Wettbewerb am EBG - Lesefähigkeit mit Besuchen von Autoren und spannenden Büchern fördern Vorlesen stärkt kognitive Fähigkeiten und macht Spaß

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jpw
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Adelsheim. Der diesjährige Bundesvorlesetag war am 16. November. In diesem Zusammenhang ist erneut auf die nie zu überschätzende Bedeutung der Lesefähigkeit hingewiesen worden.

Soziale Kompetenzen

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Studien belegen, dass Kinder, die bereits regelmäßig vorgelesen bekommen (auch das gemeinsame Ansehen von Bilderbüchern im Kleinkindalter gehört dazu), ihre kognitive Fähigkeiten stärken und soziale Kompetenzen ausprägen.

Über diese Bedeutung ist man sich am Eckenberg-Gymnasium sehr im Klaren. Während vor etwa einem Monat ein professioneller Autor die Schule besucht hat, um aus seinem aktuellen Jugendroman vorzulesen (Tobias Elsäßer: „Eden Park“), waren nun die Schüler selbst die Profis: Mitte November wurde der Vorlesewettbewerb veranstaltet.

Nach dem jeweiligen Klassenentscheid traten Antonia Bahner (6 a), Emilia Stößer (6 b) und Paloma Renner (6 c) im Schulentscheid gegeneinander an. Die drei Leserinnen konnten ihr Publikum mit ihren Texten fesseln.

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Spannend ist, dass es offenbar gar keine Rolle spielt, ob die Bücher eher schon älter sind oder sie aus einer Zeit stammen, in der die Sechstklässler selbst gerade aufwachsen. So las Emilia aus einer Jugendbuchreihe, die im Jahr 2008 begonnen worden ist: „Ein Fall für das Tigerteam“ von Thomas Brezina.

Tiger-Team

Das Tiger-Team besteht drei jungen Detektiven, die Abenteuer durchstehen. Fast schon ein Klassiker (deutche Erstveröffentlichung 1999) ist J.K. Rowlings „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, mit dem Antonia ins Rennen ging. Noch klassischer ist „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, woraus Paloma vorlas. Das liebevoll geschriebene Buch über Freundschaft und Familienfehden hat auch nach fast 40 Jahren (1981 erschien es erstmals) seinen Reiz nicht verloren.

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Dies galt auch für den Fremdtext. Ohne Vorbereitungsmöglichkeit lasen die drei Wettbewerberinnen aus Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ (1957) vor.

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Die aus zwei Deutschlehrerinnen bestehende Jury (Fr. Bender und Fr. Planck) entschied, dass Paloma insgesamt in den Lesungen die Texte am besten interpretiert und an die Zuhörer gebracht hatte. Sie erhielt neben einer Urkunde einen Buchpreis und vertritt nun das Eckenberg-Gymnasium beim Regionalentscheid. jpw