Josef Schimmel GmbH - Nach Insolvenzantrag auf Sanierungskurs / 150 motivierte Mitarbeiter „Neuaufstellung weit vorangeschritten“

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Adelsheim. „Nach dem überraschenden Insolvenzantrag des ehemaligen Geschäftsführers der Josef Schimmel Adelsheim GmbH vor zwei Wochen konnte das Unternehmen nun die Weichen auf Sanierungskurs stellen. Das zuständige Amtsgericht Mosbach hat zwischenzeitlich die Durchführung des Verfahrens in vorläufiger Eigenverwaltung beschlossen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, und weiter: Die Gesellschafterin war zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags noch in Verhandlungen einer Nachfinanzierung. Der Geschäftsführer wurde nach Antragsstellung abberufen und Jens Kuderer als neuer, sanierungserfahrener Geschäftsführer bestellt.

Vertrauen wiederhergestellt

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„In einer Woche intensiver Gespräche ist es uns gelungen, das Vertrauen unserer Partner in die Zukunftsfähigkeit der Firma Schimmel wiederherzustellen“, beschrieb Geschäftsführer Jens Kuderer die Phase, die auf den Antrag folgte. Zu diesen Partnern zählt auch die finanzierende Bank, die sich vor Ort ein Bild von dem Unternehmen gemacht und danach ihre Unterstützung des Sanierungskurses zugesagt hat.

Die Eigenverwaltung biete nun die Chance, dass sich das Adelsheimer Traditionsunternehmen vollständig sanieren kann. „Dabei fangen wir nicht bei Null an“, betonte Geschäftsführer Kuderer.

In den letzten Jahren hätten mehrere interessante neue Kundenprojekte gewonnen werden können. Aufgrund der langen Vorlaufzeit in der Automobilindustrie hätten diese Umsatzbringer allerdings noch nicht gegriffen. Mehrere Projekte stünden nun kurz vor der Umsetzung, Maschinen und Werkzeuge stünden schon bereit, so dass noch in 2019 mit diesen Umsätzen gerechnet werden könne. Gleichzeitig müsse auch die Kostenstruktur verbessert werden.

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In diesem Prozess werde die Josef Schimmel Adelsheim GmbH von einer der führenden Berater im Bereich der Sanierung in der Eigenverwaltung, der Kanzlei Lambrecht, begleitet.

Rückhalt wichtig

Der wichtigste Faktor sei laut Kuderer aber der Rückhalt der Belegschaft. „Die Mitarbeiter stehen mit ihrer Kompetenz und Motivation 100-ig hinter dem Unternehmen“, erklärte der Geschäftsführer. „Die Kombination unserer Kompetenzen verschafft uns ein Alleinstellungsmerkmal, das wir mit unseren gut eingespielten Teams zum Vorteil unserer Kunden umsetzen können. Das ist das große Potenzial von Schimmel und die Basis für eine positive Zukunft.“

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Bis Juli 2019 sind die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert, das heißt, das Unternehmen wird von Lohn- und Gehaltszahlungen für drei Monate entlastet. Dies schafft Liquidität für die Sanierung des Unternehmens.