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Schlüsselübergabe

Wichtige Anlaufstelle für Familien

Familiennetzwerk hat jetzt Räume für vertrauliche Sprechstunden im Ahorner Rathaus

Von 
Elisabeth Englert
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Mit der Schlüsselübergabe wurde das Familiennetzwerk Boxberg-Ahorn offiziell eröffnet. Es freuen sich (von links) Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis, Boxbergs Bürgermeisterin Heidrun Beck, Mitarbeiterin des Diakonischen Werks Renate Geiger, Koordinator des Netzwerks vor Ort, Daniel Gehrlein, Ahorns Bürgermeister Benjamin Czernin sowie Sozialdezernentin Elisabeth Krug. © Elisabeth Englert

Ahorn. Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe wurde die Erweiterung des bisherigen Familiennetzwerks Boxberg zum Familiennetzwerk Boxberg-Ahorn in feierlichem Rahmen offiziell eröffnet.

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Interkommunale Zusammenarbeit

Bürgermeister Benjamin Czernin freute sich auf die „interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Boxberg“, die schon firm auf diesem Gebiet sei, habe sie doch bereits, zwar stark ausgebremst durch die Pandemie, im Jahr 2019 mit diesen Beratungs- und Begegnungsangeboten begonnen. Das Förderprogramm des Landkreises habe den Anstoß gegeben, sich hier einzuklinken. Aktuell fänden die Beratungen noch im alten Sitzungssaal im Rathaus in Eubigheim statt, doch werden dort, um Vertraulichkeit zu schaffen, zwei Büroräume integriert und separiert, um eine den Beratungsgesprächen angemessene Atmosphäre zu bieten. „Schließlich handelt es sich um Themen, mit denen man nicht hausieren geht“, beschrieb der Rathauschef die Problematik. Aktuell nutzen Ahorner Bürger die Gesprächsangebote in Bad Mergentheim oder Boxberg. Der Bedarf sei folglich vorhanden und immer mehr Kommunen schlössen sich diesem Netzwerk an.

Elisabeth Krug, Sozialdezernentin des Main-Tauber-Kreises begrüßte das „neue Anlauf- und Begegnungszentrum für Familien und alle Generationen“, dessen Erweiterung auf Ahorner Gemeindegebiet quasi einen „Familiennetzwerk-Booster“ schaffe. Familien, als Anker, der die Gesellschaft stabilisiere, hätten mannigfache Herausforderungen zu meistern, seien es Inflation oder die Notwendigkeit der doppelten Berufstätigkeit bei fehlenden Großeltern, die unterstützend tätig sein könnten.

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Oft laste auch alles auf nur einer alleinerziehenden Person. Krug betonte, dass der Familienbegriff weit gefasst werde. Sie lobte das „grüne Licht des Gemeinderats“ für diese Erprobungsphase in der Hoffnung, dass es danach weitergehe, und man dauerhaft eine örtliche Anlaufstelle habe, die an die früheren nachbarschaftlichen Lebenszusammenhänge anknüpfe, mithin ein „öffentliches Wohnzimmer“ entstehe.

Das Machbare machbar machen

Der Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis, Wolfgang Pempe freute sich über die Unterstützung des Landkreises, der sich an die Spitze dieser Bewegung gesetzt habe, sowie das Interesse und die Offenheit der Rathauschefs von Boxberg und Ahorn, Heidrun Beck und Benjamin Czernin. „Ich finde es gut und notwendig“, betonte Pempe den Bedarf. Fest stehe, dass man Ahorn nicht bespiele. „Wir haben nicht den Stein der Weisen gefunden.“ Vielmehr gehe es um Zusammenarbeit und Ergänzung. Mit „Das Machbare machbar machen“ postulierte er diesen Anspruch, wobei man herausarbeite: „Was braucht Ahorn?“

Die Menschen seien aufgerufen über den eigenen Dunstkreis hinauszublicken und Ergänzungsmöglichkeiten zum bestehenden Vereinsangebot zu entwickeln. Insofern nenne man sich ganz bewusst „Netzwerk“, denn man wolle Menschen, Vereine und Ortschaften verbinden.

Man sei keine Stelle, an der man sich „etwas abholt.“ Pempe wertschätzte die bereits geleistete Arbeit des Koordinators vor Ort, Daniel Gehrlein, der bereits in Boxberg, insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit den Kitas, eine solide Basis geschaffen habe.

Beratung auf Augenhöhe

Parallel laufen zu festen Zeiten verschiedene Beratungsangebote der unter Schweigepflicht stehenden Mitarbeiter. Gerade die „Beratung auf Augenhöhe“, das Gefühl, ein Gegenüber zu haben, das zuhöre, ein offenes Ohr für die Belange habe sowie nicht zuletzt das Wissen um die Verschwiegenheitspflicht werde von den Ratsuchenden geschätzt, erklärte Renate Geiger, Mitarbeiterin des Diakonischen Werks.

Als weitere Kooperationspartner sind das Deutsche Rote Kreuz sowie der Caritasverband mit im Boot und erweitern die Angebote.

Erste Kontaktaufnahmen mit den Kindergärten auf Ahorner Gemeindegebiet sind mittlerweile erfolgt, so dass nach gelungenem Start eine attraktive Bereicherung zu erhoffen ist.

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