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25 Jahre Deutschordensmuseum im ganzen Hochschloss - Vortrag von Finanzstaatssekretärin Splett

„Auch die Zukunft des Deutschordensmuseums ist digital”

Von 
peka
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© Barbara Kurz

Bad Mergentheim. Ein traditionsreiches „Residenzschloss“ mit aktuellen „Deutschordensmuseum“ und der Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft – Staatssekretärin Gisela Splett verband all das in ihrer Festrede.

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Das Schloss, so referierte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Finanzministerium, zeige noch die Spuren der Entstehung in staufischer Zeit. Geprägt worden sei es allerdings über viele Jahrhunderte vom Deutschen Orden. 1527 sei es zum zentralen Amtssitz des Hoch- und Deutschmeisters geworden. Erst mit der Übernahme durch das Königreich Württemberg zu Beginn des 19. Jahrhunderts sei diese Phase zu Ende gegangen, abgelöst durch die Verwendung durch Herzog Friedrich Paul Wilhelm von Württemberg als Wohnsitz und zur Ausstellung seiner Sammlungen, dann als Kaserne, Polizeischule, Behördensitz und Schule.

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Ein Museum sei seit 1927 im Schloss untergebracht, von 1930 bis 1990 betreut vom Museumsverein. Als 1990 dem Museum das ganze Hochschloss zugeteilt worden sei, habe man die „Deutschordensmuseum Bad Mergentheim gGmbH“ gegründet mit dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Bad Mergentheim, dem Main-Tauber-Kreis und dem Verein Deutschordensmuseum als Gesellschafter. Am 5. Mai 1996 habe man dann das ganze Hochschloss als „Deutschordensmuseum“ eröffnet.

Seit Jahren übernehme, betonte Gisela Splett, das Land am Abmangel einen Anteil von 160 000 Euro, der sich jährlich erhöhe. Zudem stelle das Land das Hochschloss pachtfrei zur ‚Verfügung. Die grundlegenden Sanierungen (allein in den 1990er-Jahren über zehn Millionen Euro) kämen dazu.

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Als Museumsdirektoren hätten Abert Boesten-Stengel, Dr. Regina Hanemann und seit 2000 Maike Trentin-Meyer gewirkt. Diese habe innerhalb von 20 Jahren das Museum „mit viel Herzblut und Engagement zu einer herausragenden Kultureinrichtung entwickelt“, deren Gästezahl jährlich um die 30 000 pendle. Nach der Übernahme der Betriebsträgerschaft durch die „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG)“ sei sie als Konservatorin für Hohenlohe dem Museum erhalten geblieben – neben den für das Residenzschloss Verantwortlichen Schlossverwalterin Monika Menth und Michaela Ullrich.

Herzstücke

Wie ein hoher Repräsentant einer reichen Organisation im 18. Jahrhundert residierte, könne man in der Neuen Fürstenwohnung und im Kapitelsaal sehen und die Ausstellung zur Geschichte des Deutschen Ordens sei einer der Herzstücke im Deutschordensmuseum. Daneben finde man die Abteilungen zur Stadtgeschichte, die Adelsheim’sche Altertumssammlung, eine Puppenstuben-Sammlung, das Mörike-Kabinett, Funde aus der Jungsteinzeit in der Region und Veranstaltungsräume und den Bereich der Sonderausstellungen. Diese seien „Türöffner und Attraktion“ und „locken Menschen hierher, die sonst den Weg ins klassische Museum eher nicht finden würden“.

Wichtig sei auch die museumspädagogische Arbeit, die zusammen mit dem ehrenamtlichen Arbeitskreis Museumspädagogik geleistet werde. Dazu kämen Museumskonzerte und Lesungen im Rahmen von „Literatur im Schloss“.

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Große Erfahrung

Durch die Übernahme der operativen Verantwortung durch SSG hätten sich, so die Staatssekretärin, neue Chancen eröffnet. Die Organisation betreue 62 Objekte und bringe eine reiche Erfahrung und ihre Vermarktungs- und Vermittlungskompetenz ein. Jetzt könnten sich auch Schloss Weikersheim und das Mergentheimer Residenzschloss gut ergänzen.

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Ein großes Thema sei auch die Digitalisierung. Für Residenzschloss und Deutschordensmuseum werde gerade eine Führungs-App erarbeitet, mit der der Besuch „ab dem Frühjahr ganz andere Qualitäten erhalten wird. Die Zukunft ist digital.“

Im nächsten Jahr würden sich Fachleute aus ganz Deutschland bei einer großen wissenschaftlichen Tagung zur Residenz Mergentheim treffen.

Und sehr wichtig werde auch sein, „die Residenz der Hochmeister noch deutlicher zum Schlosserlebnis werden zu lassen“. Dazu gehörten die Rekonstruktion und Ergänzung verlorener Ausstattung, die Förderung der Fahrradfreundlichkeit und die Arbeit an der Barrierefreiheit des Monuments. peka

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