"Bukuumi-Projekt" - Organisationsteam zog Bilanz / "Der eingeschlagene Weg ist absolut richtig und soll weiterverfolgt werden" "Bildung ist der Königsweg aus der Armut"

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Seckach/Bödigheim. Das Organisationsteam "Partnerschaft Bukuumi" der Seelsorgeeinheit traf sich in Zimmern, um Bilanz zu ziehen. Darüber hinaus befassten sich die Mitglieder mit der Wirtschaftsplanung für 2016 in Sachen "Unterhalt des Waisenprojektes in Uganda".

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Bei der Sitzung fanden die Mitglieder, deren Begrüßung Koordinator Karl-Heinz Dörsam übernahm, die treffliche Feststellung der Amerikanerin Katie Davis bestätigt: "Bei meiner Arbeit in Uganda habe ich manchmal den Eindruck, ich würde versuchen, mit einem Fingerhut das Meer auszuschöpfen. Aber aller Einsatz lohnt sich, denn Bildung, und nur Bildung, ist für Afrika der Königsweg aus der Armut".

Davis startete nach einer Ugandareise 2006 ein Kinderhilfsprojekt, das inzwischen 1200 Waisen und Straßenkinder betreut. Genau dieser Weg wurde mit Erfolg auch beim Waisenprojekt in Bukuumi eingeschlagen, das derzeit über 50 Waisen betreut und ihnen die sonst völlig ausgeschlossene Schulbildung ermöglicht.

Dörsam informierte das Gremium über die aktuelle Situation des Projektes, das sich aufgrund der Aktivitäten bemerkenswerter Anerkennung und Wertschätzung in der Kommune erfreut. Er verwies darauf, dass im Verlaufe des ersten Quartals 2016 wieder 13 Personen aus der Region in Bukuumi im Einsatz waren, übrigens alle auf eigene Kosten.

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Dabei wurde neben dem einen völlig unerwarteten Widerhall auslösenden Soccer-Camp ". . . you'll never walk alone!" junger Fußballerinnen des TSV Fortuna Götzingen (die FN berichteten) auch eine Wasserversorgung installiert, welche die Anlage unabhängig macht vom Regen, das mühsame Wasserholen von der Quelle erspart und immer sauberes Trinkwasser parat hält.

Für den Bau der Anlage wurden außer dem Arbeitseinsatz rund 8500 Euro investiert. Bis zur endgültigen Inbetriebnahme werden noch etwa 1500 Euro notwendig werden. Quellfassung mit Wassersammlung in einer Zisterne, Pumpenhaus, Leitung und in der Anlage der Wasserspeicher waren zu realisieren, wobei so manches Problem zu lösen war.

Positives Resümee

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Der Bau der Einrichtung war eine Herausforderung: 450 Meter Leitung durch völlig unwirtliches Gelände und dabei 70 Höhenmeter waren zu überwinden.

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Inzwischen ist allen Problemen zum Trotz gerade auch durch den Einsatz von Florian Bauer von Mitte Dezember bis Ende Januar das Vorhaben so weit fortgeschritten, dass wohl beim nächsten Uganda-Trip von Karl-Heinz Dörsam im Juni die Fertigstellung und endgültige Inbetriebnahme erfolgen kann.

Im Endeffekt werden neben der Waisenanlage dann auch Kirchenareal und Schwesternhaus, Schule sowie die Bevölkerung Nutznießer sein und immer sauberes Trinkwasser zapfen können. Alles in allem also fällt damit für den Berichtszeitraum das Resümee sehr positiv aus.

Im Berichtszeitraum wurden einschließlich der Aufwendungen für das Wasserprojekt rund 21 000 Euro aufgewandt. Das Budget für 2016 wird mit rund 15 000 Euro veranschlagt. Es umfasst neben der Restfinanzierung der Wasserversorgung vor allem Nahrung, Schulbedarf und Kleidung für die Waisen sowie Personalkosten und die wegen des Überwechselns mehrerer Kinder von Primary- und Secundary-School spürbar ansteigende Schulgebühren. Einig wurde man sich im Gremium, dass nach dem inzwischen erreichten Standard der Anlage für die nahe Zukunft der Schwerpunkt des Finanzengagements neben dem Unterhalt für die Waisen und der Unterstützung des angegliederten Kindergartens, der rund 100 Kinder betreut, auf Erhalt und Sanierung des Projektes zu beschränken ist, weitere bauliche Maßnahmen sollen zunächst nicht mehr in Angriff genommen werden.

Weitere Themen waren der Fest-Gottesdienst, den die Parish Bukuumi während des Aufenthalts der Helfergruppe zelebrierte. Beraten und hinsichtlich der Organisation abgestimmt wurde die erneute Urlaubsvertretung von Father Ponsiano in der Seelsorgeeinheit. Einig war man sich abschließend, dass der eingeschlagene Weg absolut richtig ist und weiterverfolgt werden soll, auch wenn er eine Herausforderung darstellt und weiterhin neben Arbeitseinsätzen vor allem auch erhebliches finanzielles Engagement erfordern wird.

Das Organisationskomitee dankte allen Unterstützern und versichert ihnen, dass jeder gespendete Euro ohne Abstriche in das Projekt fließt. jm