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Ökumenischer Festgottesdienst - Konfessionen und Gemeinden vereint

40 Jahre „Theobaldsfest“ in Edelfingen

Groß zu feiern ist unter Corona-Bedingungen noch nicht möglich – doch mit einem festlichen ökumenischen Gottesdienst und kleiner Bewirtung begingen die beiden Edelfinger Kirchengemeinden ihr „Theobaldsfest“.

Von 
peka
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Ökumenisch gestaltet war der festliche Gottesdienst zum Edelfinger „Theobaldsfest“ durch ein Team aus (von links) Brigitte Ulshöfer, Beatrice Rupp, Pfarrer Bernd Rampmeier, Pastoralreferent Jens Jörgensmann, Andrea Ulshöfer und Edigna Fritsch. Im Hintergrund ist zu sehen die Band von Matthias Döhler. © Keßler

Edelfingen. „Genau hinsehen – und dann den ersten Schritt gehen“, darauf komme es an. Das hob Pfarrer Bernd Rampmeier in seiner anschaulichen Predigt hervor. Die ganze Feier stand unter dem Motto des ökumenischen Kirchentags „Schaut hin“, der nach dem Beispiel Jesu zur Übernahme von Verantwortung aufrufen wollte. Manchmal, so der Prediger, seien christliche Gemeinden zu verzagt und trauten sich zu wenig zu. Es gehe aber nicht darum, die Nöte der Welt zu beheben, sondern zunächst darum, „genau hinzusehen, was unsere Gaben sind, die wir für andere einsetzen können“.

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„Schaut hin“ – das sei auch eine Aufforderung, „den Reichtum unserer Kirchen zu sehen und zu pflegen - die Lieder, die Gemeinschaft, und vor allem eine Botschaft, die frei macht“. Wie wichtig diese Gemeinschaft sei, habe Corona erfahren lassen. Wie Menschen ohne Orientierung hilflos seien, zeige der Alltag. So brauche man „den Mut, auch Herausforderungen zu wagen, die unsere Möglichkeiten übersteigen“ und es gelte, „in unseren Gottesdiensten das Leben zu feiern“.

Zum rechten Feiern gehört schwungvolle Musik, ansprechend dargeboten. Das geschah beim Theobaldsfest durch eine kleine Band unter Leitung von Matthias Döhler (Keyboard) mit Anna Ruess (Gesang), Anja Schmezer (Saxophon) und Simon Hopf (Cajon). Die zahlreichen Besucher, die sich zum Gottesdienst auf dem Kirchenvorplatz versammelt hatten, stimmten unter ihrer Begleitung begeistert auch in neue unbekannte Lieder ein. Bis vor kurzem hatte man ja in den Gottesdiensten überhaupt nicht singen dürfen – welch Freude, dies wieder gemeinsam zu tun!

Ökumenisch gestaltet war die ganze Feier. Vorbereitet hatte sie ein Team aus Edigna Fritsch, Beatrice Rupp, Andrea Ulshöfer und Brigitte Ulshöfer zusammen mit Pastoralreferent Jens Jörgensmann und Pfarrer Bernd Rampmeier. In einem Anspiel zeigte das Team seine Freude über die wiedergewonnenen Möglichkeiten zur Begegnung nach all den Corona-Einschränkungen. „Wir sollten sie nutzen und richtig auskosten“. Man könne doch auch „Allen erzählen, wie schön es ist, im Gottesdienst gemeinsam zu feiern und dankbar zu sein für das, was wir haben“. Jeder habe einen Platz in der Gemeinschaft, jeder sei willkommen. „Gott, lass alle deine Nähe spüren“, ergänzte Jens Jörgensmann in den Fürbitten – die Mutigen, die Enttäuschten und auch „die Kranken, die unter Corona gelitten haben und noch leiden“.

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Veröffentlicht
Von
WM
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Seinen Ursprung hat das „Theobaldsfest“ im ersten evangelischen Gemeindefest, das vor 40 Jahren in den Räumen der Grundschule gefeiert wurde. Damals hatte der junge Pfarrer zunächst den Widerstand des traditionsbewussten Kirchengemeinderats gegen solch eine moderne (und damit unnötige) Veranstaltung zu überwinden. Doch bald wurde es zum festen Bestandteil des Dorflebens und zum verbindenden Element zu den badischen Nachbargemeinden Dainbach und Sachsenflur. Pfarrer Frank Reiniger machte das Theobaldsfest im Jahr 1997 zum ökumenischen Fest und gab damit der gewachsenen Gemeinschaft der Kirchengemeinden einen beständigen Rahmen.

Nach zwei Jahren des Feierns unter Corona-Bedingungen hoffen alle Beteiligten darauf, dass im nächsten Jahr wieder im größeren Rahmen am evangelischen Gemeindehaus gefeiert werden kann. peka

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