Förderverein für die Kommune - Neuer Dorfverein Eubigheim sieht sich als Bindeglied zwischen Vereinen, Gruppen und Kirche Steffen Berner zum Vorsitzenden gewählt

Von 
Elisabeth Englert
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Über die Vereinsgründung freuen sich (von links) Bürgermeister Elmar Haas, Ortsvorsteher Roland Englert, Steffen Gold, Matthias Langer, Sven Ellwanger, Bernhard Heim, Vorsitzender Steffen Berner, Franziska Wrana, Sabrina Dünzl, Christian Bahner und Simone Strenkert. © Elisabeth Englert

„Ein Förderverein fürs Dorf“ – mit diesen prägnanten Worten brachte Steffen Berner, Mitinitiator des Dorfvereins, seine Ausführungen zur Gründung eines solchen kurz und bündig auf den Punkt.

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Eubigheim. Schon seit Längerem manifestierte sich der Gedanke, sich weiter zu vernetzen, Energien zu bündeln, Synergien zu nutzen und die Dynamik der jüngsten Dorfgeschichte aufzugreifen. Denn es lasse sich bestens an die Leistungen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, an die „72-Stunden-Aktion“ oder an den grandiosen 100. Geburtstag des FC anknüpfen.

Etwas ausgebremst durch die Corona-Situation, fand dieser Prozess nun in der formalen Vereinsgründung als Dorfverein Eubigheim vor zahlreichem Publikum in der Turn- und Festhalle einen ersten Abschluss, der gleichzeitig den Startschuss für die Aufgaben und Ziele darstellt.

Mit einem Gedanken begann es

Begonnen habe alles mit dem Gedanken, einen Treffpunkt im Ort zu finden, da es keine Gaststätten und nur eingeschränkte Einkehrmöglichkeiten gebe. Bei Beratungen mit Vereinsvertretern, dem Ortschaftsrat sowie den örtlichen Gemeinderäten signalisierten diese, dass sie mit den ihnen obliegenden Aufgaben ausgelastet seien, sie einem solchen Projekt dennoch positiv gegenüber stünden. Denn mit Sportverein, Feuerwehr, den „Boachscheißern“, Chören, Ökumenischer Frauengruppe und vielem mehr verfüge Eubigheim über eine gut strukturierte und breit aufgestellte Palette an Gruppierungen und Vereinen, sowohl weltlicher als auch kirchlicher Natur, die gut miteinander harmonierten.

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„Warum also noch ein Verein?“, stellt Berner die Frage in den Raum, um sogleich die Gründe hierfür zu liefern. Es brauche „neue Leute“, die sich einbringen, die Aufgaben müssten auf „andere Köpfe“ verteilt werden.

Der junge Familienvater betonte ausdrücklich, dass sie „in keinster Weise“ in Konkurrenz zu anderen Vereinen treten wollen, vielmehr sehe er den Dorfverein als Bindeglied zwischen den bestehenden Vereinen, Gruppen und Kirchen. „Wir wollen durch unsere Tätigkeit unterstützen und entlasten, neue Möglichkeiten entdecken, aber auch Traditionen aufleben lassen.“

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Mit der Gründung als eingetragener Verein verlaufe alles in rechtlich geordneten Bahnen, die Gemeinnützigkeit werde beantragt. Erfreut zeigte sich Berner über das Entgegenkommen der Gemeinde, die mit dem Raum im ersten Stock des alten Schulhauses eine helle, lichtdurchflutete schöne Örtlichkeit als „Ideenwerkstatt“ zur Verfügung stelle.

Genossenschaftliches Prinzip

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Ganz nach dem genossenschaftlichen Prinzip, „was einer nicht schafft, schaffen viele“, sollen unter dem Dach einer klassischen Vorstandschaft Arbeitsgruppen gebildet und dadurch die Projekte auf viele Schultern verteilt werden. Die Ideen hierfür scheinen grenzenlos. Von der Dorfverschönerung und -pflege über jahreszeitliche Dekoration, Adventsfenster, Basteln, Dorfgeschichte, Kochkurse und vielem mehr reiche die Ideenpalette, in die jeder eigene, seinen Fähigkeiten entsprechende Anregungen einbringen könne.

Der „Ideenbriefkasten“ am alten Schulhaus biete hierzu ganz analog, die Homepage auf digitalem Wege die Möglichkeit. Eine mit zu nutzende Grünfläche sowie die räumliche Nähe zum alten Sportplatz optimieren die Örtlichkeit zu einem echten Dorfmittelpunkt.

Ortsvorsteher Roland Englert freute sich über die Ambitionen, einen Dorfverein aus der Taufe zu heben. „Ich sehe darin eine Ergänzung zur bisherigen Vereinslandschaft“, so dass er sich einen Lückenschluss zu den einzelnen Institutionen sowie eine Bereicherung der Ortschaft erhoffe.

Auch Bürgermeister Elmar Haas fand lobende Worte für die Initiatoren, besonders für das gut funktionierende Vereinsleben im Ort. So schätze er, dass sich diese gegenseitig unterstützten und nicht in Konkurrenz zueinander stünden. „Das ist für ein aktives Dorfleben wichtig.“

Im formellen Teil stellte Sven Ellwanger die Satzung vor, deren Vereinszweck die Förderung von Kunst und Kultur sowie Heimatpflege und -kunde beinhalte.

Einstimmiger Beschluss

Nach einstimmigem Beschluss derselben führte Bürgermeister Haas als Wahlleiter die Wahlen des Vorstandsgremiums durch. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig. Das Amt des Vorsitzenden bekleidet Steffen Berner, sein Stellvertreter ist Sven Ellwanger. Als Schriftführerin fungiert Simone Strenkert, als Kassierer Steffen Gold. Als Beisitzerin und stellvertretende Schriftführerin übernimmt Franziska Wrana Verantwortung, Matthias Langer ist Beisitzer und stellvertretender Kassierer. Bernhard Heim als Beisitzer sowie Ortsvorsteher Englert als Beisitzer kraft Amtes komplettieren die Vorstandsriege. Kassenprüfer sind Sabrina Dünzl und Christian Bahner.

Sichtlich erleichtert freute sich Berner über das ihm und seinen Mitstreitern entgegengebrachte Vertrauen und appellierte an die Gäste, die Mitgliedsanträge auszufüllen. Dem wurde umgehend und eifrig entsprochen, ein Indiz für die überzeugende Präsentation.

„Ich bin eingetreten, weil mir die Gemeinschaft von Eubigheim am Herzen liegt und der Zusammenhalt von Jung und Alt schon immer groß geschrieben wurde“, so eine Mitbürgerin überzeugt – ein Kompliment für alle Engagierten, aber auch für die Dorfgemeinschaft, die mit diesem Verein ein weiteres Stück Vielfalt hinzugewonnen hat.