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Bauplätze in der Gemeinde Ahorn nach wie vor begehrt

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sk/Bild: Benjamin Czernin/Gemeinde Ahorn
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© Benjamin Czernin

Ahorn. Der Gemeinderat Ahorn beschloss in seiner Sitzung am Dienstag in Eubigheim einstimmig, die Erschließungsplanung für das Baugebiet „Unterm Sindolsheimer Weg“ in Hohenstadt (Bild) an das Büro Walter und Partner zu vergeben. Mit einem Angebotspreis von 14 592 Euro war es der günstigste Bieter. Fünf neue Bauplätze sollen dort entstehen. Bauplätze sind in der Gemeinde Ahorn nach wie vor begehrt. Aktuell läuft bereits eine weitere Ausschreibung für das Baugebiet „Schusteräcker III“ in Eubigheim. sk/Bild: Benjamin Czernin/Gemeinde Ahorn

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Thema : Bau-Boom in der Region

  • Tauberbischofsheim Baukultur: Gute Lösungen durch planerische Langsamkeit

    Es war eine ungewohnte, da einige ‚fremde Gesichter’ zierende, aber auch vorfreudig-aufgeregte Stimmung, als im Engelsaal in Tauberbischofsheim die Veranstaltung „Fokus:Material – Verantwortung, Konstruktion und Gefühl“ zu Architektur und Baukultur begann. Bürgermeisterin Anette Schmidt, die diesmal im Publikum saß, erlebte mit allen anderen Teilnehmenden einen – trotz der mitunter ins fachliche Detail führenden Diskussion – unterhaltsamen Abend, der die Bedeutung der „richtigen“ Materialwahl bei der Gestaltung von Gebäuden und Plätzen vielseitig beleuchtete. {element} Die eigens für die Veranstaltung aus Stuttgart angereiste Geschäftsführerin des BDA Baden-Württemberg, Bernita LeGerrette, lobte die inhaltliche Tiefe der Veranstaltung - die Präsenz-Premiere der Reihe „Kaleidoskop Tauberbischofsheim - Gespräche zur Baukultur“ ist gelungen. {furtherread} Dass mit den eingeladenen externen Expertinnen, die aus der Region stammende Architektin Dea Ecker und der Architekt Tilmann Jarmer, der unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München als Kollege von Veranstaltungsinitiator Johannes Sack am Lehrstuhl von Professor Nagler zum Thema „Einfach Bauen“ forscht, zwei ganz unterschiedliche architektonische Charaktere aufeinander trafen, war im ersten Moment überraschend. Ist man doch irgendwie der Meinung, dass Architekten gleiche Ansprüche an gute Architektur haben. Dass sie im Prinzip schon ähnlich denken, nur die Wege dahin durch unterschiedliche Haltungen und Herangehensweisen geprägt sind, führten die beiden Impulsvorträge dann auch bildhaft vor Augen. Und so wurde man im gutbesuchten Engelsaal Zeuge eines interessanten Schlagabtauschs mit einer profilierten Schärfe, die man sich oft nur wünschen kann. Professionell knüpfte Moderatorin Mariella Schlüter in der anschließenden Podiumsdiskussion aus den Statements der Kurzvorträge prägnante Fragen und band dabei gekonnt die beiden als ‚Tauberbischofsheimer Persönlichkeiten’ geladenen gesellschaftlichen Akteure, Birgit Frei (Ortschafts-, Pfarrgemeinde- und Caritasrätin) und den die Immobilienprojektierung der Volksbank Main-Tauber leitenden Frank Künzig in das Gespräch mit ein. Viele Möglichkeiten Spannend und erkenntnisreich war es zu verstehen, wie selbstverständlich man sich mit Material umgibt und wie viele Möglichkeiten – gerade im Bezug auf den nachhaltigen Einsatz von Materialien, einhergehend mit der gesellschaftlichen Verantwortung, den Lebenszyklus der einzelnen Bauteile in den Blick zu nehmen sowie im besonderen auch bezogen auf die räumliche Qualität architektonisch-hochwertiger Gestaltung – in jeder Bauaufgabe stecken können. So plädierte Dea Ecker in ihrem Schlussstatement für die Anerkennung einer „planerischen Langsamkeit“, die einer guten Lösung zur Gestalt verhilft. Abschließend stellten alle Podiumsgäste jeweils eine Publikation vor, die mit Unterstützung der Volksbank für die städtische Mediothek gespendet wurde, dort die Veranstaltung in einem gewissen Maße verstetigt sowie zum tiefer Eintauchen anregt. Dann gab es noch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Der durchschlagende Erfolg der ersten Veranstaltung in Präsenz, die die Reihe professionell aus dem Digitalen ins Reale geholt und damit Maßstäbe gesetzt hat, lässt sich am besten an der Reaktion einer baukulturell interessierten Teilnehmerin veranschaulichen: „Ich konnte mir vorher unter dem Titel nicht viel vorstellen – aber die beiden Architekt*innen haben mir tatsächlich aus dem Herzen gesprochen!“ Wer den ersten Termin der Kaleidoskop-Saison 2022 verpasst hat, hat bereits am 2. Mai wieder die Möglichkeit, das Format im Engelsaal zu erleben. Da wird die verschobene Veranstaltung vom 29. No vember 2021 nachgeholt. „Fokus:ORT – Bezug, Wahrnehmung und Inspiration“ unter anderem mit der Architektin Jórunn Ragnarsdóttir aus Berlin und dem Architekten Rolf Klärle aus Bad Mergentheim. Klaus Kornberger, der diesmal noch im Publikum saß, wird dann ebenfalls auf der Bühne zu erleben sein.

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