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Verein auch in der „Lockdown-Saison“ aktiv / Ferienprogramm und Jahreshauptversammlung

Assamstadter „Schlackohren“ hoffen auf eine lebendige Kampagne

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anru
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Mit großer Begeisterung waren die Kids beim Ferienprogramm der Assamstadter „Schlackohren“ dabei © T. Geißler

Assamstadt. Das Ferienprogramm der Fasnachtsgesellschaft (FG) „Schlackohren“ wurde 2020 coronabedingt abgesagt. Zur Freude vieler wurde es in diesem Jahr wieder auf dem Hof der Grundschule veranstaltet werden, auch und vor allem, weil die aktuell gültigen Coronaregeln eingehalten werden konnten.

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Als Cowboy und Indianer verkleidet trafen sich die Kinder zu einem bunten Programm mit Schatzsuche. An mehreren Stationen mussten unterschiedlichste Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden. Wo die einen flink beim Schlangenfangen, Fische angeln und Dosen werfen dabei waren, stellten andere bei der Erbsenschleuder oder beim Wasserluftballon ihr Geschick unter Beweis.

Nicht nur sportliche Begeisterung beim Hindernisparcours war gefragt, sondern auch Fingerspitzengefühl an der Goldgräberstation oder der Station „Fühlen und Schmecken“. Beim Schminken kamen dann alle auf ihre Kosten. Abschließend wurden die Kinder zur Bratwurst mit Getränk geladen und mit etwas Musik fand der Nachmittag seinen Ausklang. Im Anschluss daran fand auch an der Grundschule die Generalversammlung der FG statt, wo über die diversen Aktivitäten der „Lockdown-Saison“ berichtet wurde.

360 Mitglieder im Verein

Der Vorsitzende Carsten Diehm teilte nach der Begrüßung mit, dass die FG derzeit 360 Mitglieder stark sei, wobei 267 als Aktive gezählt würden.

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„Die Geselligkeit, der Zusammenhalt, das Miteinander, all das, was ein Vereinsleben ausmacht, wurde in dieser Saison jäh ausgebremst“, so Diehm, als er mit seinem Rückblick begann. Im Vorstand habe man im Sommer letzten Jahres das Pandemiegeschehen genau verfolgt und sich als Vorreiter bereits Ende September „schweren Herzens“ zur Absage der gesamten Saison entschieden. „Die große Politik hat sich, was unangenehme Entscheidungen in dieser Sache anging, sehr zurückhaltend verhalten“. Anfang Oktober, vor dem eigentlichen Lockdown, wurde der Ehrenpräsident Horst Wachter zum Ehrenbürger von Assamstadt ernannt. Als Würdigung seiner vielen Verdienste rund um die Fasnacht habe der Vorstand ihn damit überrascht, das große „Schlackohrnschiff“ auf den Namen „MS Horst“ umzutaufen. Das sei im vergangenen Jahr die letzte Aktion in Präsenz gewesen.

Aus der Not eine Tugend machen, so oder so ähnlich könne man die virtuelle Verabredung des Vorstands Anfang Januar via Zoom nennen, als es galt, mögliche Aktionen in der „Lockdown-Saison“ per Brainstorming zu erarbeiten.

Das kreative Ergebnis war ein komplettes Programm an Online-Aktivitäten für die Tage vor und für die närrischen Tage selbst. So berichteten die beiden Präsidenten Heiko Wachter und Wolfram Zeitler etwa von einer „Schlackohren-Online-Party“ für die Jungen und Mädchen der vierten Klasse, Letztere wären eigentlich die Kinderprinzengarde gewesen.

Die Trainerinnen Elke und Bettina studierten einen Online-Tanz mit jedem einzelnen Teilnehmer ein, und diese Frequenzen wurden schließlich zu einem Video geschnitten und an der Party gezeigt. Auch für den Vorstand gab es eine tolle Online-Party, die erste ihrer Art, jeder von seinem Wohnzimmer aus verkleidet und mit Musik um die Ohren zum Tanzen und zum Quizraten aufgefordert. In der Woche vor Fasnacht bis einschließlich Fasnachtsdienstag wurde täglich per WhatsApp an alle Prunksitzungsakteure und Umzugsgruppen ein Foto-Rückblick aus den vergangenen Fasnachtskampagnen versendet, um das Fasnachtsfieber so richtig zu entflammen.

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Außerdem wurde ein „Schlackohren“-Quiz per Flyer im Vorfeld der närrischen Tage in sämtliche Briefkästen der Gemeinde verteilt und forderte kleine und große Rätselfreunde auf, ihre Fachkenntnisse unter Beweis zu stellen. Alle Interessierten durften zudem ihr bestes Fasnachtsfoto einsenden, woraus ein einmaliger Film entstanden ist.

„Hausumzug“ durchgeführt

Der Aktivitäten nicht genug wurde selbstverständlich auch am Rosenmontag eine Art „Hausumzug“ bravourös mit Online-Musikstreams für alle inszeniert. Ganz spontan wurde zudem Ehrenprinz Ludwig aus seinem Schloss „Zum Straussen“ live zugeschaltet und richtete ein paar Worte an „mein Schlackohrenvolk“. „Ja, so war die vergangene Kampagne auch für uns eine ganz besondere Situation und trotz der vielen und kreativen Ideen war es am Ende für uns alle wohl dennoch gefühlt eine entfallene Saison“, so die Präsidenten.

Schriftführer Sascha Heinz fasste seinen Bericht kurz. Er sprach von insgesamt acht Vorstandssitzungen, wobei sechs davon online organisiert und protokolliert und ihm dadurch „ein ruhiges Schriftführerjahr“ beschert wurde.

Schatzmeister Tobias Habel verlas die Zahlen der Saison, die fast überwiegend aus Ausgaben bestanden. Bedingt durch eine solide Führung schloss der Verein dennoch mit einem Guthaben im Geschäftsjahr ab. Die Kassenprüfer Werner Stumpf und Heike Freudenberger bestätigten Habel eine „lückenlose und sehr gute Kassenführung.“ Da es keine Neuanschaffungen in der aktuellen Periode gab, entfiel der Bericht des Zeugmeisters Lars Hügel.

Bevor Bürgermeister Joachim Döffinger die Entlastung des Vorstands durchführte, bedankte er sich bei der FG für die sehr kreativen Online-Veranstaltungen, „die ein echter Erfolg in Anbetracht der Lage waren.“ Auch hegt er große Hoffnung, die kommende Saison wieder in Präsenz feiern zu können und versprach im Namen der Gemeinde „alles Mögliche dafür zu tun“. An die Versammlung richtete er den Antrag zur Entlastung des Vorstands, die einstimmig von erteilt wurde.

Unter Punkt „Sonstiges“ bedankte sich Ehrenpräsident Horst Wachter bei der FG für die Überraschung und die Glückwünsche im Rahmen seiner Feier zum Ehrenbürger der Gemeinde und freut sich jetzt schon auf eine Jungfernfahrt auf der „MS Horst“.

Der Vorsitzende Carsten Diehm beschloss die Veranstaltung mit einem dreifach donnernden „Schlackohr Helau“. anru

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