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Grundschule Assamstadt - Präventionstheaterstück „Bambolinas Zauber“ mit Schauspielerin Sarah Gros aufgeführt / Voraussetzungen für gutes Klima schaffen

Präventionstheaterstück „Bambolinas Zauber” in Assamstadt aufgeführt

Von 
Elisabeth Englert
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Assamstadt. Wer gut lernen will, muss sich wohlfühlen. Daher integriert die Grundschule Assamstadt das Projekt „Gesunde Schule – seelisches Wohlbefinden in der Grundschule“ in ihre Bildungseinrichtung und schafft so beste Voraussetzungen für ein gutes Schulklima.

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Gekonnt zieht Sarah Gros ihr Publikum ins Theaterstück mit ein. © Englert

Aufmerksam sitzen die Schüler auf Matten und Gymnastikbänken und nehmen gebannt teil an Bambolinas Sorgen, Ängsten und Wünschen. Im interaktiven Präventionstheaterstück „Bambolinas Zauber“ versteht Schauspielerin Sarah Gros es, spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger die Welt der kleinen Zuschauer zu spiegeln. Trotz Monstermädchen, Magie, Zauber oder Schattenspielen ist Gros’ Stück nicht fernab der Lebenswirklichkeit ihres Publikums, vielmehr ist es aktuell und nah dran.

Ob Homeoffice, Quarantäne oder Ärger auf dem Schulhof, die Situationen entspringen der Lebenswirklichkeit und dem sozialen Umfeld der Kinder, das spürt man sofort an deren Miteifern und Einbringen, wenn diese geschickt von der Akteurin ins Bühnengeschehen eingebunden werden. „Die Kids sollen sich identifizieren“, postuliert Gros ihren eigenen Anspruch. Sie wolle als „neutrale Stelle“ unbeschwert, mit Spaß und ohne Notendruck auf ihre jungen Zuschauer zugehen und ihnen gleichsam als „Türöffner“ Stimme und Gehör nach der Coronazeit verschaffen. In der Nachbereitung in den einzelnen Klassen werde ermöglicht, die Gefühle zu reflektieren, auszusprechen und gegebenenfalls nach Lösungsstrategien zu suchen und diese zu fördern.

Nach den zwei Jahren Pandemie habe es das Kollegium als wertvoll angesehen, dieses auf drei Jahre angelegte Projekt im Schulalltag zu integrieren, erklärt Schulleiterin Isabel Hübner und erinnert sich als Magdalena Rothengast, Koordinatorin Gesundheitsförderung Lebenswelten, von der AOK in dieser Angelegenheit zu Schuljahresbeginn auf sie zukam. Es sei ihr sofort klar gewesen, dass dies ein wichtiges Thema sei, beschreibt sie rückblickend ihr „Bauchgefühl“.

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Die Themen Ernährung und Bewegung würden an ihrer Schule ausreichend umgesetzt, was an den vielen kleinen Rollern und Fahrrädern vor dem Schulgebäude unschwer zu erkennen ist, „aber der seelische und sozial-emotionale Bereich ist ein besonderes Feld, das bisher vernachlässigt wurde“, so Hübner.

Mit dem Programm „ScienceKids: Gesundheit entdecken“ unterstützen AOK sowie Kultusministerium handlungsorientierte Gesundheitsförderung in Schulen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur gesunden Entwicklung der Kinder.

Neben den schon seit langem in der Assamstadter Schule verankerten Themen „Ernährung“ und „Bewegung“ erfährt die fruchtbare Kooperation im neuen Bereich „Seelisches Wohlbefinden“ eine weitere Stärkung und Aufwertung.

Dabei solle verhaltens- und verhältnispräventiv agiert werden, was beinhaltet, dass sowohl die Gesundheitskompetenz des Einzelnen (Verhalten) als auch die Rahmenbedingungen (Verhältnisse) optimiert werden. Ziel sei es, diese gesundheitsfördernden Prozesse nicht nur anzuregen, sondern zu etablieren und nachhaltig zu verankern, erklärt Rothengast.

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Finanziert wird dieses Projekt teils durch die AOK sowie durch das Förderprogramm des Landes „Lernen mit Rückenwind“, das ebenfalls die Notwendigkeit der Förderung des sozial-emotionalen Bereichs erkannte. Zusätzlich zur fachlichen Unterstützung in Mathematik und Deutsch bildet auch die Stärkung der seelischen Kompetenzen eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen. „Deshalb haben wir uns bewusst für diesen Bereich entschieden“, erklärt die Rektorin diesen Entschluss.

Klar, dass dieses Projekt der Schulgemeinschaft nicht übergestülpt werde, noch die genauen Aktionen detailliert aufgelistet werden können, sondern „Stück für Stück im Austausch wächst.“

Im Sinne einer Verankerung sei es unerlässlich, die „Eltern mit ins Boot zu holen.“ Des Weiteren startet in Kürze eine Entspannungs-AG. Auch solle in diesem Zusammenhang die Integration der Schulsozialarbeit auf den Weg gebracht und umgesetzt werden. Im ineinandergreifenden Zusammenspiel aller Maßnahmen solle am Ende, nicht wie bei Bambolina sich „Kopf und Herz wie Matsche anfühlen“, sondern die positiven Gefühle bei den Grundschülern überwiegen.

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