Thema "Rassismus" - Abend mit der Filmemacherin und Buchautorin Mo Asumang / Am Montag, 2. Mai Auf der Suche nach "Ariern"

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Mo Asumang beschäftigt sich mit dem Thema "Rassismus" und dabei auch mit dem Ku-Klux-Klan.

© Mo Asumang

Bad Mergentheim. Die Filmemacherin und Buchautorin Mo Asumang präsentiert am Montag, 2. Mai, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum ihren Film "Die Arier", liest aus ihrem neu erschienenen Buch "Mo und die Arier" und stellt sich anschließend dem Publikum zur Diskussion über Rassismus.

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Rassismus ist siebzig Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland immer noch oder sogar wieder zunehmend als gesellschaftliches Problem auszumachen. Seit vielen Monaten vergeht kein Tag mehr, ohne dass in den Medien, in politischen Gremien und an den Stammtischen der Republik mit Feuereifer über die Bewältigung der sogenannten "Flüchtlingskrise" diskutiert wird.

Dabei biedern sich rassistische Ideologien als einfache Lösungsansätze an, und menschenverachtende Parolen drohen gesellschaftsfähig zu werden.

Neonazis hängen immer noch der im 19. Jahrhundert entwickelten, wissenschaftlich haltlosen Rassenkunde an, der zu Folge es verschiedene Menschenrassen gebe, deren wertvollste der "Arier" sei.

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Ins kollektive Gedächtnis eingebrannt ist dessen Stereotypisierung als "blond und blauäugig", ein vermeintliches menschliches Idealbild, dem ironischerweise aber selbst führende Nazis nicht entsprachen.

Mo Asumang, eine afrodeutsche Kunstschaffende, widmet sich in ihrem 2014 fertiggestellten Dokumentarfilm "Die Arier" dem Thema Rassismus und weitet darin ihren Blickwinkel über ihre Heimat Deutschland hinaus etwa auf den amerikanischen Ku-Klux-Klan aus.

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Offen und ohne jegliche Aggressivität begegnet sie, die selbst schon Opfer rassistischer Anfeindungen wurde, in ihrem Film verschiedenen Gruppierungen und Einzelpersonen, die Menschen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten "Rasse" ablehnen, hassen oder gar bekämpfen. Dabei stellt sie die einfache Frage nach dem Warum dieser gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Und die Frage, was denn eigentlich einen Arier ausmache.

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Ihre Erfahrungen mit Rassisten hat Mo Asumang inzwischen auch in dem vor wenigen Wochen erschienenen Buch "Mo und die Arier" festgehalten.

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie der Organisationen "Schule ohne Rassismus" und "Mergentheim gegen Rechts" wird Mo Asumang am Montag, 2. Mai, in Bad Mergentheim sein und zunächst morgens vor insgesamt 600 Schülern auftreten.

Um 19 Uhr wird sie dann in einer öffentlichen Veranstaltung sowohl ihren Film als auch Ausschnitte aus ihrem Buch präsentieren. Im Anschluss wird sie sich bereitwillig den Fragen der Zuhörer stellen und Zeit für eine rege Diskussion des Themas einräumen.

Veranstaltungsort ist das evangelische Gemeindezentrum, Härterichstraße 19, Bad Mergentheim. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bis zum 29. April wird gebeten, via E-Mail an "silvia.wittig@fes.de" oder online unter "www.fes.de/lnk/mghmo". pm