CDU-Stadtverband Adelsheim - Im Rahmen einer Feier zum 70-jährigen Bestehen wurden langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet Positive Entwicklung der Stadt entscheidend geprägt

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Glückwünsche zum 70. Geburtstag des CDU-Stadtverbandes entbot Peter Hauk (links). Stadtverbandsvorsitzender Dieter Röcker ehrte im Beisein von Bürgermeister Gramlich Professor Manfred Dorsch und Hans-Jürgen Pittner.

© Klotz

Sennfeld. Der CDU-Stadtverband Adelsheim feierte im Gasthof "Engel" in Sennfeld sein 70-jähriges Bestehen. Dabei wurden Manfred Dorsch für 40-und Hans-Jürgen Pittner für 20-jährige Zugehörigkeit (20 Jahre Stadtrat) geehrt.

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Schuhmachermeister Albert Rückert hat den Ortsverein am 5. Dezember 1945 mit rund 20 Bürgern, darunter Friedrich Gerner und Eugen Stahl, gegründet. "Seit dieser Zeit haben die Mandatsträger der CDU entscheidend die positive Entwicklung der Stadt und auch des Landkreises geprägt", so Peter Hauk in seinem Grußwort.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Dieter Röcker ließ Professor Manfred Dorsch, 30 Jahre im Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Adelsheim von 1984 bis 1989 und 1994 bis 1999 sowie Träger des Verdienstkreuzes des Städtetages in Gold, die 70 Jahre Revue passieren.

Zunächst ging Dorsch auf die Gründung des CDU-Ortsvereins ein. Erster Vorsitzender war von 1945 bis 1953 Albert Rückert. Bei der Kreistagswahl 1947 im Wahlkreis I Adelsheim-Seckach erreichte die CDU in Adelsheim 38 und in Leibenstadt 36 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Hoher, persönlicher Einsatz

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Von 1948 bis 1972 war Gründungsmitglied Friedrich Gerner Bürgermeister der Stadt Adelsheim. Gerner habe sein Amt mit hohem, persönlichen Einsatz ausgeübt. Ihm sei es zu verdanken gewesen, dass die Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten in Adelsheim eine neue Heimat fanden, indem er zunächst Unterkünfte in Adelsheimer Familien besorgte, später Wohnsiedlungen bauen ließ und für die Schaffung von Arbeitsplätzen sorgte. Als Mann der ersten Stunde gehörte Gerner von 1946 bis 1971 dem Kreistag des damaligen Landkreises Buchen an. Aufgrund seines Wirkens im DRK und für die Menschen dieses Raumes wurde ihm 1987 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Weitere Vorsitzende waren von 1953 bis 1966 Eugen Stahl und von 1966 bis 1973 Armin Herold. 1973 wurde Günter Bauer als Nachfolger von Bürgermeister Friedrich Gerner gewählt, und es erfolgte die Eingemeindung von Leibenstadt. Von 1973 bis 1985 war Walter Wiswesser Vorsitzender. In dieser Zeit fielen wichtige Entscheidungen, unter anderem die Vereinigung von Adelsheim und Sennfeld zur neuen Stadt Adelsheim. Am 11. März 1983 wurde Peter Hütt zum neuen Bürgermeister gewählt.

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Von 1985 bis 1999 führte er selbst den CDU-Stadtverband, so Dorsch weiter. In dieser Zeit fielen wichtige Entscheidungen für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Aufbaugymnasiums (ABG).

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Dorsch, der die Funktion des Landeselternbeiratsvorsitzenden der Aufbaugymnasien in Baden-Württemberg inne hatte, betonte, dass auch aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem damaligen Schulleiter, Oberstudiendirektor Gerhard Pauly, und dem damaligen Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder erreicht werden konnte, dass das Landessschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU) eingerichtet wurde und durch die Einführung der Klassen fünf und sechs durch die Stadt Adelsheim die Aufwärtsentwicklung des ABG heute (EBG) begann.

Pauly war bereits 1945 Mitglied der CDU Mosbach und ab 1965 Mitglied im Stadtverband und Kreisvorsitzender der Senioren-Union. Im März 1997 wurde ihm die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland für besondere Verdienste für das Adelsheimer Gymnasium verliehen.

Von 1999 bis 2006 leitete Meinolf Stendebach den Stadtverband. Walter Muth wurde im März 1999 zum neuen Bürgermeister gewählt. Stendebach habe als Vorsitzender der Bürgerinitiative für Menschen (BIM) für die Umgehungsstraße Adelsheim-Osterburken gekämpft. Für seinen vorbildlichen Einsatz zum Wohle der Menschen hier im Bauland wurde Stendebach das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Von 2006 bis 2010 leitete Wolfgang Zürn den Stadtverband. Sein besonderes Anliegen sei die Erweiterung der Kontakte zu umliegenden Ortsverbänden und die Erhöhung der Mitgliederzahl gewesen.

Großes Engagement

Seit 2010 steht Dieter Röcker dem Stadtverband vor. Röcker leite diesen mit großem Engagement, unter anderen wurden Institutionen besucht, Veranstaltungen mit dem Notariat über Themen wie Testament und Vorsorgevollmacht angeboten, Grillfeste und Radtouren durchgeführt. Bei der Gemeinderatswahl im Mai 2014 errang die CDU 36,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. eve