Am Eckenberg-Gymnasium in Adelsheim - Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und Studiendirektorin Gabriele Franke bekamen einen umfassenden Einblick Das LSZU ist ein "Glücksfall" für die Schule

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Interessiert: Regierungspräsidentin Kressl zu Besuch im Labor.

© Klotz

Adelsheim. Hohen Besuch hatte das Eckenberg-Gymnasium in Adelsheim: Regierungspräsidentin Nicolette Kressl überzeugte sich über die facettenreichen Lernmöglichkeiten.

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Gemeinsam mit Studiendirektorin Gabriele Franke, die für das EBG zuständige Schulreferentin des Regierungspräsidiums Karlsruhe, waren darüber hinaus das Landesschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU) und das Internat Stationen eines Rundgangs.

Ein Meinungsaustausch mit anschließender Diskussion unter Beteiligung der erweiterten Schulleitung, Vertretern des Personalrats, der Schülersprecher, dem Vorstand des Elternbeirates sowie Bürgermeisters Klaus Gramlich schloss den Ortstermin ab.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Oberstudiendirektor Meinolf Stendebach war zunächst das LSZU das Ziel. Abteilungsleiter Studiendirektor Reinhard Scheible bezeichnete die Einrichtung als "Glücksfall" für die Schule wie auch für die baden-württembergische Bildungslandschaft insgesamt. Gerade im Zuge der von dem ab 2016 geltenden Bildungsplan geforderten "Bildung zu nachhaltiger Entwicklung" sei das LSZU noch wichtiger geworden. Hier würde den "Entscheidungsträgern von Morgen" Umwelt und Natur wieder nähergebracht, und man könne der zunehmenden Entfremdung von der Natur entgegenwirken, so Scheible weiter.

Naturnahe Lernorte

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Das damit verbundene praktische Arbeiten in gut ausgestatteten Labors konnten Kressl und Franke unmittelbar beobachten, indem sie Schülern aus Altensteig, die derzeit am EBG gastieren, beim Mikroskopieren und der Laborarbeit über die Schultern schauten.

Die Regierungspräsidentin zeigte sich zufrieden mit der nahezu 100-prozentigen Auslastung des LSZU. Vervollständigt wurde der positive Eindruck durch die Besichtigung von Schulgarten und Schulteich, zwei von zahlreichen naturnahen Lernorten.

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Ehe die Delegation sich von Internatsleiter Jürgen Kroenlein durch das angeschlossene Internat, in dem derzeit 30 Schüler leben, führen ließ, stellte Oberstudienrat Frank Endlich die Vorzüge der parallel angebotenen G8- und G9-Züge vor: das Adelsheimer Modell.

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Je nach persönlichem Leistungs- und Entwicklungsstand der Schüler könne das vertiefende und mit mehr Übungsphasen versehene zusätzliche Jahr genauso nützlich sein, wie der an den meisten Gymnasien gängige achtjährige Weg.

Da sich derzeit etwa zwei Drittel aller Schüler nach der sechsten Klasse für "G9" entscheiden, fragte die Regierungspräsidentin, ob man eine Zunahme dieses Trends befürchte. Endlich betonte, dass es immer Schwankungen gebe, durch entsprechende Beratung der Elternschaft ließe sich der aktuelle Status aber halten, da er individuelle Vorteile biete. Zudem verwies de Oberstudienrat auf die Tatsache, dass derzeit aufgrund des Wahlverhaltens der Eltern verhältnismäßig kleine siebte Klassen gebildet werden könnten, was eine Binnendifferenzierung innerhalb der Klassen entgegenkomme.

Die Möglichkeit, am EBG die Allgemeine Hochschulreife auch als Schüler mit "Mittlerem Bildungsabschluss" erlangen zu können, erläuterte Oberstudienrat Axel Busch, der mit dem sogenannten G3-Zug (Realschulaufbauzug) betraut ist.

In der Diskussion, an der die gesamte Schulleitung des EBG, Bürgermeister Gramlich, der Elternbeiratsvorstand, die ÖPR-Vorsitzende, die BfC des EBG, der Verwaltungsleiter des EBG, die Schülersprecher und der Internatsleiter teilnahmen, baten sowohl die Schüler- als auch die Elternvertreter die Regierungspräsidenten, sich bei den verantwortlichen Politikern dafür einzusetzen, dass auch an den Gymnasien der Klassenteiler und auch der "Kursteiler" in den Jahrgangsstufen weiter gesenkt werden, was zwangsläufig zu einer verbesserten Unterrichtsversorgung führen wird. eve