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Jahreshauptversammlung - Berichte, Wahlen und Ehrungen auf der Tagesordnung

Stadtkapelle kam gut durch Pandemie

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Adelsheim. Ehrungen und und Neuwahlen standen bei der Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle auf der Tagesordnung. Die Kapelle ist gut durch die Pandemie gekommen und war innovativ, hieß es bei der Versammlung.

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Dem Vorstandsduo Katharina Eibner und Sebastian Schwenk war die Freude anzusehen, als sie Musiker und Gäste zur ersten Jahreshauptversammlung nach 2019 begrüßen durften. Zunächst gab Katharina Eibner einen Rückblick auf das Jahr 2019, das noch völlig „normal“ und mit vielen gewohnten und in den letzten Jahren schwer vermissten Auftritten, wie Volksfest, Maiwecken, Jahreskonzert, aber auch Neuem und Einmaligem, wie der Amtseinführung von Bürgermeister Bernhardt oder dem WWW-Cafe.

Langjährige Mitglieder wurden ausgezeichnet. © Kapelle

Zum Jahresende 2019 wurde auch klar, dass man die bisherige Zusammenarbeit mit Dirigentin Isabel Gonzales-Villar nicht fortsetzen wollte. Der Dirigentenwechsel hin zum neuen Alt-Dirigenten Steffen Siegert erfolgte am 23. Januar 2020. Und dann kam Corona. Trotz aller Schwierigkeiten, aller Vorgaben und Hygieneanforderungen gelang es der Feuerwehr- und Stadtkapelle dennoch diese Herausforderung zu meistern. Vorstand und Dirigent gingen gleichermaßen auf das hohe Maß an Innovation ein, welches hier an den Tag gelegt wurde. Neben Online-Proben während der Lockdowns, gelang es der Stadtkapelle sehr schnell wieder einen geregelten Probenbetrieb – zunächst bei Familie Leykauf in Merchingen, später in der Aula der Martin von Adelsheim Schule – aufzunehmen. Mit den Picknickkonzerten sendete die Stadtkapelle als einer der ersten Vereine wieder ein Hoffnungszeichen in Zeiten der Pandemie, welches später von vielen anderen Vereinen in ähnlicher Form durchgeführt wurde.

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Mit einem Maiwecken und Adventskalender, die allesamt online stattfanden, zeigte die Stadtkapelle, dass es auch zu Zeiten des Lockdowns möglich war, musikalisch aktiv zu sein. Mit einem Frühschoppen, der Umrahmung von Hochzeiten und zuletzt auch dem Benefizkonzert für die Ukraine konnte man die Spielräume der gelockerten Maßnahmen immer mehr nutzen, um zu dem zurückzukehren, was der eigentliche Auftrag eines solchen Orchesters ist.

„Flexibel bleiben“

„Wenn uns Corona eins gelehrt hat, dann flexibel zu bleiben und spontan zu sein! Zusammen haben wir in diesen letzten zwei verrückten Jahren mehr als einmal bewiesen, dass auf die Stadtkapelle Adelsheim Verlass ist, darauf können wir echt stolz sein!“, schloss Eibner ihren Rückblick.

Ralf Simonides berichtete e als Jugendleiter, dass die zurückliegenden Jahre auch an der Jugendkapelle nicht spurlos vorübergegangen sind. Dennoch wurde Unterricht gegeben, wann immer dies möglich war. Hierzu wurden die Unterrichtsräume entsprechend präpariert und ein entsprechendes Hygienekonzept umgesetzt. Ein Dirigentinnenwechsel in der Jugendkapelle erfolgte ebenfalls. Anne Bangert gab studienbedingt den Stab an Hannah Schöll weiter, die seit dem Frühjahr 2021 der Jugendkapelle vorsteht und mit viel Engagement daran arbeitet, die Corona-Nachwirkungen nun abzuschütteln. Trotz aller Einschränkungen wurde ein Theoriekurs für neue Jungmusiker durchgeführt, die allesamt auch dabeigeblieben sind und mittlerweile auf ihren Instrumenten unterrichtet werden.

Karin Schmutz gab als Kassier einen Bericht über ein enormes Zahlenwerk, welches die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben der vergangenen Jahre detailliert darlegte. Aufgrund ihrer Akribie konnten auch die Kassenprüfer Carina Henninger und Christian Simonides nichts finden, was hätte beanstandet werden können. Die Entlastung des Vorstands wurde durch Bürgermeister Bernhardt durchgeführt und erfolgte einstimmig.

Zweiter großer Tagesordnungspunkt waren Neuwahlen nahezu aller Verantwortlichen. Während die beiden Vorstände und Kassier im Amt bestätigt wurden, wurde Rainer Schöll als weiterer Vorstand und Maike Schwenk als Schriftführerin gewählt. Der Beirat setzt sich neu zusammen. Hier stehen Daniel Simonides, Willi Zemke, Simon Püringer, Sebastian Zemke und Birigt Zekl dem Vorstand künftig beratend zur Seite.

Breiten Raum nahmen auch die Ehrungen ein.

Ehrungen 2020:

Zehn Jahre: Meike Pauly, Aaron Büttner, Dirk Schumacher, Christian Zimmermann.

15 Jahre: Anne Bangert, Manuela Röser.

25 Jahre: Andi Zeh.

30 Jahre: Sebastian Zemke.

35 Jahre: Stefan Rauch, Rainer Schöll.

40 Jahre: Gerhard Pauly, Ralf Simonides.

45 Jahre: Kornel Eck.

60 Jahre: Tony Winkler.

Ehrungen 2021:

Zehn Jahre: Niklas Schäfer, Etienne Zinkel.

15 Jahre: Moni May, Daniel Simonides.

20 Jahre: Matthias Granitzer.

25 Jahre: Manuel Matt.

30 Jahre: Steffen Siegert.

35 Jahre: Katharina Eibner, Andreas Eibner.

40 Jahre: Friederike Madinsky, Tanja Müller.

45 Jahre: Karin Schmutz, Birgit Zekl, Ludwig Hollik, Thomas Schäfer.

Dabei gab es auch eine besondere Ehrung. Tony Winkler, im Frühjahr erst 80 Jahre jung geworden, wurde für 60 Jahre aktives Musizieren geehrt. Mit Standing Ovations übergaben Eibner und Schwenk dem Jubilar Urkunde und Präsent übergeben. Stefan Rauch führte seitens des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland ebenfalls besondere Ehrungen durch. Gerhard Pauly, Ralf Simonides, Friederike Madinsky und Tanja Müller wurden für 40 Jahre aktives Musizieren mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet. Tony Winkler erhielt mit einem Ehrenbrief, sowie der goldenen Ehrennadel mit Diamanten eine ganz besondere Ehrung seitens der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände.

Bürgermeister Bernhardt überbrachte in seinem Grußwort die Wünsche der Stadt und des Gemeinderates. Er zeigte sich froh, darüber, dass die Stadtkapelle es nicht nur geschafft hatte, während Corona immer wieder für Akzente zu sorgen, sondern auch, dass man sich auf die Kapelle verlassen kann. Wann immer sie gebraucht wird, sei die Stadtkapelle zur Stelle, wie zuletzt auch bei der Eröffnung der Umgehungsstraße.

Mit den besten Wünschen für ein hoffentlich „normales“ Jahr 2022 übergab er an Daniel Balles, Stadtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Neben den besten Wünschen freute er sich, dass es mit Feuerwehr- und Stadtkapelle – eigentlich eine Abteilung der Feuerwehr – einen so guten und unkomplizierten Austausch gebe. Man sei füreinander da, sei es in Trauerfällen, oder wie zuletzt beim Konzert für die Ukraine, als die Feuerwehr für die technische Ausstattung sorgte.

Mit dem Ausblick auf 2022, der unter anderem auf die Serenade am 23. Juli, weiteren Unterhaltungsauftritten, sowie dem Konzert des Landesblasorchesters am 30. Oktober, schloss Sebastian Schwenk eine umfangreiche Jahreshauptversammlung.

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