AdUnit Billboard
Gemeinderatssitzung - Gremium legte Bauplatzpreise im dritten Abschnitt des Baugebiets „Sachsengarten“ fest. Jahresergebnis 2021 viel besser als kalkuliert

Grundstücke haben einen „stolzen Preis“

Von 
Elisabeth Englert
Lesedauer: 
Die Gemeinde Assamstadt wächst weiter. 15 neue Bauplätze stehen im dritten Bauabschnitt des Baugebiets Sachsengarten den Bauwilligen zur Verfügung. © Elisabeth Englert

Asssamstadt. In großer Einmütigkeit zeigte sich der Assamstadter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Feuerwehrgerätehaus, wurden doch alle Beschlüsse ohne Enthaltungen oder Gegenstimmen gefasst.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Breiten Raum nahm der Jahresabschluss 2021 ein. Zuvor jedoch mussten sich die Kommunalvertreter mit dem dritten Bauabschnitt des Baugebietes Sachsengarten befassen, konkret mit dem Straßenerschließungsbeitrag im Teilabschnitt Haydn- und Brahmsweg sowie der Festsetzung des Grundstücksverkaufspreises der 15 neuen Bauplätze.

Der Straßenerschließungsbeitrag beläuft sich auf 37,41 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Der Grundstücksverkaufspreis der Bauplätze wurde auf 135 Euro pro Quadratmeter festgesetzt. Hierin enthalten sind die vorgenannten Erschließungskosten, nicht darin enthalten die Kosten für den Kombikontrollschacht von rund 2800 Euro.

Mehr zum Thema

Theaterfreunde Assamstadt

Theateraufführungen sollen im Oktober stattfinden

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Gemeinderatssitzung

Bebauungsplan für Kleingartenanlage

Veröffentlicht
Von
Hans-Peter Wagner
Mehr erfahren
Gemeinderat stellte Rechnungsergebnis 2020 fest

Walldürn: Rekordergebnis im Haushaltsjahr 2020

Veröffentlicht
Von
Martin Bernhard
Mehr erfahren

„Das ist natürlich ein stolzer Preis“, kommentierte Kämmerer Josef Scherer am Ende seiner Ausführungen diesen Verkaufspreis, betonte aber umgehend, dass, wie auch bei den vorangegangenen Baugebieten, das Erreichen der Kostendeckung das Ziel gewesen sei. Und auch Bürgermeister Joachim Döffinger bekräftigte, dass die Gemeinde Assamstadt „keinen Cent am Quadratmeter“ verdiene. „Schauen wir mal, wie es mit der Interessentenliste weitergeht“, blickte er in die Zukunft.

Im weiteren Sitzungsverlauf beschäftigte sich das Gremium mit der Phosphatelimination in der Kläranlage. Bereits im Jahre 2017 wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet und ein Container nebst Dosierstation installiert. Der bisherige Wert von drei mg/l konnte so problemlos eingehalten werden. Der ab dem Jahr 2024 geforderte Zielwert von 0,5 mg/l kann durch manuelle Steuerung der Fällmittelzugabe nur sehr schwer erreicht werden, so dass die Verwaltung eine Automatisierung für unumgänglich und zielführend erachtet. „Es bleibt kein anderer Weg.“ Den Auftrag erhielt als günstigste Bieterin die Firma Wittinger zum Angebotspreis von 88 835 Euro, die bereits für die ersten Maßnahmen verantwortlich zeichnete und mit der Anlage vertraut ist.

Die im laufenden Jahr vorgesehene Kanalsanierung im Sachsenring wurde an die Firma Diringer und Scheidel als günstigste Bieterin vergeben zum Angebotspreis von 62 352 Euro. „Das sind Gelder, die wir verbuddeln und die in der Bevölkerung niemand sieht“, verdeutlichte Döffinger dennoch die Notwendigkeit dieser Baumaßnahme.

„Ein durchweg positiver Jahresabschluss“, war lobend aus dem Gremium zu vernehmen, nachdem Kämmerer Scherer sein umfangreiches Zahlenwerk über das Jahr 2021, bestehend aus Ergebnis-, Finanz- und Vermögensrechnung präsentierte. Bei einem Gesamtergebnis von rund 375 000 Euro gegenüber einem im Haushaltsplan veranschlagten Defizit von rund 385 000 Euro konnten circa 760 000 Euro gut gemacht werden. Die Verbindlichkeiten über gut 2,1 Millionen Euro entwickelten sich leicht rückläufig, ebenso die Pro-Kopf-Verschuldung, die von 1011 Euro auf 917 Euro gesunken ist.

Gewerbesteuer und Zuweisungen nahmen einen positiven Verlauf, auch wenn der Herr der Zahlen sich mehr Gewerbesteuer gewünscht hätte. Den Rücklagen konnten knapp 400 000 Euro zugeführt werden, der Stand Ende des Rechnungsjahres betrug nunmehr knapp zwei Millionen Euro, was der Rathauschef mit einem „wir brauchen dringend Rücklagen“ bewertete. Denn die vor der Kommune liegenden Aufgaben seien groß, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage wie dem Ukraine-Krieg oder der Inflation. Darüber hinaus stünden einige größere Investitionen an, die zwar im Haushalt veranschlagt, aber nicht durchgeführt und ins Jahr 2022 verschoben wurden.

Alles in allem zeigten sich die Ratsmitglieder über die finanzielle Entwicklung ihrer Gemeinde zufrieden und stellten, wie beantragt, den Jahresabschluss fest.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1