AdUnit Billboard
Bauausschuss tagte - Anschaffungen beschlossen / Vier Bauplätze in Apfelbach / Neue Sirenen für die Warnung der Bevölkerung in akuten Gefahrenlagen?

Auftrag für reines Verkehrsmodell vorerst vertagt

Von 
Sascha Bickel
Lesedauer: 
Ein Verkehrsmodell für die Kurstadt und ein Klima-Mobilitätsplan waren Diskussionsthemen im Bauausschuss. © dpa

Bad Mergentheim. Ein Verkehrsmodell, das Berechnungen für die Kernstadt anstellt, Simulationen von der Hauptverkehrsstraßen, einschließlich der Süd- und Westumgehung, enthält und wechselseitige Beziehungen betrachtet sowie Folgen möglicher Eingriffe aufzeigt, wünscht sich die CDU-Fraktion. Der Auftrag an ein Planungsbüro für rund 60 000 Euro sollte eigentlich am Dienstagabend im Bauausschuss vergeben werden. Doch nach etwas Hin und Her wurde der Punkt schließlich abgesetzt und das Thema verschoben.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Was war passiert? Die Grünen brachten einen Änderungsantrag ein, der „an Stelle des bloßen Verkehrsmodells“ einen Klima-Mobilitätsplan vorsieht, basierend auf dem Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg. Fördermittel würden hier zudem locken, meinte Grünen-Fraktionschef Thomas Tuschhoff und plädierte für eine größere und umfassendere Planung.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar warb daher für eine Vertagung, um der Verwaltung die Chance zu geben, alles neu bis Herbst vorzubereiten. Hanspeter Fernkorn (CDU) wollte zunächst hier nicht mitgehen und stattdessen endlich vorwärts kommen. Man brauche das Verkehrsmodell, um die Verkehrsflüsse in der Stadt besser verstehen und Maßnahmen einleiten zu können, warb er. Nachdem die anderen Fraktionen ihm aber keine Unterstützung signalisierten und eine Abstimmungsniederlage drohte, zog sich die CDU-Fraktion kurz zu Beratungen zurück und schwenkte dann doch auf die OB-Linie ein, den Punkt abzusetzen und im Herbst neu aufzugreifen.

Neu nachdenken müsse die Stadt auch über die Alarmierung der Bevölkerung bei Katastrophen und Unwettern mittels Sirenen, meinte später Thomas Tuschhoff (Grüne) und bekam sofort Beifall von CDU-Stadtrat Ulrich Gebert, der auch auf den Ausfall der Handynetze und entsprechender Warnapps bei den jüngsten Unwetter-Ereignissen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verwies. Der Weckruf müsse jedem klar sein und entsprechende Vorbereitungen zum Wohle der Bevölkerung getroffen werden. OB Glatthaar nahm den Arbeitsauftrag mit, zu prüfen, was in Bad Mergentheim künftig möglich sei.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Auf die weitere Nachfrage von Hubertus Hettenbach (CDU), wie denn der Hochwasserschutz zuletzt im Stadtgebiet funktioniert habe, antwortete Stadtbaudirektor Bernd Straub, dass Markelsheim sicher gewesen sei, bauliche Schutzmaßnahmen bräuchte es aber noch in der Kernstadt und in Edelfingen. Dass Rengershausen nicht vergessen sei, erwähnte noch OB Glatthaar. Er betonte, dass man das Thema insgesamt sehr ernst nehme, sich aber nicht vor allen Starkregen-Ereignissen schützen könne.

Ums Bauen ging es auch noch im Bauausschuss: In der Kohlbergstraße 1 in Apfelbach können vier neue Bauplätze geschaffen werden, weil es der Stadt gelungen ist, einen ehemaligen landwirtschaftlichen Hof zu erwerben. Den Abbruch der Gebäude vergab der Ausschuss an die Udo Breidenbach GmbH aus Bad Mergentheim zum Preis von 86 000 Euro.

CDU-Stadtrat Hanspeter Fernkorn begrüßte es sehr, dass hier eine innerörtliche Erschließung neuer Bauplätze gelinge und drückte seine Hoffnung aus, dass dies auch in anderen Stadtteilen künftig möglich werde.

Franz Imhof (Freie Wähler) merkte an: „Das tut Apfelbach gut!“

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Verschiedene Vergaben nahm der Ausschuss auch noch vor. Für den Neubau des Kindergartens Edelfingen und die Sanierung sowie Erweiterung der Grundschule wurde Fliesen Schroth aus Unterschüpf zum Preis von knapp 112 000 Euro mit den Fliesenarbeiten beauftragt. Die Bodenbelagsarbeiten übernimmt die Daci M Boden GmbH aus Asperg für fast 120 000 Euro. Mit den Rohbauarbeiten betraut wird die Firma Eckert Bauteam aus Hardheim-Gerichtstetten für rund 52 000 Euro.

Der Bauhof erhält zwei neue Schlepper von der Firma Karl Bach GmbH in Boxberg. Einer wird gekauft zum Preis von fast 49 000 Euro, der zweite geleast (Kaufpreis beträgt 105 000 Euro). Letztlich strecke man damit die finanziellen Belastungen für die Stadt erläuterte Kämmerer Artur Wirtz.

Thema war zudem ein Biotopvernetzungskonzept. Die Stadt hat 1991 eines flächendeckend für die Gesamtgemarkung entwickelt und daraus verschiedene Maßnahmen bereits umgesetzt. Nun soll mit einem aktuelleren Ansatz ein Biotopverbundkonzept erarbeitet werden. Den Auftrag erteilte der Ausschuss einstimmig an das Planungsbüro Plög zum Preis von 37 000 Euro.

Redaktion Hauptsächlich zuständig für die Große Kreisstadt Bad Mergentheim

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1