Kindergarten „Arche Noah“ - Erweiterungsbau fertiggestellt / Bereits seit 1. Februar findet die Notbetreuung in den Holzmodulen statt „Rundum gelungene“ Lösung gefunden

Nach nicht einmal einem Jahr Planungs- und Umsetzungsphase ist der Erweiterungsbau des Sennfelder Kindergartens fertiggestellt. Seit Februar werden dort Kinder betreut.

Von 
Nicola Beier
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Die Holzmodule für die Erweiterung des Kindergartens Sennfeld kamen schon im November – nun wurde das Gebäude offiziell eingeweiht. Mit dabei waren Kindergartenleiterin Tatjana Felch (Dritte von links), Pfarrer Dr. Markus Roser (grüner Pullover) und Bürgermeister Wolfram Bernhardt (rechts). © Nicola Beier

Sennfeld. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagt man normalerweise – doch so lange hat die Umsetzung des Erweiterungsbaus am Sennfelder Kindergarten „Arche Noah“ gar nicht gedauert und er ist trotzdem schon fertig. Bereits zum 1. Februar wurden die ersten Kinder unter drei Jahren in der Notbetreuung dort beaufsichtigt. Nun fand die offizielle Einweihung statt. Neben Pfarrer Dr. Markus Roser von der evangelischen Kirchengemeinde und Kindergartenleiterin Tatjana Felch waren Bürgermeister Wolfram Bernhardt, Kurt Engel von der Firma Komminvest und Kathrin Schwab vom Kindergartenförderverein gekommen.

Container waren keine Lösung

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Die Stadt plante zuerst mit Containern als Zwischenlösung, entschied sich dann aber nicht zuletzt wegen der einladenden Atmosphäre, der kostengünstigen Umsetzung und der Haltbarkeit für die Holzmodule der Firma Komminvest. „Das erste Treffen fand vergangenes Jahr im Frühjahr statt“, erklärte Engel. Seither ist viel passiert. Den Auftrag erhielt Komminvest dann im August, bereits Ende November wurden die Module angeliefert und aufgebaut.

Im Februar sind die Kinder eingezogen, die sich dort richtig wohlfühlen, wie Tatjana Felch bestätigt. Denn nicht nur von außen ist das Gebäude mit der Holzverkleidung ein Hingucker, auch innen machen die Wände und Decken aus Holz viel her. Eine Fußbodenheizung sorgt auch bei Minustemperaturen für warme Kinderfüße. Spielzeuge stehen bereit, um die Kleinen zu beschäftigen. An den Wänden findet sich neben einem Baum auch eine Eule, die den Kindern beim Spielen Gesellschaft leistet. Mit dem hellen Farbkonzept, zu dem auch gelbe Türen gehören, bekommt man gleich ein wohliges Gefühl.

„Das Gebäude passt gut ins Gelände“, so Engel weiter, der die Module als gute Lösung bezeichnete. Ein Einweihungsgeschenk soll es zum Einzug auch noch geben – eine Holzrundbank, die jedoch nicht mehr rechtzeitig fertig wurde.

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Bürgermeister Wolfram Bernhardt war ebenfalls glücklich über die rasche Umsetzung des Projekts: „Keiner hat geglaubt, dass das so schnell möglich ist.“ So habe man für das Problem der zu knappen Kindergartenplätze eine „überzeugende“ und „rundum gelungene“ Lösung gefunden. Dass gleich die Bereitschaft vonseiten des Kindergartens da war, durch den Anbau neue Plätze zu schaffen, sei nicht selbstverständlich, weshalb er sich bei allen Beteiligten bedankte. „Ich wäre am liebsten fast selbst eingezogen“, scherzte er beim Anblick der Einrichtung, die ihm sehr gefalle. Sein Dank galt ebenfalls den Eltern, die kurze Zeit vorher noch Spielgeräte aufgebaut hatten, um das Gebäude für die Kinder einzurichten. Die gute Zusammenarbeit von Verwaltung und Komminvest lobte er ebenfalls.

„Mäuse-Gruppe“ zieht ein

Pfarrer Dr. Markus Roser freute sich, dass das neue Zuhause der „Mäuse-Gruppe“ nun endlich fertig ist. „Ich bin glücklich, dass die Container-Lösung nicht realisiert wurde“, sagte er und sprach sich für die dauerhaften und schönen Holzmodule aus. Der Stadt dankte er besonders dafür, dass sie das Projekt umgesetzt hat, wofür der Kauf des Kindergartengebäudes und Grundstücks erfolgen musste. Als Komminvest zu einer Besichtigung im Bad Mergentheimer Kindergarten eingeladen hatte – welcher ebenfalls in Holzmodulbauweise entstanden war – hatte Roser diese Bauweise für eine „ökologisch und ökonomisch tolle Idee“ gehalten, da viele natürliche Materialien verwendet worden waren und die Module voll gedämmt sind, ganz im Gegensatz zu Containern. Sein Wunsch sei nun, den Kindern „einen Ort zu geben, von dem sie gut ins Leben starten.“

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Kindergartenleiterin Tatjana Felch zeigte sich ebenfalls begeistert vom „tollen Gebäude“. Die Kinder seien mit „leuchtenden Augen und voller Freude“ zum ersten Mal in die neuen Räumlichkeiten gekommen und auch die Eltern hätten eine positive Rückmeldung gegeben.

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Bis es in den wärmeren Monaten dann zum Spielen in den Garten geht, muss sich dort jedoch noch etwas tun. Daher habe man eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen, bei der bereits 5000 Euro für neue Spielgeräte und Garteneinrichtung zusammengekommen seien, erklärt Kathrin Schwab vom Kindergartenförderverein. In Zusammenarbeit mit den Eltern werde man dieses Projekt als nächstes angehen.

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