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Assamstadter „Schlackohren“ - Im Rahmen der Hauptversammlung wurde Peter Scherer zum neuen Schriftführer ernannt

An zwei „harten Jahren“ zu knabbern

Von 
Andrea Rudolf
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Der neue Vorstand der „Schlackohren“ mit Bürgermeister Joachim Döffinger (Fünfter von rechts). © Torsten Geißler

Assamstadt. Erstmals seit zwei Jahren fand die Generalversammlung der FG Assamstadter „Schlackohren“ wieder im Gasthaus „Zum Straußen“ statt. Der Vorsitzende Carsten Diehm teilte mit, dass die FG derzeit 359 Mitglieder zähl, wobei 272 als Aktive gezählt würden.

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Mit begrenzter Teilnehmerzahl und angepasstem Hygienekonzept sei im letzten Sommer noch das Kinderferienprogramm mit anschließender Generalversammlung unter freiem Himmel organisiert worden. „Zunächst war man guter Dinge, was die Planungen der neuen Saison anging“, so Diehm, „doch dann mussten wir aufgrund der steigenden Fallzahlen schweren Herzens im Oktober nicht nur die Prunksitzungen, sondern im Dezember auch den Rosenmontagsumzug absagen.“ Ein Gottesdienst am Faschingssamstag, der von Pfarrer Kern initiiert wurde, sei bunt und schwungvoll gewesen und habe beim einen oder anderen ein bisschen Faschingsfeeling aufkommen lassen. Die neue Kindertanzgruppe „Dance4Kids“, die lange in der Planphase verharrte, habe nun endlich mit ihren Trainerinnen starten können. Als Ersatz für die entfallene Saisoneröffnung und den Wagenbauerabend werde man Ende Juni ein Sommerfest organisieren.

Die Präsidenten Heiko Wachter und Wolfram Zeitler berichteten über eine „ultimative Kinderparty“ am Faschingsfreitag, die sie für die Kindergarde und die Kinder der vierten Klasse, „denen man die einmalige Zeit als Kinderprinzengarde geraubt hatte“, organisierten. Mit Bollerwagen und Musikanlage zogen sie „um die Häuser“ und tanzten nicht nur vor dem Haus der Familie Döffinger, sondern auch in dem ein oder anderen Straßenzug ihren während der Coronazeit einstudierten Gardetanz. Begeistert waren die beiden über die Textsicherheit der Kinder, was die traditionellen Faschingslieder der Schlackohren betrifft. „Vom Feinsten“, so Wachter. „Da müssen wir uns keine Sorgen über den Nachwuchs machen“, so Zeitler.

Schriftführer Sascha Heinz fasste seinen Bericht kurz. Er sprach von acht Vorstandssitzungen, wobei sechs davon online organisiert worden seien. Er verabschiedete sich nach acht Jahren in seiner Tätigkeit als Schriftführer mit den Worten, „es war eine schöne Zeit mit viel Spaß und Unterstützung aus dem ganzen Team“.

Schatzmeister Tobias Habel berichtete über ein „ereignisloses Jahr mit geringen Kontobewegungen“. Die Kassenprüfer Werner Stumpf und Heike Freudenberger bestätigten Habel eine „vorbildliche Kassenführung“.

Zeit wird nicht vermisst

Bevor Bürgermeister Joachim Döffinger die Neuwahlen des Vorstands durchführte, bedankte er sich bei der FG um Carsten Diehm. „Es waren zwei harte Jahre und ich vermisse diese Zeit überhaupt nicht“, so seine Worte. Es wurden immer wieder Aktivitäten geplant, und im nächsten Moment musste alles wieder umgeplant werden. „Manchmal wussten wir am Freitagnachmittag noch nicht, was am Montag überhaupt laufen darf“, da es für die Verwaltung noch keine aktualisierte Verordnung gab. „Das Gesellige, das Menschliche, einfach das Miteinander kam über diese Zeit zu kurz“ und deshalb freute er sich umso mehr, als Pfarrer Kern am Faschingssamstag einen Gottesdienst organisierte, der bei vielen Besuchern Gänsehautfeeling aufkommen ließ.

Bei den Neuwahlen wurde der neue Beisitzer Thomas Scherer gewählt. Der bisherige Beisitzer Peter Scherer wurde zum neuen Schriftführer ernannt. Alexandra Wachter übernahm nach zweijähriger Pause wieder das Amt des zweiten Zeugmeisters, das vorher Sonja Hügel innehatte. Simone Scherer wurde neben Heike Freudenberger zur neuen Kassenprüferin ernannt, da Werner Stumpf nach 22-jähriger Tätigkeit sein Amt abgab. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt.

Dem Ehrenpräsidenten der „Schlackohren“ und ehemaligen Umzugskoordinator Horst Wachter war es am Ende der Versammlung ein „Herzensanliegen“ über den spontanen Rosenmontag zu berichten. Diehm dankte Horst Wachter für seine kurze Zusammenfassung und beschloss die Veranstaltung mit einem dreifach donnernden „Schlackohr Helau“.

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