Waldbegehung in Leibenstadt - Mit dem Planwagen zu verschiedenen Stationen Die Eiche wird als Zukunftsbaum gefördert

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Leibenstadt. Im 840 Hektar großen Leibenstadter Gemeindewald fand am Samstag die im Zweijahresrhythmus stattfindende Waldbegehung statt.Von Revierförster Ralph Melzer wurden Bürgermeister Klaus Gramlich, Ortsvorsteher Dieter Stahl, Ortschafts- und Gemeinderäte, sowie interessierte Bürger über die aktuelle Situation des Waldbestandes und laufender Forstmaßnahmen informiert.

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Die Waldbegehung beinhaltete insgesamt fünf Stationen. Diese waren: Lärchenweg, Erzgrubenweg, Panzerweg, Berndliswald und Rittersholz. Nachdem Ortsvorsteher Dieter Stahl vor dem Dorfgemeinschaftshaus die Teilnehmer der Waldbegehung begrüßt hatte, fuhr er diese mit seinem Traktor und einem Planwagen zur ersten Station "Lärchenweg".

Hier werden nach und nach die hiebreifen Fichten genutzt, um die Fläche mit Douglasien/Fichten aufzuforsten, wobei ein Drittel Douglasie und zwei Drittel Fichten angepflanzt werden. Die Douglasie bleibe im Altbestand stehen und die Fichte werde bis zum Alter von etwa 40 Jahren vorher genutzt, so dass ein Douglasien Wald übrigbleibe, erklärte Revierförster Melzer.

Im "Erzgrubenweg" wurde die Durchforstung von jungen Eichenbeständen besichtigt, die Auswahl von sogenannten "Zukunftsbäumen" erörtert und im angrenzenden Douglasbaumholz das Ergebnis nach einer Vollerntedurchforstung besprochen.

Eiche als Lichtbaumart

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Bei den Eichen werden alle zwölf bis 15 Meter sogenannte Zukunftsbäume ausgesucht und besonders gefördert, beziehungsweise freigestellt. Zukunftshölzer seien die zukünftigen hochwertigen Furniereichen, so der Revierförster. Die Zukunftsbäume werden bei jedem Eingriff gefördert. Der größte Zuwachs bei den Eichen spielt sich im Alter von 30 bis 70 Jahren ab. Der Eiche als Lichtbaumart müsse besonders Platz gegeben werden, unterstrich de r Förster. Die zuwachsstarken Nadelholzbestände seien aus betriebswirtschaftlicher Sicht wichtig. Daher versuche man, die Anzahl des Nadelholzes im Stadtwald Adelsheim auf 30 Prozent zu erhalten beziehungsweise auf 30 Prozent zu erhöhen. Sturm und Borkenkäferflächen werden auch wieder mit Nadelholzbeständen aufgeforstet, so Melzer.

Auf dem "Panzerweg" wurde im Anschluss das Eschensterben diskutiert und eine Borkenkäferfläche begutachtet, welche wieder mit Nadelholz aufgeforstet werden soll.

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Im "Berndliswald" wurde der Wald nach starker Durchforstung begutachtet und die maschinelle Traufpflege und durch Maschinen unterstützte Waldrandpflege besprochen. jüh