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Nach kurzer Umbauphase - Im ehemaligen Pfarrsaal der evangelischen Kirchengemeinde entstand eine Kindertagesstätte

Ein Ort der Begegnung für den Nachwuchs der Gemeinde

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Mit Inhaberin Alexandra Berner freuen sich Ahorns Bürgermeister Benjamin Czernin (links) und Eubigheims Ortsvorsteher Roland Englert (rechts). © Englert

Eubigheim. Nach kurzer Umbauphase entstand aus dem ehemaligen Pfarrsaal der evangelischen Kirchengemeinde eine Kindertagesstätte. Somit bleibt dieser als Ort der Begegnung seiner ursprünglichen Bestimmung treu.

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Der große Vierlingskinderwagen vor dem Eingang weist bereits auf die neue Nutzung hin, doch etwas in den Augenwinkeln Wahrgenommenes stört.

Ein kurzer Rundumblick schafft Klarheit: das Bäumchen mit den ungewöhnlichen „Früchten“ im Zugangsbeet. Bunte Schnuller, die die „Großen“, dem Nuckelalter entwachsenen Kinder, drangehängt haben, zieren die Zweige. „Der Schnullerbaum ist für alle, nicht nur für die Betreuungskinder“, lacht Alexandra Berner, Inhaberin der Einrichtung. Helle, zarte Pastelltöne sorgen für eine ruhige Atmosphäre, einzelne kräftige Farbtupfer schaffen Frische und Lebendigkeit. Diese hat mit den ersten Kleinen, die um den Maltisch sitzen oder auf dem Boden mit der Eisenbahn spielen, bereits Einzug gehalten.

Durch die hohen Sprossenfenster schweift der Blick ins Grüne, in dem ein altersgerechter Außenspielbereich mit Nestschaukel, Sandkasten oder „Matschküche“ auf ihre Schützlinge wartet. Gerade letztere lieben die Kinder, erklärt Berner.

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Man spürt es, denn die in ihre Arbeit vertieften kleinen „Köche“ lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Noch sucht man vergeblich ihr Gericht auf dem Wochenspeiseplan im Garderobenbereich, der für die Eltern Verbindlichkeit schafft.

Das in den Raum fallende Licht erzeugt zusammen mit dem Parkettfußboden sowie der Schallschutzholzdecke ein warmes Ambiente. Kissen, bunte Hockerchen, ein Baldachin über dem kleinen Sofa, niedrige Regale mit Spielen und Büchern tun ihr Übriges.

Die lustige Motivtapete verströmt gute Laune.

Im angrenzenden Schlafzimmer warten Gitterbettchen auf die vom Spielen erschöpften Kinder. Eine Küche, Sanitärräume und ein Büro komplettieren die Einrichtung. Maximal fünf, im Rahmen des Platz-Sharings bis zu zehn Kinder im Alter von etwa ein bis drei Jahren kann die 34-Jährige aufnehmen. In vier Ausbildungsblöcken absolvierte sie ihre Qualifizierung beim Tageselternverein Tauberbischofsheim zur Tagesmutter. Themen wie altersgerechtes Spielen, Fördern oder Lesen, Entwicklungsschritte und Ernährung standen ebenso auf dem Stundenplan wie die Sensibilisierung durch Mitarbeiter des Jugendamts für die Warnzeichen von Missbrauch und Gewalt. Zwischenzeitlich wurde das Kurspensum um 140 Stunden erweitert, die die zweifache Mutter zur weiteren Fortbildung belegen werde.

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Ahorns Bürgermeister Benjamin Czernin freut sich, mit dieser Einrichtung eine weitere Säule in der Betreuung in der Gemeinde vorweisen und das Angebot erweitern zu können. „Die Notwendigkeit ist gegeben, da die Eltern früher ins Berufsleben zurückkehren“, bringt der Rathauschef den Zeitgeist auf den Punkt. Dem kann Berner nur zustimmen, denn ab Mitte nächsten Jahres sei sie ausgebucht, wobei sich im Rahmen des Platz-Sharings noch Betreuungsmöglichkeiten ergeben könnten. Rund alle zwei Monate komme ein weiteres Kind dazu, was ideal sei im Sinne einer guten Eingewöhnung. „Das ergibt eine schöne Gruppe“, freut sie sich auf die Kinder aus den Ortsteilen sowie der Nachbargemeinde.

Auch Ortsvorsteher Roland Englert ist begeistert über den gelungenen Ausbau in nur sechs Monaten und die Weiternutzung der Immobilie zum Wohle der Ortschaft, besonders der jungen Familien.

Darüber hinaus sei der Charakter dieses markanten Gebäudes seinem Baustil entsprechend erhalten worden.

Stopp – nicht ganz, denn den Baum mit den ungewöhnlichen „Früchten“ gibt’s ja auch noch. een

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