Rinderzuchtverein Main-Tauber - Vom sechsten auf den dritten Platz verbessert Auf ein höchst erfolgreiches Jahr zurückgeblickt

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Beim Zuchtverein des Kreises sind es mit der Vorsitzenden Sabine Ott aus Nassau und der Geschäftsführerin Julia Stolz zwei tüchtige Frauen, welche seit 2019 die Geschicke der Fleckviehzüchter meistern. © Tillman Zeller

Main-Tauber-Kreis. Der Rinderzuchtverein Main-Tauber war 2020 sehr erfolgreich. Er verbesserte sich vom sechsten auf den dritten Platz unter den 18 Zuchtverbänden des Tierzuchtsamts Schwäbisch Hall.

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Zwar wurden es zwei Betriebe weniger, aber die 50 Milcherzeuger steigerten ihre durchschnittliche Milchleistung der 3029 Kühe um 361 Kilogramm jährlich auf 8533. Auch das Durchschnittsalter der Kühe wuchs. „Dies zeigt, dass es den Kühen besser geht als den Landwirten“ meinte Reinhard Hagendorn. Im Fußball würde solch eine deutliche Leistungssteigerung auf Trainer und Vorstand zurückgeführt. Beim Zuchtverein des Kreises sind es mit der Vorsitzenden Sabine Ott aus Nassau und der Geschäftsführerin Julia Stolz zwei tüchtige Frauen, welche seit 2019 die Geschicke der Fleckviehzüchter meistern. Es sei einmalig in Deutschland, dass zusammen mit der Kassiererin drei Frauen einen sonst männerdominierten Rinderzuchtverein leiten.

Coronabedingt konnte die traditionelle Generalversammlung nur online stattfinden. Auch konnten weniger Auktionen durchgeführt werden, sie sind ein wichtiges Preisbarometer. Vor allem Bullenkälber waren schwierig abzusetzen. Für die RBW-Schau in Ilshofen war eine Mirolotochter aus dem Stall der Familie Ott bereits gestylt und trainiert und durfte dann nicht ihre Grazie und Ausstrahlung auf dem Laufsteg präsentieren.

Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele informierte auch über aktuelle züchterische Maßnahmen, die zum weiteren Zuchtfortschritt beitragen.

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Die Züchter Weber GbR Boxberg, Hein GbR, Oberstetten, Friedrich Thomas Heimberg, Gerhard Hellenschmidt Heimberg, Thomas Schmidt Schön und die Hein GbR Oberstetten zeigten die höchsten Herdendurchschnitte bei Betrieben bis 39,9 Kühe. In der Gruppe bis 79,9 Kühe sind Vogel GbR Werbach, Claus Habel Weiler, Günter Nagel Lichtel, Carsten Kappes Bobstadt und die Ott GbR Creglingen vorne. Die höchsten Herdendurchschnitte in Betrieben bis 150 Kühe wurden bei Klaus und Barbara Baumann Schonach, Gehrig GbR Angeltürn, Ott GbR Rainer und Sabine Nassau und Ballweg GbR Albert und Tobias Steinfurt gemessen. Die höchsten Herdendurchschnitte nach Fett und Eiweiß in Betrieben mit 150 und mehr Kühen wurden bei Hermann und Patrick Gehringer Schonach, Hof Aischland Milch-GbR Weikersheim, und Winfried und Martin Stang in Gissigheim erzielt. Der Biobetrieb von Ralf Bund Reicholzheim zeichnet sich durch höchsten Herdendurchschnitt aus. Die höchsten Jahresleistungen nach Fett und Eiweiß erbrachten Kühe im Stall Gehringer und der Adelmann GbR Külsheim. Im Stall bei Claus Habel Weiler waren mit Kuh Forte und mit Lorena auf Hof Aischland GbR Weikersheim Kühe mit einer Lebensleistung von über 100 000 Kilogramm Milch anzutreffen .

Folgende Mitgliedsbetriebe des Rinderzuchtvereins Main-Tauber wurden für besonders erfolgreiche Herdendurchschnitte ausgezeichnet: Anders als sonst üblich konnten die Plaketten vorerst nur virtuell überreicht werden. Herdendurchschnitte über 8500 Kilogramm Milch (Bronze): Gehrig Angeltürn. Ott Rainer und Sabine Nassau ,Kappes Karsten Bobstadt, Adelmann Külsheim, Ott Creglingen, Brenner Friedrich Heimberg, Sack Peter und Stefan Eiersheim und Hermannshof Nassau. Über 9000Kilogramm Milch (Silber): Claus Habel Weiler, Gerhard Hellenschmidt Heimberg, Thomas Schmidt Schön, Günter Nagel Lichtel, Winfried und Martin Stang Gissigheim. Über 9500 Kilogramm (Gold): Thomas Friedrich Heimberg, Baumann Klaus und Barbara Schonach, Hof Aischland Milch GbR Weikersheim. Über 10 000 Kilogramm Milch (Gold +): Hermann und Patrick Gehringer Schonach, Weber GbR Boxberg und Vogel GbR Werbach. tze