Amnesty-Gruppe - "Briefe gegen das Vergessen" Aktivisten in Haft

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Bad Mergentheim. Die erste Briefaktion der Amnesty-Gruppe Bad Mergentheim im neuen Jahr findet zugunsten von Dr. Mohammed al-Roken statt, einem bekannten Wissenschaftler und Menschenrechtsanwalt, der wegen seiner Menschenrechtsarbeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Die Schreiben an den Vizepräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate sowie an die Botschaft in Berlin stehen in deutscher und englischer Sprache zum Download auf der Homepage bereit: "www.amnesty-badmergentheim.de".

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Hier der Fall: Dr. Mohammed al-Roken promovierte an der Universität von Warwick in Großbritannien in Verfassungsrecht. Der bekannte Wissenschaftler unterrichtete an der Universität, arbeitete als Menschenrechtsanwalt und war Präsident der Juristenvereinigung der Vereinigten Arabischen Emirate. Wegen seiner Menschenrechtsarbeit wurde er von den Behörden jahrelang schikaniert. Angehörige der Staatssicherheit nahmen Dr. Mohammed al-Roken am 17. Juli 2012 fest. Nach mehreren Monaten in Haft wurde er im März 2013 gemeinsam mit 93 weiteren Aktivisten vor Gericht gestellt. Das Sammelverfahren, das als "VAE 94" bekannt wurde, war grob unfair und von zahlreichen Verstößen geprägt. Am 2. Juli 2013 verurteilte der Oberste Gerichtshof al-Roken zu einer zehnjährigen Haftstrafe.

Außer ihm wurden 68 weitere Personen, darunter Rechtsanwälte, Richter, Akademiker, Studenten und Aktivisten, von der Staatssicherheitskammer in der Hauptstadt Abu Dhabi zu Haftstrafen zwischen sieben und fünfzehn Jahren verurteilt. Mohammed al-Roken ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der allein wegen der friedlichen Ausübung seiner Rechte auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie wegen seiner Arbeit als Menschenrechtsanwalt inhaftiert ist. Amnesty International fordert seine sofortige und bedingungslose Freilassung. ai