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Realschule St. Bernhard

Antisemitismus bleibt ein Problem

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Bad Mergentheim. Roy und Adele Igersheimwaren im Rahmen der jüdischen Kulturtage bei den Schülern der 10. Klassen an der Realschule St. Bernhard zu Besuch. Roy (76) und Adele (74) sind gebürtige Amerikaner, die heute gemeinsam als Ehepaar in Washington D.C. leben. Sie berichteten vom persönlichen Leid und Schicksal ihrer Elterngeneration zur Zeit der NS-Diktatur.

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Zum Auftakt hießen der Geschichtslehrer Christoph Zimmermann und Schulleiter Axel Janke die Familie Igersheim willkommen. Der ehemalige Kollege Josef Gabel, der den Kontakt zur Familie hergestellt hatte, gab vorab Einblicke in den geschichtlichen Hintergrund zu dem sich anschließenden Austausch. Anfangs erzählte das Ehepaar etwas über sich und zeigte dabei auf, dass Antisemitismus und Judenhass noch immer Teil des Alltags jüdischer Mitmenschen sei. Unter anderem gab Roy Igersheim auch einen Einblick in die Biografie seiner Familie.

Besuch der Familie Igersheimer im Rahmen der jüdischen Kulturtage in der Realschule St. Bernhard. © Realschule

Er erzählte von seinem Vater, der in den 30er Jahren einer der besten deutschen Sprinter gewesen sei. Aufgrund der Rassenpolitik der Nationalsozialisten wurde ihm jedoch die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 1936 verwehrt. Nach der sehr spannenden und berührenden Erzählung gab es ausreichend Gelegenheit zum Austausch. In dem Austausch wurde unter anderem das Anliegen des Ehepaars deutlich, dass man aus der Vergangenheit lernen müsse. Dieses habe Adele und Roy Igersheim schließlich auch dazu veranlasst, eine Stiftung zu gründen.

Die Stiftung hat die Zielsetzung, so viele junge Menschen wie möglich dazu zu bewegen, sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinanderzusetzen, daraus zu lernen und es nicht zu vergessen.

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