad Mergentheim. Brunotte war eines von sieben ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die die höchste Auszeichnung des Städtetags verliehen bekamen: das Verdienstabzeichen in Gold mit Lorbeerkranz und Brillant.

Die Ehrung erfolgte durch den Präsidenten des Städtetags Baden-Württemberg und Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, den stellvertretenden Präsidenten und Ditzinger OB Michael Makurath sowie als Moderatorin und geschäftsführendem Vorstandsmitglied durch Lörrachs Ex-Oberbürgermeisterin Gudrun Heute Bluhm.

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Mit dieser Auszeichnung würdigte der Städtetag Klaus-Dieter Brunottes „hervorragende Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung, erworben durch seine 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat der Großen Kreisstadt Bad Mergentheim“, wie Gudrun Heute Bluhm hervorhob. „Der Städtetag würdigt die geehrten Ratsmitglieder ebenfalls für ihren jahrzehntelangen und nachhaltigen Einsatz für kommunales Gemeinwesen und für Demokratie“, wies Präsident Dr. Peter Kurz ergänzend hin.

Zu den Gratulanten gehörten auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bad Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar. „Es war mir eine große Freude, Klaus-Dieter Brunotte zu dieser hohen Ehrung durch den Städtetag Baden-Württemberg begleiten zu können“, betonte Glatthaar im Anschluss an die Zeremonie. „Ich beglückwünsche ihn zu dieser Auszeichnung, die zugleich ein Stück seines Lebenswerkes als Jahrzehnte langer Gemeinderat und für sein unermüdliches Schaffen zu Gunsten unserer Stadt ist. Einhergehend wünsche ich ihm weiterhin viel Gesundheit, Kraft und Freude für seine kommunalpolitischen und ehrenamtlichen Engagements zum Wohle der Stadt Bad Mergentheim“. „Ich fühle mich durch die hohe Auszeichnung für meine langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit als Stadtrat durch den Städtetag Baden-Württemberg sehr geehrt“, unterstrich Brunotte sichtlich erfreut und gerührt. „Diese Anerkennung wirkt auf mich wie ein Kraftquell und gibt zusätzliche Motivation für die weitere kommunalpolitische Arbeit. Doch ohne die Unterstützung durch meine Familie und ohne die Wähler, die mir immer wieder ihre Stimme gegeben haben, wäre mir eine solche Würdigung natürlich nicht zu teil geworden. Deshalb möchte ich den Dank an mich mit meiner Familie und den Wählern teilen“, resümierte er.

In der Kurstadt geboren, legte Brunotte sein Abitur am Deutschorden-Gymnasium in Bad Mergentheim ab. Danach studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Germanistik, Geschichte und Sozialwissenschaften. Nach dem Staatsexamen absolvierte er seine Referendarzeit am Platen-Gymnasium in Ansbach und am Reichsstadt-Gymnasium in Rothenburg ob der Tauber.

Als Gymnasiallehrer unterrichtet

Als Gymnasiallehrer unterrichtete er in Uffenheim, Wertheim und von 1980 bis zu seiner Pensionierung 2011 in Weikersheim. Der heute 74-Jährige gehört seit 1971 ohne Unterbrechung dem Bad Mergentheimer Gemeinderatsgremium und der dortigen SPD-Fraktion an.

„Der jüngste Stadtrat Bad Mergentheims ist erst 24“, hieß es damals am Tag nach der Gemeinderatswahl in der lokalen Presse. Wenige Tage später wurde er in einer großen Stuttgarter Zeitung als Baden-Württembergs jüngster Stadtrat bezeichnet. Und das Boulevardblatt „Bild“, dem er seinen Erzählungen nach allerdings aus innerer Überzeugung heraus ein Interview verweigerte, habe ihn sogar als „Deutschlands jüngster Stadtrat“ tituliert.

Brunottes Wahl hatte insofern auch besonders spektakulären Charakter, da bis zur Kommunalwahl 1971 das passive Wahlrecht ein Mindestalter von 25 Jahre erforderte und erstmalig auf 21 Jahre gesenkt wurde, so dass er zu den Profiteuren dieser Gesetzesänderung zählte. Inzwischen gilt Brunotte mit einer Amtszeit von mehr als 50 Jahren als einer der Dienst ältesten Gemeinderäte in Deutschland. Ab 1978 bis 2019 war Brunotte Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Seit 2004 ist er Bürgermeisterstellvertreter und wirkte bis 2019 als Mitglied des Ältestenrats der Stadt Bad Mergentheim. Zudem hat er seit 2005 den Vorsitz des Komitees der Bad Mergentheimer Partnerschaft mit der norditalienischen Stadt Borgomanero inne, bei der er insbesondere für die Feierlichkeiten zur Urkundenunterzeichnung verantwortlich war.

Außerdem engagiert er sich auch für die Bad Mergentheimer Partnerstädte Digne-les-Bains (Südfrankreich) und Fuefuki/Isawa (Japan) sowie im Freundeskreis ehemaliger jüdischer Mitbürger. Seit 1971 ist er mit seiner Ehefrau Ingrid verheiratet. Sie haben eine Tochter.

Viele Auszeichnungen

Unter anderem wurde „Ditus“ Brunotte bereits 1992 mit der Bürgermedaille der Stadt Bad Mergentheim sowie im November 2012 in Offenburg vom Städtetag Baden-Württemberg für sein damals rund 40-jähriges kommunalpolitisches Ehrenamt mit dem Verdienstabzeichen in Gold mit Lorbeerkranz ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er im Juli 2018 in Stuttgart zur Würdigung seiner kommunalpolitischen und weiteren ehrenamtlichen Engagements das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

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