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Eiserne Hochzeit - Eheleute Frida und Paul Bopp feierten

Auch um Sorgen und Nöte von Patienten gekümmert

Von 
fo
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Ortsvorsteher Hermann Dehner überbrachte auch die Glückwünsche von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. © Kurt Fohmann

Wachbach. Am 10. Mai 1957 gaben sich die Eheleute Frida und Paul Bopp auf dem Standesamt in der damals noch selbstständigen Gemeinde Wachbach das Jawort. Einen Tag später folgte die kirchliche Trauung in der katholischen Kirche St. Georg. Heute 65 Jahre später feierten sie im Kreis ihrer Familie das seltene Fest der „Eisernen Hochzeit.“

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Kennengelernt haben sich die Jubilare auf einer Faschingsveranstaltung in Bad Mergentheim. Nachdem man den Entschluss fasste, zusammenzubleiben konnte man nach der Hochzeit bei einer Tante in Rengershausen das Dachgeschoss ausbauen und dort unterkommen. Als das junge Paar die Möglichkeit bekam, das Elternhaus von Paul Bopp zu erwerben wurde diese Chance genutzt und der Traum vom eigenen Heim verwirklicht. Bis es dann zu dem heutigen Schmuckstück wurde, musste das Ehepaar Bopp viele Jahre renovieren, sanieren und anbauen. Dass dies alles neben dem alltäglichen Leben geschafft werden konnte, kostete den Bopps viel Schweiß und Anstrengen.

Freude über das Eigenheim

Gleichzeitig freute man sich aber auch über das stetig wachsende Eigenheim. Während dieser ereignisreichen und aufregenden Zeit wurden den Jubilaren vier Töchter geboren, wovon eine im Kleinkindalter verstarb. Mittlerweile sind sie Großeltern von drei heißgeliebten Enkelkindern ihrer in Süd- und Westdeutschland lebenden Töchter. Bis zu seiner Verrentung war Paul Bopp ein bei seinen Kollegen und der Firma Dahl hoch geschätzter Stukkateuer, der auch immer wieder zu längerfristigen Montageeinsätzen unterwegs war. Frida Bopp indes war, neben ihrer Hausfrauentätigkeit, 25 Jahre beim Postamt in Bad Mergentheim beschäftigt.

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1974 zogen Frida Bopps Eltern von Rengershausen zu ihrer Tochter nach Wachbach. Als die Schwiegereltern in den 80er Jahren pflegebedürftig wurden, versorgte Paul Bopp, der zu diesem Zeitpunkt bereits in Rente war, seine Schwiegereltern bis zu deren Tode. Ein solches, selten zu sehendes Handeln rechnet Frida Bopp ihrem Mann heute noch hoch an. Dass das Jubelpaar auch in ihrer Heimatgemeinde immer aktiv und kommunikativ unterwegs war, zeigt ihre Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen, wie Kirchchor der katholischen Kirchengemeinde, Gesangverein, Wanderverein, Musikverein und Freiwillige Feuerwehr. Nachdem das Lesen in der Familie Bopp immer eine große Rolle spielte, resultierte hieraus möglicherweise auch ihre Leidenschaft für das Reisen. Insbesondere die vom DLRG Weikersheim initiierten Studienreisen nach Rom, Venedig, Moskau und St. Petersburg beeindruckten die Jubilare sehr. Daneben verbrachte man Urlaube in Griechenland, Südfrankreich und Sizilien, nicht zu vergessen die fast schon legendären Familien-Wander-Urlaube in Österreich und im Allgäu.

Engagiert

Ein besonderes Kapitel im Leben des Ehepaars Paul und Frida Bopp stellte ihr Engagement bei den „Grünen Damen und Herren“ des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim dar. Die wegen ihrer grünen Dienstkleidung so genannte Gruppe kümmert sich jeweils einmal pro Woche über mehrere Stunden um die Sorgen und Nöte der Patienten. Sie nimmt sich Zeit für Gespräche und vermittelt Trost und Zuversicht. Dieses Handeln im Rahmen der freiwilligen Krankenhaushilfe war für das Ehepaar Bopp sowohl Verpflichtung als auch ein Quell immer wiederkehrender Freude, zu spüren, wie erfüllend eine solche Aufgabe sein kann. Paul Bopp, der in den Anfangszeiten der einzige Mann im Team war, engagierte sich bis zu seinem 80. Lebensjahr, seine Frau Frida sogar bis zu ihrem 83. Lebensjahr für diese segensreiche Einrichtung.

Heute blickt das Ehepaar Bopp zufrieden und mit großer Dankbarkeit auf die zusammen erlebten Jahre zurück. Wenn gesundheitlich auch das eine oder andere Wehwechen drückt, so fühlt man sich immer noch gut gerüstet den Alltag gemeinsam zu meistern. Als Zeichen der Anerkennung beglückwünschte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Jubilare in einem persönlichen Brief. Darüberhinaus überbrachte Ortsvorsteher Hermann Dehner die Glückwünsche von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie ein Geschenkkorb der Stadt Bad Mergentheim. Unsere Zeitung schließt sich diesen Wünschen gerne an und hofft, dass den Jubilaren noch viele Jahre schöne Jahre vergönnt sein mögen. fo

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