Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg - Anatoli Uschormiski referierte in Sennfeld / Unterschiedliche Messias-Erwartungen beschrieben Viele Erkenntnisse beim Studientag über das messianische Judentum

Lesedauer: 

Sennfeld. Im vergangenen Jahr hatte der Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg mit den Studien zum messianischen Judentum begonnen. Anatoli Uschormiski, selbst Jude, messianischer Leiter und Mitarbeiter im EDI (Evangeliumsdienst für Israel) hatte seinerzeit in Adelsheim einen Vortrag über "Messianische Juden heute" gehalten.

AdUnit urban-intext1

Jetzt kam er auf erneute Einladung des Kirchenbezirks nach Sennfeld zum Studientag über das Thema "Jüdische Messiaserwartung und kirchliche Christologie: eine messianisch jüdische Standortbestimmung".

In seinem Vortrag vor über 20 Teilnehmern beschrieb er im ersten Teil die unterschiedlichen Messiaserwartungen im Judentum: Der gesalbte als König, die enge Verbindung zwischen Priester und König, das Auftreten messianischer Hoffnung und die Messiaserwartungen im Judentum in nachbiblischer Zeit. Im zweiten Teil "Jeschua der Messias" legte er den Fokus auf die Ausarbeitung einer messianisch-jüdischen Christologie.

Er verdeutlichte, dass der Messias ein Jude, ein Nachkomme Davids und ein König ist, der die Thora erfüllt, indem er sie bestätigt. Nach seiner Überzeugung ist Jeschua der Messias, identisch mit Adonai, der sich selbst am brennenden Dornbusch offenbarte. Er betonte, dass der Auftrag der messianischen Gemeinden heute darin bestehe, das Volk Israel zu seiner wahren Identität mit all ihren Aufgaben und Pflichten gegenüber Gott und den Menschen zurückzuführen. Das Wesentliche dabei sei die Erkenntnis des Messias, der die Menschen mit Gott, dem Vater, versöhnt habe. Den christlichen Gemeinden gegenüber bestehe der Auftrag, ihnen von ihren jüdischen Wurzeln zu erzählen.